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Bild zur Petition mit dem Thema: Wir fordern die Wahrung von Patienteninteressen bei der Beurteilung von Krebsstudien durch den G-BA Wir fordern die Wahrung von Patienteninteressen bei der Beurteilung von Krebsstudien durch den G-BA
  • Von: Eva Schumacher-Wulf (Mamma Mia! Brustkrebsmagazin) mehr
  • An: Bundesgesundheitsminister, Deutscher Bundestag ...
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Gesundheit mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 64 Tage verbleibend
  • 4.459 Unterstützende
    4.252 in Deutschland
    9% erreicht von
    50.000  für Quorum  (?)

Wir fordern die Wahrung von Patienteninteressen bei der Beurteilung von Krebsstudien durch den G-BA

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  1. Wir fordern, dass der Studienendpunkt „progressionsfreies Leben“ (PFS) als Therapieziel gemäß internationaler Standards auch für Krebspatienten in Deutschland als patientenrelevant anerkannt wird.
  2. Wir fordern Mitsprache- und Stimmrecht in Fragen, die uns betreffen. Hierfür müssen die Patientenvertreter der jeweiligen Indikation demokratisch von Patienten aufgestellt und gewählt werden.
  3. Wir regen die Durchführung einer repräsentativen Befragungsstudie von betroffenen Patienten zur Patientenrelevanz von PFS und weiteren Studienendpunkten an – und zwar unter Einbeziehung unserer Expertise von Anfang an. Nach den Ergebnissen dieser Studie ist die Nutzenbewertung neu auszurichten.
Begründung:

Die Bewertung des (Zusatz-)Nutzens eines neuen Medikaments hängt in Deutschland entscheidend davon ab, welche so genannten Studien-Endpunkte (Erfolgskriterien) berücksichtigt werden. Diese sollen laut Gesetz „patientenrelevant“ sein. Was patientenrelevant ist, wird allerdings nicht von den betroffenen Patienten festgelegt, sondern über deren Köpfe hinweg von Methodikern beim Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sowie Kassen- und KV-Vertretern beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) entschieden.

So ist es zum Beispiel bei der Behandlung von Krebspatienten ein wichtiges Therapieziel für Patienten und Ärzte, dass die Tumorerkrankung möglichst lange nicht fortschreitet. Das wird international über den Studienendpunkt „progressionsfreies Leben“ (PFS) gemessen. Verlängert eine neue Therapie das PFS gegenüber einer Vergleichstherapie deutlich (z.B. ein halbes Jahr oder Jahr), wird das von Patienten und Ärzten, aber auch Zulassungsbehörden als relevant angesehen. Entsprechend werden Therapien auf der Basis dieses Studienpunkts zugelassen, in Leitlinien aufgenommen und mit Erfolg in die Praxis eingeführt.

Im Rahmen der Nutzenbewertung wird diese Sichtweise in Deutschland auf den Kopf gestellt. Gemäß mehrerer G-BA Beschlüsse der letzten Jahre stellt das PFS keinen patientenrelevanten Endpunkt dar! Dies führt zu einer sachfremden Nutzenbewertung, die allen internationalen Expertenmeinungen zuwider laufen und Patienten in ganz Deutschland verunsichern – zumal diese Beschlüsse aggressiv als „Wahrheit“ in die Öffentlichkeit getragen werden.

Neben dieser Verunsicherung verspüren wir die Sorge, dass wichtige Krebsmedikamente künftig in Deutschland nicht mehr verfügbar sein werden.

Wie können IQWiG und G-BA zum Beispiel behaupten, dass zwei Jahre ohne Tumorwachstum bei erhaltener Lebensqualität für eine Frau mit metastasiertem Brustkrebs NICHT patientenrelevant sind? Wie kommt es zu solchen Entscheidungen? Wer ist verantwortlich für die patientenfeindlichen Beurteilungen?

Die mit dem Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) beabsichtige Preis- und Kostenreduktion ist im Sinne aller Versicherten. Sie darf allerdings nicht auf dem Rücken von Krebspatienten ausgetragen werden! Wir als betroffene Patienten hatten zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit, unsere Vertreter selbst zu wählen, um im Bewertungsverfahren zum Ausdruck zu bringen, was für uns relevant ist. Tausende von Krebspatienten in Deutschland empfinden diese Situation als zynisch und empörend!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Kronberg, 25.05.2017 (aktiv bis 24.11.2017)


Neuigkeiten

Wir haben die Dauer der Petition verlängert, um mit unserer Forderung präsent zu bleiben. Neuer Sammlungszeitraum: 6 Monate

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Eine öffentliche und offene Diskussion von Studienkriterien in der Onkologie ist wichtig. Wenn Patientinnen im Mittelpunkt einer guten Medizin und Gesundheitsversorgung stehen sollen, ist es unverzichtbar, dass ihre Stimmen - nicht nur die der offiziellen ...

PRO: Wer sich in die Debatte über PRO oder Contra PFS, einlässt, sollte wissen, was Patienten mit einer metastasierten Erkrankung wirklich wollen. Was ein PFS von mehr als 10 Monaten für betroffene Frauen mit mBC bedeutet, erfährt man, wenn man mit ihnen spricht. ...

CONTRA: „Die Patientenvertreter im G-BA werden nach der Patientenbeteiligungsverordnung von akkreditierten Patientenorganisationen benannt. Diese Organisationen müssen neutral und unabhängig arbeiten sowie gemeinnützige Zwecke verfolgen. Auch die einzelnen Patientenvertreter ...

CONTRA: Die Grundannahme lautet offenbar: Die Verzögerung eines Progresses der Erkrankung ist eine relevante Verbesserung. Nach meinem Verständnis stützt sich das auf die Annahme, kein Progress bedeute a) längeres Überleben, b) bessere Lebensqualität und c) weniger ...

>>> Zur Debatte


Warum Menschen unterschreiben

Isso!!

Meine Mutter ist 2002 an den Folgen ihrer Brustkrebserkrankung im Alter von 58 Jahren gestorben. Das Thema Brustkrebs ist für mich eine Herzensangelegenheit.

Der muendige Patient muss im Vordergrund stehen!!!

Patientenwohl ausschließlich, für Krebspatienten gemäß PFS, muss Maßgabe der Entscheidungen sein und nicht verwässert durch weitere utilitaristische Faktoren, wie Kostenaspekte in die Entscheidungen für die Zulassung .

Wir brauchen mehr Auswahl an Theraphien und wenn es nur eine kurze Verlängerung ist um zu Leben. Es sollte jeder für sich entscheiden können . Es ist vieles nicht wirtschaftlich tragbar und wird trotzdem gemacht, warum nicht bei der Krebstheraphie?

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Petitionsverlauf

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