Wenn Entlastung gestrichen wird, zerbrechen Familien

Petition richtet sich an
Petitionsausschuss des deutschen Bundestags

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  2. Sammlung noch > 5 Monate
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Petition richtet sich an: Petitionsausschuss des deutschen Bundestags

Wir fordern den vollständigen Erhalt von Verhinderungspflege und Entlastungsleistungen für neurodivergente Menschen, Menschen mit Behinderungen und ihre Familien. Die geplante Pflegereform darf nicht dazu führen, dass notwendige Unterstützung gekürzt, zusammengelegt oder aus unzureichenden Budgets finanziert wird.
Pflegende Angehörige stehen bereits heute unter enormem Druck. Viele Familien übernehmen rund um die Uhr Verantwortung, oft ohne ausreichende Entlastung oder passende Unterstützung. Besonders neurodivergente Kinder und Erwachsene sowie Menschen mit Behinderungen sind auf feste Bezugspersonen, Kontinuität und fachlich geschulte Betreuung angewiesen.
Wir fordern deshalb:

  • keine Kürzungen bei Verhinderungs- und Entlastungspflege,
  • ausreichend finanzierte Unterstützungsleistungen,
  • bessere Schulungen für Pflege- und Betreuungskräfte,
  • verlässliche und bedarfsgerechte Betreuung,
  • sowie eine Pflegereform, die Familien entlastet statt zusätzlich belastet.

Niemand darf gezwungen sein, zwischen notwendiger Pflege, Entlastung und der eigenen Gesundheit wählen zu müssen.

Begründung

Diese Petition ist wichtig, weil tausende Familien bereits heute an ihrer Belastungsgrenze leben. Pflegende Angehörige übernehmen täglich Aufgaben, die eigentlich von mehreren Fachkräften getragen werden müssten — oft ohne ausreichende Pausen, finanzielle Sicherheit oder verlässliche Unterstützung.

Besonders neurodivergente Kinder und Erwachsene sowie Menschen mit Behinderungen sind auf konstante Bezugspersonen, individuelle Betreuung und speziell geschulte Fachkräfte angewiesen. Doch genau daran fehlt es bereits jetzt massiv. Viele Pflegekräfte und Betreuungspersonen in Pflegeorganisationen erhalten keine ausreichende Schulung im Bereich Neurodivergenz. Häufig fehlt grundlegendes Wissen über Reizüberflutung, Meltdowns, Kommunikationsbesonderheiten oder den richtigen Umgang in emotionalen Krisensituationen.

Für neurodivergente Menschen sind jedoch Vertrauen, Sicherheit und Kontinuität essenziell. Ständig wechselnde Betreuungspersonen können Angst, Überforderung und starke emotionale Belastungen auslösen. Deshalb braucht es feste, gleichbleibende Bezugspersonen, die nicht nur ein Grundverständnis für Neurodivergenz besitzen, sondern auch individuelle Strategien, praktische Hilfen, Deeskalationstechniken und alltagsnahe „Skills“ kennen, um Betroffene sicher begleiten zu können.

Die Realität sieht jedoch anders aus: Familien müssen häufig selbst erklären, beruhigen, anlernen und dauerhaft kompensieren, weil passende Unterstützung fehlt. Die geplante Pflegereform droht diese Situation weiter zu verschärfen. Wenn Verhinderungspflege und Entlastungsleistungen eingeschränkt oder aus kleineren Budgets finanziert werden, verlieren Familien genau die Hilfen, die ihnen überhaupt ermöglichen, Pflege, Alltag, Beruf und eigene Gesundheit miteinander zu vereinbaren.

Ohne ausreichende Entlastung drohen Erschöpfung, psychische und körperliche Zusammenbrüche sowie langfristig sogar stationäre Unterbringungen, die oft vermeidbar wären. Diese Petition setzt sich dafür ein, dass betroffene Menschen und ihre Familien nicht weiter allein gelassen werden. Pflege darf nicht zur dauerhaften Überforderung führen. Familien brauchen echte Unterstützung, qualifizierte Betreuung und verlässliche Bezugspersonen — keine weiteren Kürzungen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Denise van Baak, Bad Wörishofen
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 07.05.2026
Sammlung endet: 06.11.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Soziales

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Zerstörung der Bezugspflege (Fachkräftemangel): Neurodivergente Kinder brauchen Menschen, die ihre individuellen Trigger und Kommunikationswege kennen. Klassische Pflegedienste haben dieses Personal oft nicht. Wenn die stundenweise Pflege in den Entlastungsbetrag (§ 45b SGB XI) gedrängt wird, darfst du nur noch zertifizierte Dienste nutzen. Die vertraute Studentin oder die spezialisierte Hilfskraft, die dein Kind versteht, aber kein Pflegedienst ist, wird dadurch unfinanzierbar.

Mangel an spezialisierten Pflegediensten: Klassische Pflegedienste haben selten Personal, das im Umgang mit Autismus oder ADHS (z. B. Deeskalation, PECS, reizarme Kommunikation) geschult ist. Die Verschiebung der stundenweisen Pflege in den Entlastungsbetrag zwingt Familien aber genau zu diesen Anbietern.

Warum Menschen unterschreiben

Selber betroffen und in ambulanter Pflege tätig

Weil die Pflegedienste ein vielfaches der privaten Pflege kostet. Die Pflegedienste haben jetzt schob keine Zeit (Termine).

Pflegender Angehöriger

Es wird auf Kosten der Pflegebedürftigen gespart. Es ist eh schon sehr schwer einen Pflegegrad zu erhalten und wenn das noch mehr verschärft wird geht das zu nachteilen der Pflegenden Familien.

Weil ich ein pflegebedürftiges Kind habe.

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100 %
4.428 Unterschriften
3 Tage verbleibend

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