Region: Kranenburg

Vorfahrt für Bildung - Für zukunftsweisende Bestandsräume an der St. Georg Grundschule Nütterden

Petition richtet sich an
Bürgermeister Martin Kepser; Gemeinderat Kranenburg

353 Unterschriften

Der Petition wurde teilweise entsprochen

353 Unterschriften

Der Petition wurde teilweise entsprochen

  1. Gestartet 12.04.2026
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht am 21.04.2026
  4. Dialog
  5. Teilerfolg

Petition richtet sich an: Bürgermeister Martin Kepser; Gemeinderat Kranenburg

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Kepser
Sehr geehrte Mitglieder des Gemeinderats
 
Die Eltern, Freunde und Förderer der St. Georg Grundschule Nütterden sind über die in den Ausschüssen für „Bildung und Generationen“ (Sitzung vom 19.03.2026) und „Planung, Umwelt und Klima“ (Sitzung vom 26.03.2026) angestoßenen Sparmaßnahmen in Bezug auf den Ausbau der Grundschule (Drucksache 2023/0478/02) sehr besorgt. Daher fordern wir die Gemeinde Kranenburg mit dieser Petition nachdrücklich dazu auf, dem Beschluss aus der Ratssitzung vom 14.03.2024 (Drucksache 2023/0478/01) zu folgen und die St. Georg Grundschule Nütterden wie ursprünglich geplant zu einer zukunftsweisenden Cluster-Schule umzubauen (siehe Abschlussbericht Vorentwurfsplanung von Kremer & Partner vom 05.02.2024).

Forderungen
1)  Wir fordern, dass der Ausbau der St. Georg Grundschule Nütterden gemäß des Ratsbeschlusses 14.03.2024 (Drucksache Nr. 2023/0478/01) durchgeführt wird. Wir bitten die Mitglieder des Gemeinderats in seiner Sitzung am 23.04.2026 gegen den Änderungsantrag (Drucksache Nr. 2023/0478/02) zu stimmen.

2)  Wir bitten die Kommune, alle anderen Bauvorhaben kritisch zu prüfen, um die für die Erweiterung der Bestandsräume benötigten 1,22 M€ (ohne Zinsen für einen Investitionskredit) an anderer Stelle einzusparen.

Wir erinnern alle demokratischen Parteien an ihre Wahlversprechen, sich „für das Wohl unserer Kinder“ und „Bildung auf kommunaler Ebene“ einzusetzen. Wir bitten die gewählten Ratsvertreter, diese Versprechen jetzt umzusetzen und gegen den Änderungsantrag (Drucksache Nr. 2023/0478/02) zu stimmen. Unsere Kinder sollten uns das wert sein!

Die vollständige Petition mit der ungekürzten Problembeschreibung und Begründung unserer Forderungen findet ihr hier.

Begründung

Problembeschreibung
Bei der Erstellung des Schulentwicklungsplans der Gemeinde Kranenburg wurde für das Schuljahr 2022/23 die Notwendigkeit einer fünften Eingangsklasse festgestellt (Drucksache 2022/0357/02). Daraufhin wurde die Grundsatzentscheidung getroffen, die St. Georg Grundschule Nütterden, trotz fehlender Klassenräume, zu einer dreizügigen Grundschule auszubauen. Seit dem Schuljahr 2023/24 ist an der Schule dann jedes Jahr eine Schulklasse hinzugekommen. Nach den Sommerferien 2026 wird die St. Georg Grundschule damit die durchgängige Dreizügigkeit mit insgesamt 12 Schulkassen erreichen.
 
Als Antwort auf die an der St. Georg Grundschule fehlenden Klassenräume wurden zu Beginn des Schuljahres 2023/24 temporäre Unterrichtsräume (Container) als Übergangslösung auf dem Schulhof errichtet. Diese prägen bis heute den Schulalltag. Um die dringend benötigten zusätzlichen Unterrichtsräume für die neuen Klassen zu schaffen, wurden zusätzlich jedes Jahr Räume der OGS in Klassenräume umgewandelt. Damit hat sich die Raumsituation an der Grundschule von Jahr zu Jahr verschlechtert.
 
