Gesundheit

Wer rettet uns in Zukunft?

Petition richtet sich an
Landtag Mecklenburg-Vorpommern Petitionsausschuss
1.037 Unterstützende 914 in Mecklenburg-Vorpommern
14% von 6.700 für Quorum
  1. Gestartet 01.04.2021
  2. Sammlung noch > 3 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
Ich bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden. Der Petent kann meinen Namen und Ort einsehen und an den Petitionsempfänger weiterleiten. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Wer die 112 ruft, benötigt schnelle Hilfe. Dass sie kommt, ist für den Betroffenen selbstverständlich. Dahinter wiederum steckt eine komplexe Organisation und das sogenannte Landesrettungsdienstgesetz. Im Jahr 2025 läuft eine Regelung aus, die das Rote Kreuz mit Sorge erfüllt. Handeln jedoch müssen wir jetzt - unverzüglich.

Die Folge ist nämlich, dass ab da alle rettungsdienstlichen Leistungen neu ausgeschrieben werden müssen. Der DRK Landesverband MV setzt sich für eine Entfristung von Leistungsverträgen und folglich gegen eine Neuausschreibung ein.

Ein solches Gesetz, das die Landkreise dazu zwingt, die Leistungen des Rettungsdienstes auszuschreiben, gibt es nur in Mecklenburg-Vorpommern. Es ist überholt.

Die EU und die Bundesregierung vertreten die Position, dass die Leistungen des Rettungsdienstes nicht ausschreibungspflichtig sind. Unser Land Mecklenburg-Vorpommern sollte sich dem anschließen.

Diese Petition unterstützt das Engagement gegen die Befristung und kämpft für den Erhalt der bisherigen Strukturen des Rettungsdienstes im Land.

Wer sich ebenfalls dafür einsetzen will, kann dies unter https://rettemichwerkann.drk-mv.de/ mit seiner Stimme tun.

Begründung

Bliebe es bei einer neuen Ausschreibung in vier Jahren, müssten sich Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Land vollkommen neu organisieren, statt im bewährten System schnell und kompetent helfen zu können – ein großer Nachteil für die Bevölkerung in ganz Mecklenburg-Vorpommern.

Eine umfassende Kampagne macht in diesem Jahr auf die Präsenz der DRK-Helferinnen und -Helfer im Rettungsdienst in MV aufmerksam.

Unser Land Mecklenburg-Vorpommern sollte sich dazu bekennen, dass der Rettungsdienst Teil der Daseinsvorsorge ist und nicht der Logik des Marktes unterworfen wird.

Das hat mehrere Gründe: Zum einen sorgt der Gedanke an Befristungen sowohl im Haupt- als auch im Ehrenamt für Unsicherheit – nicht zuletzt, weil sich Ausschreibungen oft am Preis orientieren. Zum anderen besteht die Gefahr, mit immer neuen Leistungsanbietern die Motivation des hauptamtlichen Personals und damit die Qualität der Notfallversorgung zu schädigen. Das wäre verheerend, denn der DRK Rettungsdienst in MV fährt nicht nur über 200.000 Einsätze im Jahr, sondern ein großer Teil der Mitarbeitenden engagiert sich in der Freizeit im Katastrophenschutz. Zudem drohen europaweite Ausschreibungen, sodass ortsfremde Rettungsdienste Zuschläge bekommen könnten.

Das DRK qualifiziert Notfallsanitäter, Rettungssanitäter und Rettungsassistenten regelmäßig weiter, um bestens aufgestellt zu sein. Hieran sollte kein Gesetz mit Befristung rütteln.

Alle Informationen hier: https://rettemichwerkann.drk-mv.de/

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. aus Schwerin
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