openPetition wird europäisch. Wenn Sie uns bei der Übersetzung der Plattform von Deutsch nach Deutsch helfen wollen, schreiben Sie uns.
close
Bild zur Petition mit dem Thema: Wir sagen NEIN zu einer eingeschränkten Lehrererlaubnis in Baden-Württemberg Wir sagen NEIN zu einer eingeschränkten Lehrererlaubnis in Baden-Württemberg
  • Von: Aysenur Dagli (Muslimsche IRP Studierende ... mehr
  • An: Projektbeirat Islamischer Religionsunterricht
  • Region: Baden-Württemberg mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 231 Tage verbleibend
  • 710 Unterstützende
    71% erreicht von
    1.000  für Sammelziel

Wir sagen NEIN zu einer eingeschränkten Lehrererlaubnis in Baden-Württemberg

-

Liebe Kommilitonen im Lehramtsstudium Islamische Theologie/Religionspädagogik, liebe Lehrer, liebe Freunde und Interessierte an der Thematik. Es wird derzeit darüber diskutiert eine Ijaza-Ordnung, ähnlich der kirchlichen Lehrerlaubnis, für zukünftige Lehrer des Islamischen Religionsunterrichts in Baden-Württemberg zu verfassen. Zur Orientierung dazu dienen bereits bestehende Ijaza-Ordnungen aus anderen Bundesländern. Diese beinhalten teils problematische Kriterien für die Akzeptanz und Möglichkeit des Entzugs der Lehrerlaubnis, wie z.B. Eingriff in die private Lebensgestaltung, Bekleidung, Gemeindeengagement, etc. Es ist daher an der Zeit, sich zu fragen welchen Islam wir hier eigentlich haben wollen. Gibt es ein Islamverständnis, auf das sich alle einigen können, ohne dass wir andere ausgrenzen oder in Schubladen stecken, weil sie beispielsweise kein Kopftuch tragen, keiner bestimmten Gemeinde angehören oder Schiiten sind? Niemand soll rein nach Äußerlichkeiten betrachtet werden, sondern danach, was er fachlich und pädagogisch mitbringt.

Begründung:

Wenn man die Diversität der Muslime hierzulande betrachtet, was Herkunftsland, Sprache, Kultur, Bildungsgrad, sozialer Status, Einkommen etc. angeht, mag das Unterfangen schwierig erscheinen, aufgrund dieser Vielfalt eine genuin deutsch-muslimische Identität zu entwickeln,. Was aber in anderen Ländern bereits Realität ist, wie beispielsweise in den USA, England oder Südafrika, kann jedoch auch hier durchaus Wirklichkeit werden. Zu dieser Identitätsbildung wollen wir als zukünftige Religionspädagogen beitragen. Sehr wichtig dafür ist es, dass der Islam deutschsprachig wird, d.h. dass wir den Islam hier bei uns in Deutschland aus etwas Fremdem zu etwas Vertrautem machen. Als zukünftige Religionspädagogen wollen wir im Rahmen des gesetzlich erteilten Erziehungs- und Bildungsauftrags der Schule dazu beitragen, den Schülern auf Deutsch Kenntnis darüber zu vermitteln, was das Wesen des Islam ausmacht. Ein entscheidendes Hauptcharakteristikum hierbei ist für uns die individuelle Verantwortung vor Gott, d.i. Allah und die damit verbundene Freiheit von jeglichen Zwängen. Wesentlich ist, dass man lernt Toleranz und Akzeptanz zu üben, d.h. sein eigenes, selten theologisch-wissenschaftlich gewonnenes Vorverständnis und die eigene, in den Familien und in den national geprägten Gemeinden gelebte Praxis zu relativieren und andere Muslime mit anderen Ansichten und Umsetzungen zu akzeptieren und wertzuschätzen. Politisch-ideologisch gefärbte Streitigkeiten und Diskussionen wollen wir nicht aus den Herkunftsländern unserer Eltern und Großeltern hierhertragen. Daher stehen wir dezidiert ein für eine Akzeptanz all derjenigen, die sich selbst als Muslime bezeichnen, ob Sunnit, Schiit, Ahmadiyya oder Sufi. Alle sollen ihren Platz in der muslimischen Community in Deutschland haben. Denn wir akzeptieren innerislamische Heterogenität und Pluralität und befürworten Einheit in der Vielfalt.

Wir stehen für einen toleranten, offenen und breitgefächerten Islam. Vertrittst auch du diese Meinung? Wenn ja, dann unterschreibe bitte, um dieser Meinung mehr Gehör zu verschaffen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Ludwigsburg, 09.05.2017 (aktiv bis 08.05.2018)


Debatte zur Petition

PRO: Wenn mein Schuldirektor eine Kreuzkette um den Hals tragen darf und wir nichts dagegen haben, dann sollte eine muslimische Lehrkraft auch das Recht haben ein Kopftuch zu tragen!

Noch kein CONTRA Argument.
>>> Schreiben Sie das erste CONTRA-Petition Argument


Warum Menschen unterschreiben

Ich bin für freie Berufswahl.

ICh möchte wissen, was und wo mit meinen Steuergeldern finanziert wird .

Ich möchte, daß Friede unter den Menschen herrscht. Religion: - religio - Verbindung , was wäre der Mensch ohne Verbindung, Kontakt, Bezug, Beziehung und Freundschaft zu anderen Menschen ? Unser Himmel sollte hier bei uns sein und nicht ...ganz weit ...

Weil ich generell für Akzeptanz anders Denkender bin und auch dafür bin, dass der Religionsunterricht in unseren Schulen auf deutsch gehalten wird und in Religion die Kinder auch darin unterrichtet werden, dass jemand, der anders glaubt, deswegen nic ...

Für jeden das gleiche Recht!

>>> Zu den Kommentaren


Formular auf der eigenen Webseite einbinden


Banner auf der eigenen Webseite einbinden

Code-Snippet Horizontal:      
Code-Snippet Vertikal:           
Code-Snippet Vertikal:           

Letzte Unterschriften

  • Michael H. Freudenstadt vor 4 Tagen
  • Sonja J. Laichingen vor 7 Tagen
  • Nicht öffentlich Fischingen am 09.09.2017
  • Dieter T. Eimeldingen am 31.08.2017
  • Angelika E. Konstanz am 30.08.2017
  • Nicht öffentlich Böblingen am 29.08.2017
  • Nicht öffentlich Sigmaringen am 28.08.2017
  • Nicht öffentlich Ihringen am 28.08.2017
  • Stefan B. Loßburg am 27.08.2017
  • Sabrina Da S. Neckarbischofsheim am 26.08.2017
  • >>> Alle Unterschriften

Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer

 l.instagram.com    E-Mail    Facebook    Websuche  

Unterstützer Betroffenheit