Wir mahnen eindringlich an, dass die politisch und wirtschaftlich maßgeblichen Entscheidungsträger ihrer Verantwortung gerecht werden unser regionales, nationales sowohl auch europäisches Kulturerbe zu erhalten. Wir erwarten von ihnen, sich verantwortungsvoll und zielgerichtet für die Bewahrung der historischen Stätte des Schlosses und des Landschaftsparks Reinhardsbrunn einzusetzen. Im Interesse des Gemeinwohls ist dieses Areal, auch im Zusammenwirken unterschiedlicher Aspekte kulturhistorischer, als auch wirtschaftlicher Prägungen, wieder der touristischen Infrastruktur des Landes Thüringen und des Landkreises Gotha zuzuführen. Das Schloss Reinhardsbrunn und vormalige Kloster Reginherisbrunno verfällt zusehends. Bisherige Aktivitäten seitens der politisch Verantwortlichen verliefen bisher offensichtlich ins Leere. Der Verfall schreitet, trotz eingeleiteter Sicherungsmaßnahmen, immer mehr voran.

Begründung

Reinhardsbrunn ist seit über 1000 Jahren ein geschichtsträchtiger Ort. Dieses Tal ist der älteste Teil der heutigen Stadt Friedrichroda. Hier wurde mit dem Bau des Klosters Reginherisbrunno (Reinhardsbrunn im Jahre 1085) auf den Grundmauern des Fleckens Reinhardsbrunn fast 200 Jahre lang Thüringer Geschichte geschrieben. Reinhardsbrunn war die Grablege des ersten Thüringer Landgrafengeschlechts, das der Ludowinger. Elisabeth von Thüringen, als eine im europäischen Kontext auch heute noch sehr bekannte Persönlichkeit ihrer Zeit, war mit dieser Stätte eng verbunden. Am Beginn der Reformation gewann das Kloster mit seiner Bibliothek noch einmal an Bedeutung. Durch Georg Spalatin (Humanist/Reformator/Theologe/Historiker) ließ der Kurfürst von Sachsen diese inhaltlich erfassen, um daraus Anregungen für den Ausbau der ab 1514 frei zugänglichen Universitätsbibiothek zu Wittenberg (gestiftet vom Landesherren von Sachsen dem Kurfürsten Friedrich dem Weisen - Regentschaft 1486 – 1525) zu erlangen. 1548 übersiedelte die Bibliothek nach Jena. Nach dem Einsetzen der Reformation entwickelte sich das Areal des Tales Reinhardsbrunn, mit seinem auf den Fundamenten des Klosters errichteten Amt und Schloss, zu einer wichtigen Begegnungsstätte des europäischen Adels. Gemeinhin zählten die Besuche von Königin Victoria von England wohl zu den herausragenden Ereignissen im 19. Jahrhundert. Hier verbrachte sie Zeit mit ihrem späteren Prinzgemahl Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, woraus der direkte Bezug der Geschichte des Schlosses zum englischen Königshaus resultiert.

Abschlussworte: Wir bitten die Verantwortlichen eindringlich um zielführende Maßnahmen, damit das Areal des ehemaligen Klosters und heutigen Schlosses Reinhardsbrunn mit seinem Innen- und Außenpark wieder einer dauerhaften, vorrangig touristisch orientierten Nutzung zugeführt werden kann.

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Neuigkeiten

  • Heute ist aus der Presse eine interessante Entwicklung bezüglich unseres gemeinsamen Anliegens zu entnehmen. Wir glauben und hoffen auch weiterhin darauf, dass auch diese Petition und deren schneeballartige Verbreitung, dazu beigetragen hat diesen Schritt zu machen und weiterhin dazu beiträgt die Sache voran zu bringen.

    Link zur Pressemeldung

    www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Wird-Reinhardsbrunn-gerettet-Besitzer-bietet-Schloss-dem-Land-an-697667041

  • Info für ALLE. Wer auf OpenPetition schaut, wird bemerkt haben, dass sich unsere Zielsetzung der Unterschriftensammlung von 2000 Unterschriften zwischenzeitlich nach oben hin verändert hat. Das ist einem Automatismus von OpenPetition geschuldet. Dieser ermittelt auf Basis der angesprochenen Region ein statistisch ermitteltes Quorum von zu erreichenden Unterschriften. Deshalb halten wir dennoch auch an unserer vormaligen Zielsetzung als Erreichung einer wichtigen Marke fest. Mehr Unterschriften sind unserem gemeinsamen Anliegen natürlich noch förderlicher! Wir bedanken uns jetzt schon bei allen, die bisher ihr Votum abgegeben haben und hoffen auf eine weitere Unterstützung von Allen aus unserer FB-Gemeinschaft..

Pro

Ich staune, wie die heutigen Herren mit dem historischen Erbe umgehen. Das Vergangene sollte man bewahren, damit die Jugend lernt Künftiges zu gestalten. Das gehört auch in den Geschichtsunterricht, den das Bildungs-ministerium in Brandenburg leider aus dem Lehrplan streichen will. Die heutigen Herrschenden haben nur die Bereicherung im Sinn. An die Restaurierungsarbeiten in Polen sollte man sich ein Beispiel nehmen. Zu DDR-Zeiten habe ich nationale u. internationale Tagungen im Schloß Rheinhardsbrunn, „dem bedeutendsten Schlossbau der Neugotik in Thüringen“ durchgeführt. Die Gäste. waren bege

Contra

Es kann leider nicht jedes Denkmal gerettet werden! Wo soll es denn aufhören, wenn mit Reinhardsbrunn begonnen wird? Statt Millionen in das Schloss zu versenken lieber in die freie Kulturszene investieren!