• Von: Peter Reichert (Bundesverband Selbsthilfe ... mehr
  • An: Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Gesellschaft mehr
  • Status: Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.
  • Gescheitert
  • 2.555 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Wir fordern Barrierefreiheit bei der Einführung der Fernbuslinien - Mobilität ist Menschenrecht

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Der Fernbuslinienverkehr in Deutschland wird nicht barrierefrei werden, so will es die Bundesregierung in ihrem „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung personenbeförderungsrechtlicher Vorschriften“. Menschen mit Körperbehinderung oder mobilitätseingeschränkte Menschen können in Deutschland künftig nicht mit den Fernbussen verreisen, da es keine verbindliche Regelung geben wird, mit welcher die Barrierefreiheit festgeschrieben wird. Für unseren Behindertenverband steht Deutschland am Scheideweg zwischen Barrierefreiheit im Fernbusverkehr oder der Diskriminierung und Ausgrenzung von behinderten Menschen für die nächsten 10 – 15 Jahre. Deshalb sollte der Verkehrsausschuss des Bundestages jetzt eine verbindliche Regelung auf den Weg bringen.

Begründung:

Mit der Änderung des Personenbeförderungsgesetzes soll der Fernbuslinienverkehr weitgehend liberalisiert werden. Die Bundesregierung geht in ihrer Begründung zum Gesetzentwurf davon aus, dass damit für die Verbraucher eine attraktive Beförderungsalternative eröffnet wird. Was in den Gesetzesentwürfen jedoch gänzlich fehlt, ist die verbindliche Einführung von Barrierefreiheit so wie sie in der UN-Behindertenrechtskonvention vorgeschrieben ist. Die Bundesregierung ignoriert bei der Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs die Rechte und Ansprüche von Menschen mit Behinderung und den demographischen Faktor. Damit werden alle mobilitätsbehinderten Fahrgäste, aber auch mobilitätseingeschränkte Fahrgäste wie zum Beispiel Eltern mit Kleinkindern im Kinderwagen oder Senior/innen mit altersbedingten Bewegungsbeschwerden, von der Nutzung der Fernbuslinien ausgegrenzt und diskriminiert. Wir fordern den Deutschen Bundestag auf, den barrierefreien Fernbuslinienverkehr und damit das Menschenrecht auf Mobilität umzusetzen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Krautheim, 05.04.2012 (aktiv bis 04.06.2012)


Debatte zur Petition

PRO: Jede Barriere ist einfach eine zuviel!! - Daher sollte jeder Bus / Bahn usw. Barrierefrei sein!. Es kann einfach nicht sein, dass man als Rollifahrer, Eltern mit Kinderwagen usw. sich beim ÖNPV anmelden muss, wenn man diesen nützen möchte!

PRO: Barrierefreiheit in Verkehrssystemen bedeutet zugleich auch eine enorme allgemeine Attraktivitäts- und Komfortsteigerung für alle Nutzer mit und ohne Behinderung. Das hier bislang einzige vorgebrachte Contra Argument ob der Kosten wird somit aufgehoben ...

CONTRA: Es darf ja niemand gezwungen werden Autobus zu fahren, es kann ja jeder das Verkehrsmittel nutzen das er bisher auch genutzt hat. Wie wäre es damit Barrierefreiheit von Ruderbootverleiern und Autoleihfirmen einzufordern? Barrierefreiheit be Betreibern ...

CONTRA: Die Barrierefreiheit von Bussen kostet viel Geld. Dieses wird selbstverständlich an den Fahrgast weitergegeben. Hier wird also wieder einmal auf Grund einer verschwindende kleine Menge an potentiellen Nutzern ein riesiger negativer Effekt für alle heraufbeschworen. ...

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Petitionsverlauf

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