Region: Bayern

Würdevolle Bedingungen, für Menschen mit Einschränkung, schaffen.

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Bayerischer Landtag

0 Unterschriften

Die Petition wurde abgeschlossen

0 Unterschriften

Die Petition wurde abgeschlossen

  1. Gestartet 2021
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Beendet

Petition richtet sich an: Bayerischer Landtag

Wir fordern Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Behinderungen einen würdevollen Platz, innerhalb der Gesellschaft zu schaffen.
1. Psychisch krank bzw. behindert sind Bezeichnungen, welche Betroffene abwerten, daher wäre eine Änderung zu "Menschen mit Einschränkung" bzw. "Beeinträchtigung", notwendig.
2. Menschen mit Einschränkung sollten Individuell unterstützt werden und nicht nach Diagnosekriterien, da Symptome, trotz gleicher Diagnose, oft unterschiedlich sind.
Es gibt vor allem bei der Suche nach Wohnraum zu wenig Möglichkeiten auf die individuellen Bedürfnisse eingehen zu können, ohne dass Betroffene ihr Umfeld verlassen müssen.
Es gibt TWGs oder Wohnheime, welche aber nicht für alle Menschen mit Einschränkungen geeignet sind, zum einen weil das enge Zusammenleben oft zusätzlich belastet und zum anderen, da diese Wohnformen an Bedingungen geknüpft sind, welche Betroffene eher einschränken als ihnen helfen. Daher wäre es notwendig, gerade auch in München, dass Menschen mit Einschränkungen bei der Wohnraumsuche Individueller unterstützt werden und durch Erleichterung auf dem freien Wohnungsmarkt bzw. Sozialwohnungen begleitet und gefördert werden.
3. Finanzielle Notlagen sind vor allem bei Menschen mit Einschränkungen ein großes Thema, da Einschränkungen das Ausüben von Tätigkeiten oft verhindern und Alg 2, bzw. Sgb 12, nicht ausreichen, um neben der Zahlung von Miete, Rechnungen und den Lebensbedarf am Gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, sich mal einen Wunsch zu erfüllen oder durch einen Erholungsurlaub von den täglichen Belastungen zu erholen. Daher würden wir uns für diese Menschen eine Aufstockung bzw. zusätzliche finanzielle Mittel wünschen, um nicht zusätzliche Baustellen aufkommen zu lassen und den Umständen entsprechend an gesellschaftlichen Aktivitäten teilnehmen zu können.
4. Wir fordern dass Menschen mit Einschränkungen, durch Kliniken, Therapeuten, Psychiater und weitere Hilfsbegleiter, würdevoll behandelt werden. Das heißt, dass entsprechende Einschränkungen ernst genommen werden, dass individuell die Stärken und Bedürfnissen der Betroffenen unterstützt werden und dass sämtliche Hilfen und Angebote übersichtlich, leicht verständlich zugänglich gemacht werden, da dies derzeit nur durch ausführliche Recherchen möglich ist.
Wir fordern zusätzlich, dass das Personal im Umgang mit den Betroffenen regelmäßig überprüft wird, um den Schutz der Patienten zu gewährleisten. Dazu gehört auch, dass sich Betroffene wehren können, wenn diese das Gefühl bekommen, dem Personal in Kliniken, Einrichtungen etc hilflos ausgesetzt zu sein.
5. Wir wünschen uns auch das Erleichtern von Möglichkeiten, entsprechende Diagnostikverfahren, wahrnehmen zu können. Beispielsweise Autismus.
6. Bildung sollte individuell auf Menschen mit Einschränkungen angepasst werden, indem man im Einzelfall Anforderungen und Kosten reduziert oder wegfallen lässt. Das würde vielen Menschen helfen, ihre Stärken zu nutzen und schlussendlich unterstützen sich auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren.

