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Petition addressed to: studierendenWERK Berlin
Ende Januar wurde die Mensa FU Koserstraße des studierendenWERKs BERLIN kurzfristig geschlossen. Das ursprünglich zugesagte Wiedereröffnungsdatum zum Semesterbeginn im April ist inzwischen verstrichen und die Mensa bleibt weiterhin aus „technischen Gründen“ geschlossen.
Bereits im Jahr 2025 wurden im Zuge von Sparmaßnahmen mehrere Mensen des studierendenWERKs BERLIN stillgelegt (zum Beispiel die Mensa der Architektur an der TU). Angesichts der aktuellen Entwicklungen und der intransparenten Kommunikation über die tatsächlichen Schließungsgründe wächst die Sorge, dass auch die Mensa in der Koserstraße dauerhaft geschlossen werden soll.
Wir fordern daher
- die schnellstmögliche Wiedereröffnung der Mensa FU Koserstraße,
- eine transparente und umfassende Kommunikation über die Gründe der Schließung sowie über bereits ergriffene und geplante Maßnahmen, um die Wiedereröffnung zu garantieren,
- die verbindliche Bekanntgabe eines konkreten Wiedereröffnungstermins.
Reason
WIR SIND VIELE: Im Gebäude Koserstraße 20 sind das Kunsthistorische Institut, das Friedrich-Meinecke-Institut, das Institut für Veterinär-Anatomie, sowie das Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin beheimatet. Zudem befindet sich hier die Fachbibliothek für Geschichts- und Kunstwissenschaften. Hier studieren über 3000 Studierende und arbeiten ca. 240 Mitarbeitende.
DIE WEGE SIND ZU WEIT: Die Koserstraße 20 ist ein stark frequentierter Standort mit täglich stattfindenden Lehrveranstaltungen. Das Gebäude liegt vergleichsweise isoliert auf dem weitläufigen Campus der FU in Dahlem. Der Fußweg zur nächstgelegenen größeren Mensa (Mensa FU II) beträgt rund 20 Minuten. Die Mensa FU Pharmazie liegt rund 17 Minuten zu Fuß entfernt und hat nur sehr geringe Aufnahmekapazitäten.
WIR HABEN NICHT ZEIT, SONDERN HUNGER: Die Schließung der Mensa in der Koserstraße stellt Studierende, Lehrende und Mitarbeitende in ihrem Studien- und Arbeitsalltag vor erhebliche Probleme. Für viele bedeutet dies, sich das eigene Mittagessen mitbringen zu müssen. Auf den Gängen stehen nur wenige Aufenthaltsplätze zur Verfügung. Sowohl für Mitarbeitende in der Mittagspause als auch für die Studierenden und Lehrenden zwischen zwei Veranstaltungen ist der Weg zu anderen Mensen nicht zu bewältigen. Das Lernen und Arbeiten vor Ort wird erschwert: Wer mehrere Stunden in der Bibliothek oder in Seminaren verbringt, ist auf verlässliche, nahegelegene Versorgung angewiesen. Ohne diese wird der Aufenthalt in der Koserstraße deutlich unattraktiver und zeitlich ineffizienter.
KEINE MENSA KOSTET GELD: Gastronomische Alternativen in Dahlem sind rar, oft teuer und nicht auf die Bedürfnisse von Studierenden ausgerichtet. Die Schließung der Mensa führt zu einem individuellen finanziellen Mehraufwand, der insbesondere Studierende und akademische Mitarbeitende mit Teilzeitverträgen trifft. Die Mensa ist ein zentraler Bestandteil sozial verträglicher Hochschulversorgung – ihr Wegfall verschärft bestehende soziale Ungleichheiten und erschwert Menschen mit geringem Einkommen den Alltag. Die Schließung der Mensa Koserstraße schwächt daher den gesamten Campusstandort Dahlem.
KEINE UNI OHNE MENSA: Über die reine Essensversorgung hinaus erfüllt die Mensa eine wichtige soziale Funktion. Sie ist ein zentraler Treffpunkt für Austausch, Vernetzung und informelle Kommunikation zwischen Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden verschiedener Institute. Forschung und Lehre brauchen Gesprächsräume. Die Schließung der Mensa beeinträchtigt das akademische Leben deshalb erheblich.
Nicht zuletzt steht die Situation exemplarisch für eine Entwicklung, die wir mit Sorge beobachten: den schleichenden Abbau universitärer Infrastruktur. Eine funktionierende Mensa ist kein Luxus, sondern ein grundlegender Bestandteil eines lebendigen und sozial gerechten Hochschulbetriebs!
Petition details
Petition started:
04/27/2026
Collection ends:
05/31/2026
Region:
Berlin
Topic:
Science
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