• Von: Nicht öffentlich
  • An: Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags
  • Region: Deutschland mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 41 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Wahlrecht für Ausländer in Deutschland - Wahlrecht für Bürgerinnen und Bürger aus Nicht-EU-Staaten

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Mit der Petition wird ein Wahlrecht für Bürgerinnen und Bürger aus Nicht-EU-Staaten gefordert.

Begründung:

Deutschland braucht Einwanderung - da sind sich (fast) alle einig. Doch müssen Eingewanderte ihr Recht auf demokratische Teilhabe an der Staatsgrenze zurücklassen?Über die politische Integration von Einwanderinnen und Einwanderern wird seit langem kontrovers diskutiert. Dabei stehen konkrete Möglichkeiten der Partizipation auf verschiedenen Ebenen des politischen Systems im Fokus. Es wird ebenso über das Stimmrecht auf kommunaler Ebene wie über das Stimmrecht bei Bundestags- oder Europawahlen gestritten. Im Gegensatz zu Eingewanderten aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, die an Kommunalwahlen teilnehmen können, bleibt Einwanderinnen und Einwanderern aus Drittstaaten, die ihren Lebensmittelpunkt ebenfalls in Deutschland haben, diese Möglichkeit verwehrt.Es stellt sich die Frage: Wie zeitgemäß sind die politischen Partizipationsmöglichkeiten der Menschen mit Migrationshintergrund angesichts der Ansprüche, die an ein demokratisches Einwanderungsland gestellt werden?Laut den deutschen Gesetzen haben die Nicht-EU-Bürger kein Stimmrecht. Die Migranten, die kein Stimmrecht haben, sind nicht wenig, sondern Millionen und es ist weder demokratisch noch zeitgemäß, dass das politische Leben dieser Menschen nur in Vereinen stattfinden kann. Sie sind Menschen wie Sie und ich und haben ihre eigenen Bedürfnisse und wollen ihren Beitrag für die Gesellschaft Deutschlands leisten. Ein Stimmrecht wäre ein geeignetes Instrument, um sie sowohl sozial als auch politisch mehr zu integrieren und ihnen somit das Gefühl zu geben, wirklich ein Teil dieses Landes sein zu dürfen.Für viele ist die einzige Möglichkeit, wahlberechtigt zu sein, die, ihre Staatsbürgerschaft abzugeben. Viele Nicht-EU-Bürger leben seit Jahren oder gar Jahrzehnten in Deutschland und durften noch niemals ihre politische Stimme abgeben, wohingegen ihre EU-Nachbarn im Haus nebenan, die vielleicht erst seit ein paar Monaten hier leben, erlaubt ist – ohne sich auszubürgern.Wir alle leben in Deutschland, dem Land der Demokratie und der Chancen und trotzdem sind hier nicht alle als ein vollständiger Teil der Gesellschaft anerkannt. Gleich, aber nicht gleichberechtigt!Nehmen wir uns ein Beispiel an unseren Nachbarländern. Viele EU-Länder ermöglichen bereits den Urnengang für Ausländer, die nicht aus der EU kommen. Dazu zählen Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Irland, die Niederlande und Island. In den Niederlanden dürfen seit 1985 alle Ausländer, die seit fünf Jahren im Land wohnen, bei Kommunalwahlen ihre Stimme abgeben und selbst antreten. In Irland müssen sich Ausländer erst seit sechs Monaten im Land aufhalten, um auf kommunaler Ebene wählen zu dürfen. In Dänemark liegt die Grenze bei drei Jahren. In Frankreich und Österreich haben Nicht-EU-Bürger wie in Deutschland kein Kommunalwahlrecht. Weltweit haben nach Angaben von Mehr Demokratie etwa 45 Staaten ein Wahlrecht für Migranten auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene geschaffen.

22.06.2016 (aktiv bis 17.08.2016)


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