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Bild zur Petition mit dem Thema: Wir sagen NEIN zu einer eingeschränkten Lehrererlaubnis in Baden-Württemberg Wir sagen NEIN zu einer eingeschränkten Lehrererlaubnis in Baden-Württemberg
  • Von: Muslimsche IRP Studierende mehr
  • An: Projektbeirat Islamischer Religionsunterricht
  • Region: Baden-Württemberg mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 18 Tage verbleibend
  • 768 Unterstützende
    77% erreicht von
    1.000  für Sammelziel

Wir sagen NEIN zu einer eingeschränkten Lehrererlaubnis in Baden-Württemberg

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Liebe Kommilitonen im Lehramtsstudium Islamische Theologie/Religionspädagogik, liebe Lehrer, liebe Freunde und Interessierte an der Thematik. Es wird derzeit darüber diskutiert eine Ijaza-Ordnung, ähnlich der kirchlichen Lehrerlaubnis, für zukünftige Lehrer des Islamischen Religionsunterrichts in Baden-Württemberg zu verfassen. Zur Orientierung dazu dienen bereits bestehende Ijaza-Ordnungen aus anderen Bundesländern. Diese beinhalten teils problematische Kriterien für die Akzeptanz und Möglichkeit des Entzugs der Lehrerlaubnis, wie z.B. Eingriff in die private Lebensgestaltung, Bekleidung, Gemeindeengagement, etc. Es ist daher an der Zeit, sich zu fragen welchen Islam wir hier eigentlich haben wollen. Gibt es ein Islamverständnis, auf das sich alle einigen können, ohne dass wir andere ausgrenzen oder in Schubladen stecken, weil sie beispielsweise kein Kopftuch tragen, keiner bestimmten Gemeinde angehören oder Schiiten sind? Niemand soll rein nach Äußerlichkeiten betrachtet werden, sondern danach, was er fachlich und pädagogisch mitbringt.

Begründung:

Wenn man die Diversität der Muslime hierzulande betrachtet, was Herkunftsland, Sprache, Kultur, Bildungsgrad, sozialer Status, Einkommen etc. angeht, mag das Unterfangen schwierig erscheinen, aufgrund dieser Vielfalt eine genuin deutsch-muslimische Identität zu entwickeln,. Was aber in anderen Ländern bereits Realität ist, wie beispielsweise in den USA, England oder Südafrika, kann jedoch auch hier durchaus Wirklichkeit werden. Zu dieser Identitätsbildung wollen wir als zukünftige Religionspädagogen beitragen. Sehr wichtig dafür ist es, dass der Islam deutschsprachig wird, d.h. dass wir den Islam hier bei uns in Deutschland aus etwas Fremdem zu etwas Vertrautem machen. Als zukünftige Religionspädagogen wollen wir im Rahmen des gesetzlich erteilten Erziehungs- und Bildungsauftrags der Schule dazu beitragen, den Schülern auf Deutsch Kenntnis darüber zu vermitteln, was das Wesen des Islam ausmacht. Ein entscheidendes Hauptcharakteristikum hierbei ist für uns die individuelle Verantwortung vor Gott, d.i. Allah und die damit verbundene Freiheit von jeglichen Zwängen. Wesentlich ist, dass man lernt Toleranz und Akzeptanz zu üben, d.h. sein eigenes, selten theologisch-wissenschaftlich gewonnenes Vorverständnis und die eigene, in den Familien und in den national geprägten Gemeinden gelebte Praxis zu relativieren und andere Muslime mit anderen Ansichten und Umsetzungen zu akzeptieren und wertzuschätzen. Politisch-ideologisch gefärbte Streitigkeiten und Diskussionen wollen wir nicht aus den Herkunftsländern unserer Eltern und Großeltern hierhertragen. Daher stehen wir dezidiert ein für eine Akzeptanz all derjenigen, die sich selbst als Muslime bezeichnen, ob Sunnit, Schiit, Ahmadiyya oder Sufi. Alle sollen ihren Platz in der muslimischen Community in Deutschland haben. Denn wir akzeptieren innerislamische Heterogenität und Pluralität und befürworten Einheit in der Vielfalt.

Wir stehen für einen toleranten, offenen und breitgefächerten Islam. Vertrittst auch du diese Meinung? Wenn ja, dann unterschreibe bitte, um dieser Meinung mehr Gehör zu verschaffen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Ludwigsburg, 09.05.2017 (aktiv bis 08.05.2018)


Debatte zur Petition

PRO: Wenn mein Schuldirektor eine Kreuzkette um den Hals tragen darf und wir nichts dagegen haben, dann sollte eine muslimische Lehrkraft auch das Recht haben ein Kopftuch zu tragen!

CONTRA: "Ein entscheidendes Hauptcharakteristikum hierbei ist für uns die individuelle Verantwortung vor Gott, d.i. Allah und die damit verbundene Freiheit von jeglichen Zwängen." Da haben Sie aber offenbar etwas wirklich grundlegend falsch verstanden! In Deutschland ...

CONTRA: Da die Schule eine staatliche Einrichtung ist und im Grundgesetz zum einen Religionsfreiheit verankert ist, aber auch dass dies eine persönliche Sache ist, bin ich für die generelle Abschaffung des Religionsunterrichts zugunsten eines Ethikunterrichtes ...

>>> Zur Debatte


Warum Menschen unterschreiben

Weil der Verbot für solche ein Verstoß gegen das Grundgesetz ist; bei dem es heißt dass es eine Religionsreiheit gibt. Mit dieser Aktion wird dieses Gesetz missachtet und gebrochen.

Jeder Mensch hat das Recht, Lehrer/-in zu sein. Nur weil sie/er anders aussehen, sich anders kleide etc. heißt es nicht, dass es ihnen verboten werden kann. Im Grundgesetz steht auch "Religionsfreiheit" oder ,,Meinungsfreiheit".

Religionsfreiheit in allen Stellen.

Weil ich will unterschtützen

Polozhani Avni

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