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Bild zur Petition mit dem Thema: Wir sagen NEIN zu einer eingeschränkten Lehrererlaubnis in Baden-Württemberg Wir sagen NEIN zu einer eingeschränkten Lehrererlaubnis in Baden-Württemberg
  • Von: Aysenur Dagli (Muslimsche IRP Studierende ... mehr
  • An: Projektbeirat Islamischer Religionsunterricht
  • Region: Baden-Württemberg mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
  • 349 Tage verbleibend
  • 651 Unterstützende
    65% erreicht von
    1.000  für Sammelziel

Wir sagen NEIN zu einer eingeschränkten Lehrererlaubnis in Baden-Württemberg

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Liebe Kommilitonen im Lehramtsstudium Islamische Theologie/Religionspädagogik, liebe Lehrer, liebe Freunde und Interessierte an der Thematik. Es wird derzeit darüber diskutiert eine Ijaza-Ordnung, ähnlich der kirchlichen Lehrerlaubnis, für zukünftige Lehrer des Islamischen Religionsunterrichts in Baden-Württemberg zu verfassen. Zur Orientierung dazu dienen bereits bestehende Ijaza-Ordnungen aus anderen Bundesländern. Diese beinhalten teils problematische Kriterien für die Akzeptanz und Möglichkeit des Entzugs der Lehrerlaubnis, wie z.B. Eingriff in die private Lebensgestaltung, Bekleidung, Gemeindeengagement, etc. Es ist daher an der Zeit, sich zu fragen welchen Islam wir hier eigentlich haben wollen. Gibt es ein Islamverständnis, auf das sich alle einigen können, ohne dass wir andere ausgrenzen oder in Schubladen stecken, weil sie beispielsweise kein Kopftuch tragen, keiner bestimmten Gemeinde angehören oder Schiiten sind? Niemand soll rein nach Äußerlichkeiten betrachtet werden, sondern danach, was er fachlich und pädagogisch mitbringt.

Begründung:

Wenn man die Diversität der Muslime hierzulande betrachtet, was Herkunftsland, Sprache, Kultur, Bildungsgrad, sozialer Status, Einkommen etc. angeht, mag das Unterfangen schwierig erscheinen, aufgrund dieser Vielfalt eine genuin deutsch-muslimische Identität zu entwickeln,. Was aber in anderen Ländern bereits Realität ist, wie beispielsweise in den USA, England oder Südafrika, kann jedoch auch hier durchaus Wirklichkeit werden. Zu dieser Identitätsbildung wollen wir als zukünftige Religionspädagogen beitragen. Sehr wichtig dafür ist es, dass der Islam deutschsprachig wird, d.h. dass wir den Islam hier bei uns in Deutschland aus etwas Fremdem zu etwas Vertrautem machen. Als zukünftige Religionspädagogen wollen wir im Rahmen des gesetzlich erteilten Erziehungs- und Bildungsauftrags der Schule dazu beitragen, den Schülern auf Deutsch Kenntnis darüber zu vermitteln, was das Wesen des Islam ausmacht. Ein entscheidendes Hauptcharakteristikum hierbei ist für uns die individuelle Verantwortung vor Gott, d.i. Allah und die damit verbundene Freiheit von jeglichen Zwängen. Wesentlich ist, dass man lernt Toleranz und Akzeptanz zu üben, d.h. sein eigenes, selten theologisch-wissenschaftlich gewonnenes Vorverständnis und die eigene, in den Familien und in den national geprägten Gemeinden gelebte Praxis zu relativieren und andere Muslime mit anderen Ansichten und Umsetzungen zu akzeptieren und wertzuschätzen. Politisch-ideologisch gefärbte Streitigkeiten und Diskussionen wollen wir nicht aus den Herkunftsländern unserer Eltern und Großeltern hierhertragen. Daher stehen wir dezidiert ein für eine Akzeptanz all derjenigen, die sich selbst als Muslime bezeichnen, ob Sunnit, Schiit, Ahmadiyya oder Sufi. Alle sollen ihren Platz in der muslimischen Community in Deutschland haben. Denn wir akzeptieren innerislamische Heterogenität und Pluralität und befürworten Einheit in der Vielfalt.

Wir stehen für einen toleranten, offenen und breitgefächerten Islam. Vertrittst auch du diese Meinung? Wenn ja, dann unterschreibe bitte, um dieser Meinung mehr Gehör zu verschaffen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Ludwigsburg, 09.05.2017 (aktiv bis 08.05.2018)


Debatte zur Petition

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Warum Menschen unterschreiben

Ich bin der Meinung, dass jeder das Recht haben sollte, das zu unterrichten, was man will. Irrelevant ob Ahmadi oder sunni... Wenn die Lehrererlaubnis eingeschränkt wird, dann ist es für mich die Einschränkung der freien Entfaltung der Persönlichkeit ...

Viele meiner Freunde sind davon betroffen und ich könnte in Zukunft auch davon betroffen sein. Wichtig sich dafür einzusetzen!!!

Weil ich selbst ein Mitgliwd der AMJ bin.

Meiner Meinung nach ist es wichtig, da Toleranz ein immer wieder wichtiger werdendes Thema ist. Man muss lernen als gute kooperative Multi Kultur zu leben.

Allem sollen das Recht gegeben werden als Lehrer das Fach zu unterrichten welches sie möchten. Warum sollten Ahmadis ausgeschlossen werden

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