Region: Germany

Wirtschaftshilfen für das Busgewerbe im Zusammenhang mit der Corona-Krise

Petition is directed to
Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags
418 Supporters 418 in Germany
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  1. Launched May 2020
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Dies ist eine Online-Petition des Deutschen Bundestags.

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Zur Rettung des Busgewerbes fordern wir Sie auf:1) Öffnen Sie den Reiseverkehr. Für das Überleben des Tourismus brauchen wir die komplette Freigabe ab dem 28.5.20.2) Entschädigen Sie uns für den Ausfall. Seit dem 13.3.20 erlitten wir insgesamt 76 Ausfalltage. Bei ca. 20000 Reisebussen in Deutschland und einem Stehgeld von EUR 300 ergibt dies einen Finanzbedarf von 456 Millionen.3) Sichern Sie unsere Liquidität. Hierzu brauchen Betriebe Zugang zu KfW-Krediten mit 100% Risikofreistellung.

Reason

A) Der Busreiseverkehr ist der erste Wirtschaftssektor, der von der Krise erfasst wurde. Bereits im Dezember 2019 begann eine Welle von Stornierungen asiatischer Kunden. Und wir werden unter den letzten Branchen sein, die zu ihrer beruflichen Normalität zurückkehren können – im Sinne von offenen Grenzen, und internationaler Reisefreiheit in großen Personengruppen, die nahe beisammensitzen. B) Im Gegensatz zu anderen Branchen mussten Busunternehmen und Busreiseveranstalter in vielen Fällen bereits erhaltene Anzahlungen an Kunden zurückzahlen. Wir haben dadurch nicht nur unser laufendes Geschäft verloren, sondern auch Umsätze aus der Zeit vor Corona. Ebenso haben wir vielfach Anzahlungen, die wir bereits an Hotels, Restaurants und andere touristische Dienstleister geleistet hatten, ohne Rückerstattung verloren. Und wir haben unsere Mitarbeiter für die Rückabwicklung aller Geschäfte bezahlt, statt für das Verkaufen. Wir sind finanziell zwischen die Mühlen geraten. C) Die z. T. bereits existierenden staatlichen Hilfsprogramme sind großartig, aber sie lösen unser Problem nicht. Ein staatlich besicherter Kredit, den wir später zurückzahlen müssen, verschiebt nur das Problem. Wir können das verlorene Geschäft nicht nachholen, denn auch nach der Krise kann ein Bus nicht 60 Tage pro Monat rollen. D) Das bedroht nicht nur das Überleben einiger Betriebe, sondern unserer gesamten Branche. Einer Branche, die in großen Teilen aus generationenalten Familienbetrieben besteht, in denen es nicht nur darum geht, einen Job zu verlieren, sondern ein Lebenswerk. E) Wir sind ein wichtiger Bestandteil der europäischen Wirtschaft. Wir befördern Millionen von Touristen – viele von ihnen von außerhalb der EU – kreuz und quer durch den Kontinent, wo sie dann Geld in Hotels, Restaurants, Geschäften, Museen, Events, Messen und Kongressen ausgeben. Der Wegfall unserer Branche würde einen Dominoeffekt auf die Volkswirtschaften Europas ausüben. F) Laut einer aktuellen Umfrage des deutschen Busunternehmerverbandes BDO unter seinen Mitgliedern können 90% von ihnen wirtschaftlich nur noch einige Wochen überleben. G) Auch wenn die Beschränkungen sofort aufgehoben würden, könnten wir nicht einfach die Türe öffnen und etwas verdienen, wie es ein Handelsbetrieb kann. Wir werden Zeit brauchen, um unsere Reiseziele auszuwählen, Reiseabläufe zu organisieren, touristische Dienstleistungen zu buchen, die Reisen in Katalogen und Webseiten zu bewerben, unsere Kunden zu beraten, die Produkte zu verkaufen und alle nötigen Dokumente auszustellen. H) Wir können dieses „Hochfahren“ derzeit nicht einmal vorbereiten, denn wir wissen nicht, zu welchem Zeitpunkt Reisen wieder erlaubt sein wird, und wohin. Wir haben keinerlei Perspektive oder Fahrplan für eine Wiederaufnahme unserer Arbeit, und über eventuell nötige Beschränkungen oder Bedingungen. Wir wissen noch nicht einmal, ob Reisen wie früher jemals wieder möglich sein werden.

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