Am 14.03.2024 beschloss der Gemeinderat, die St. Georg Grundschule durch einen Anbau und die Erweiterung der Bestandsräume zu einer zukunftsweisenden Cluster-Schule weiterzuentwickeln (Drucksache 2023/0478/01). Trotz der akuten Raumnot an der Grundschule haben die Bauarbeiten noch nicht begonnen. In diesem Zusammenhang haben wir mit großem Unmut die Bestrebungen der Gemeinde wahrgenommen, auf die Erweiterung der Bestandsräume zu verzichten (Drucksache 2023/0478/02). In Zeiten, in denen unser Bildungssystem vor großen strukturellen Herausforderungen steht und der Ausnahmezustand längst zum Alltag an der Grundschule geworden ist, halten wir diese Sparmaßnahme für falsch. Wir fordern, die Grundschule wie geplant zu einer Cluster-Schule auszubauen.
 
Begründung unserer Forderung:
 
1) Größere Bestandsräume sind notwendig
Das Statistikbüro GEBIT Münster prognostiziert für die St. Georg Grundschule mittelfristig 10-11 Klassen (siehe Anlage zu Drucksache 2023/0478/02). Das bedeutet, dass an der Grundschule mittelfristig 1-2 Jahrgangsstufen zweizügig in Klassen mit mehr als 25 Kindern unterrichtet werden. Basierend auf den Richtlinien der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (Information 202-090) werden Klassenräume mit Mindestflächen von 2,5 m² pro Kind empfohlen. Eine verlässliche Bedarfsplanung benötigt daher 4 Klassenräume mit einer Mindestgröße von 70 m². Die im Altbestand vorhandenen Klassenräume (Größe: 60 m²) erfüllen dieses Kriterium nicht. Auch bei Hinzunahme der drei großen, von der OGS zur Verfügung gestellten, Räume (70–80 m²) fehlt immer noch ein großer Klassenraum. Eine zukunftssichere Schule benötigt daher zwingend einen Ausbau der Bestandsräume.
 
2) Moderne Klassenräume für alle Kinder
Für die Umsetzung moderner pädagogische Methoden (Einzel- und Gruppenarbeiten, Kreisgespräche, multimediale Präsentationen, die Einrichtung von Leseecken und Computerarbeitsplätzen) werden Klassenräume mit Grundflächen von etwa 85 m² empfohlen. Das lässt sich in den bestehenden Klassenräumen (<50 m²) mit dem angeschlossenen Differenzierungsraum (ca. 15 m²) nicht umsetzen (siehe S. 4 ff. Bericht Vorentwurf). Daher ist die Erweiterung der Bestandsräume auf etwa 80 m² ein Meilenstein hin zu einer zukunftsweisenden Lernumgebung. Im Gegenzug würden durch den Wegfall der Bestandserweiterung alle bei der Planung als pädagogisch wertvoll erachteten Punkte ad absurdum geführt.
 
3) Der Ausbau des Altbestands ist nicht überteuert
In der Sitzung des Ausschusses für „Bildung und Generationen“ (Sitzung vom 19.03.2026) wurden die Kosten für die Erweiterung des Altbestands vom Experten der GEBIT mit 25.000 €/m² und damit als überteuert eingeschätzt. Die Kostenschätzung lässt sich jedoch nicht belegen. Aus dem Dokument der Gemeinde (Drucksache 2025/0861/02) ergeben sich für die Sanierung des Altbestands Kosten von 1.22 M€ (ohne Zinsen) oder 7180 €/m². Obwohl in diesen Kosten auch Sanierungsmaßnahmen enthalten, ist das nicht wesentlich teurer als die neuen Flächen im Anbau (Kosten 8.18 M€ oder 5810 €/m²).
 
4) Geld ist da, nur der politische Wille fehlt
Wir haben Verständnis, dass unserer Kommune Prioritäten bei ihren Projekten setzen muss. Wir haben jedoch kein Verständnis dafür, dass die Gemeinde Prestigeprojekten wie dem Umbau der Großen Straße (Drucksache 2025/0861/02, Kosten ca. 2,5 M€) oder der Erstellung eines Parkdecks (Drucksache 2026/0078, Kosten ca. 3,4 M€) Vorrang gegenüber ihren Pflichtaufgaben im Bildungsbereich gibt.

