• Von: Nicht öffentlich
  • An: Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags
  • Region: Deutschland mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 21 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Wirtschaftspolitik - Verstärkter Einsatz der Bundesregierung für die Zukunftsprojekte der Hightech-Strategie

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Mit der Petition soll erreicht werden, dass sich die Bundesregierung verstärkt für die Zukunftsprojekte ihrer Hightech-Strategie unter Einbeziehung der Disziplinen Herstellung, Lieferung, Instandhaltung, Recycling und Nutzung einsetzt.

Begründung:

Das heutige Wirtschaften findet auf sehr unterschiedlichen Leistungsniveaus statt. Bei der Warenherstellung mit einer kontinuierlichen Verbesserung der Ablaufgestaltung und Abwicklung ist es relativ hoch. Bei allen anderen Disziplinen, auch weil dort Ablaufgestaltung kaum existiert, ist es dagegen gering. Zukünftiges Wirtschaften erfolgt wertschöpfungsorientiert, nachfragegesteuert, digitalisiert, automatisiert. Waren werden über den gesamten Lebenszyklus administriert, Abwicklungen aller Disziplinen gestaltet und koordiniert.Informationsdienste sind die Leistungsträger. Sie überwinden Organisationsgrenzen kommunikativ im Internet, operativ in den Datenmodellen logistischer Prozessablaufketten. Mit ihnen werden logistische Standorte versorgt, entsorgt und vernetzt, in dicht besiedelten Ballungsgebieten, in dünn besiedelten Flächengebieten. Über Jahrzehnte entsteht ein digitalisiertes, automatisiertes, ökonomisch leistungsstarkes, ökologisch vorbildliches globales Logistiknetzwerk, das Arbeits-, Dienstleistungs-, Investitionsgüter- und Gebrauchsgütermärkte nachhaltig auslastet.Wertschöpfungsketten verändern sich mit der Zeit. Im Wettbewerb um die schnelle, bedarfsgesteuerte Warenversorgung siedeln Produzenten ihre Fertigungen absatznah an, versorgen Verbraucher über vernetzte Produktions- und Lieferketten direkt. Aus neuem Wissen entstehen neue Berufsfelder, technische Systeme, IT-Anwendungen. Im diesem Zukunftsszenario erzielen Informationsdienste bereits ohne Investitionsaufwand erheblichen ökonomischen Nutzen. Dafür nehmen Anwender Abhängigkeiten in Kauf, die sich schnell zu Abhängigkeiten ganzer Volkswirtschaften entwickeln! Noch ist nicht bekannt, wer als erster ServiceProvider Informationsdienste ankündigen wird und damit über die globale Gestaltungshoheit des Wirtschaftens verfügt. Deutschland nimmt an diesem Wettbewerb nicht teil, fokussiert sich vielmehr auf die Warenherstellung und sucht in den Unternehmen nach potentialträchtigen Verbesserungspotentialen. Die Warenlieferung, das strategische Zentrum des Wirtschaftens, ist dort allerdings nicht zu finden. Hierfür ist eine unternehmensübergreifende, marktorientierte Sicht erforderlich. Bis der ServiceProvider seinen Leistungsbetrieb aufnimmt, muss die deutsche Volkswirtschaft warten. Und erst, wenn Schnittstellen dafür bereitstehen, können selbstentwickelte Systeme, Dienste, Anwendungen in das globale Logistiknetzwerk eingebunden werden. Dazu gehören dann auch alle Industrie 4.0-Anwendungen.Entwickelt sich dieses Szenario real, wird Deutschland die Gestaltungshoheit über das zukünftige Wirtschaften entzogen. In der Folge gehen langfristige Auslastungspotentiale von Arbeits-, Dienstleistungs-, Investitionsgüter- und Gebrauchsgütermärkten wieder verloren.Soll dieses sehr realitätsnahe Szenario noch verhindert werden, muss sehr schnell und zielführend gehandelt werden.

25.04.2016 (aktiv bis 28.07.2016)


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