5) Keine Verwaltungsfehler zu Lasten unserer Kinder
Die gescheiterte Ausschreibung des Bauvorhabens seitens der Kranenburger Verwaltung 2024 hat zu gravierenden Problemen geführt: zu kleine Klassenräume und fehlende Flächen auf dem Schulhof prägen den Alltag der Schüler. Das diese Verzögerungen nun zusätzlich zu substantiellen Kürzungen beim Ausbau der Grundschule führen sollen, ist aus unserer Sicht nicht akzeptabel.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 12.04.2026
Sammlung endet: 19.04.2026
Region: Kranenburg
Kategorie: Bildung

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,

    in der Ratssitzung der Gemeinde Kranenburg am 23.04. hat die Mehrheit der Ratsmitglieder
    für die Beschlussvorlage der Verwaltung gestimmt. Damit wird der zweite Bauabschnitt (=Erweiterung des Altbaus durch Vorziehen der Fassade) nicht erfolgen. Das Protokoll zur Sitzung sowie sämtliche Sitzungsunterlagen ist hier zu finden (sobald es dort eingestellt wurde):

    https://ris.kranenburg.de/tops/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZQxyK4LraoZy9JQAEaPl4uA

    Auch wenn die Petition bzw. der zweite Bauabschnitt im Rat am 23.04.2026 nicht positiv
    beschieden wurde, so ist dies dennoch ein Erfolg für eine aktive, demokratisch interessierte
    und engagierte Elternschaft/Schulgemeinschaft und dies brauchen wir für unsere Schule und
    Ihre und „unsere“ Kinder auch weiterhin. Konkret betrifft das die architektonisch-baulichen und auch
    sächlichen Ausgestaltung unserer Bestands-„Lern-Räume“, denn dies wurde in der Diskussion der Ratsmitglieder mehrfach mündlich zugesichert.

    Zu unserer Petition ist heute auch ein langer Artikel in den Niederrhein Nachrichten erschienen:

    https://www.niederrhein-nachrichten.de/nachrichten/wie-geht-es-weiter-mit-der-st-georg-grundschule-18229.html

    Es bewegt sich hoffentlich doch noch etwas!

    Sommerliche Grüße

  • Sehr geehrte Unterstützende

    Morgen stimmt der Gemeinderat Kranenburg über die Erweiterung des Bestandsgebäudes der Grundschule in Nütterden ab.

    Ein Beispiel für eine Cluster-Schule, nach deren Konzept auch der Umbau der Klassenräume in
    unserer Schule geplant wurde, finden Sie hier:

    https://www.youtube.com/watch?v=y2Ytj7kY-PY

    Für die Umsetzung dieser Planung setzen wir uns ein!

    Auch die Niederrhein Nachrichten verfolgen momentan den Prozess und planen einen Bericht.

    Daher freuen wir uns besonders, wenn viele von Euch zu der Abstimmung Morgen,

    Donnerstag den 23.04. ab 18:00 im Bürgerhaus (Mühlenstraße) kommen.

    ZUSAMMEN sind wir STARK!

    Viele Grüße

  • Liebe Unterstützer!
     
    Unsere Petition „Vorfahrt für Bildung – für zukunftsweisende Bestandsräume an der St- Georg Grundschule Nütterden“ ist jetzt geschlossen und wurde heute Morgen Herrn Bürgermeister Kepser und Herrn Janssen von der Verwaltung übergeben.
    Im Namen der heutigen und zukünftigen Kinder möchten wir ALLEN danken, die für den Ausbau der Klassenräume unterschrieben haben.
     
    Die Übergabe war ein sehr intensives Gespräch in guter Atmosphäre. Beide Seiten hatten sich sehr gut vorbereitet. Wir finden, dass das alleine schon ein großer Erfolg war, da sich im Rahmen der Petition alle Ratsmitglieder noch einmal sehr intensiv mit dem Thema und seinen Konsequenzen auseinandersetzen mussten. Auch die Argumente der Eltern wurden genau begutachtet und werden in der weiteren Diskussion berücksichtigt. Dessen sind wir uns nach dem Gespräch sicher! Auch das war ein Erfolg!
     
    Für den Moment bleibt es jetzt aber erst einmal bei der Beschlussvorlage der Gemeindeverwaltung, auf den Ausbau der Bestandsräume zu verzichten.
     
    Ob das Schulgebäude erweitert wird, entscheidet der Rat

    am Donnerstag, den 23.04.2026, im Bürgerhaus Kranenburg in der Mühlenstraße.

    Beginn 18:00.
     
    Es ist sehr wichtig, dass viele von uns kommen (gerne auch Großeltern und Verwandte).
    Wenn für jedes Ratsmitglied ein Elternteil kommt, macht es Eindruck!
    Es lohnt sich!
     
    Viele Grüße
    Familie Saueressig

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