Begründung

Menschen mit Einschränkungen haben es durch Schicksale, Traumata oder den entsprechenden Einschränkungen grundsätzlich nicht leicht und verdienen mehr Entlastung durch Politik und Gesellschaft.
Denn diese Situation kann jeden Menschen treffen, sei es durch einen Unfall, durch Burnout, daher sollten wir als Gesellschaft zusammen stehen und den Menschen, welche durch Einschränkungen vorbelastet sind, möglichst viel Lebensqualität ermöglichen.
Bei manchen lindert dies vielleicht nur die Belastung bzw. Die Beschwerden, aber einige könnten den Weg zurück in ein befreites, beschwerdefreies Leben finden.
Menschen mit Einschränkungen sind durch verschiedene Faktoren daran gehindert, ihren Wünschen und Zukunftsplänen folgen zu können, sei es durch hohe Kosten oder diversen Anforderungen bei Bildung und Arbeit.
Ebenso sollte durch Aufklärung das Leben für Menschen mit Einschränkungen erleichtert werden, vor allem wenn diese Menschen ernst genommen werden und sich entsprechend besser in dieser Gesellschaft zurecht finden können.
Ich selbst bin betroffen und weiß wie hart das Leben mit entsprechenden Einschränkungen ist, auch kenne ich viele Menschen denen es ähnlich geht, darum bitte ich dringlichst dazu, entsprechende Änderungen für ein würdevolles Leben auf den Weg zu bringen.
Daher eine kurze Information über meine Vergangenheit:
Geprägt, durch viele „traumatische Erlebnisse und gesundheitlichen Einschränkungen“, aber auch durch harte Arbeit (täglicher Kampf), professionelle / soziale Unterstützungund durch ein mittlerweile „enges und stabiles Umfeld“, bin ich auf einem guten Weg, zurück ins Leben zu finden. „Dafür, im Übrigen bedanke ich mich von ganzem Herzen, ohne euch (Freunde, Schwester, Verein und professionelle Begleiter), würde ich wahrscheinlich immer noch, am Boden sein. Dank euch und eurer Unterstützung, bin ich heute auf besten Wege, zu einem stabilen Lebensabschnitt, Danke dafür und für alles was noch kommen wird“. Nicht immer fehlerfrei, geradeaus oder tolerant / offen fürmeine Mitmenschen, aber trotzdem „immer das Herz am rechten Fleck“ und für Mitmenschen „auf seine Art“, engagiert. „Nicht alle Entscheidungen, Verhaltensweisen und lange Zeit auch Meinungen, waren „richtig“, aber ich durfte aus „diesen Fehlern“ lernen und wachsen. „Immer wieder mit Problemen in „sozialen Situationen“, in Heimen, Schulen oder in der Familie, schaffte ich im zweiten Ablauf, die „Mittlere Reife mit Qualifikation“. Praktika, Lehrgänge / Ausbildung und Arbeit, waren „immer“ nur zum Teil möglich. Nicht weil ich nichtwollte, sondern, weil sämtliche gesundheitlichen Einschränkungen dies nicht zuließen. Auch heute versuche ich es immer wieder, was oft leider nur kurze Zeit funktioniert. Dafür schäme ich mich auch sehr“. Sportlich leider oft durch Verletzungen zurückgeworfen, waren der Traum „sportlich etwas zu erreichen“, 2010, durch eine „schwere Folge von Verletzungen“, endgültig vorbei. Nach langer Pause schloss ich mich 2014 dem „FC Wacker München“ an aufgrund seiner Einstellung im sozialen Bereich. Aufgrund meiner Gesundheit und damaligen sozialen Situation, musste ich, bis 2020 erneut pausieren. Seitdem spiele ich auch wieder aktiv. Durch Corona gab es dann ab Anfang November eine erneute Pause. Diese Zeit nutzte ich und machte eine weitere Therapie, in dieser ich sämtliche Patienten zum Sport motivierte und während meiner Zeit dort „Intensiv“ fortführte. Diese Erfahrung legt den Grundstein, dieser Idee – Gründung „Spaß an Bewegung, durch Einschränkungen“. Vor allem, da trotz meiner vorzeitigen Entlassung, dieses Projekt, weiter ausgeübt wird und von den Patienten „auch für die Zeit, nachder Klinik, gewünscht“ wurde. Für diese Erfahrung, das Annehmen / Teilnehmen (auch nach meiner Entlassung), die Entwicklung bei vielen von euch und eurer Dankbarkeit (Feedback und von allen unterschriebener Ball zum Abschied), danke ich euch aus tiefsten Herzen. Dies überwältigt mich auch heute noch und motiviert mich „unser Projekt“ anzugehen und möglich zumachen. Ich selbst habe viele Fehler begangen, sei es im Sozialen, sei es finanziell etc. Daher ist es mir wichtig, Menschen mit Einschränkungen eine große Last zu nehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Luciano Boruszewski

Bild mit QR code

Abrisszettel mit QR Code

herunterladen (PDF)

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 11.07.2021
Sammlung endet: 10.10.2021
Region: Bayern
Kategorie: Soziales

Mehr zum Thema Soziales

36 %
11.037 Unterschriften
112 Tage verbleibend
100 %
4.424 Unterschriften
27 Tage verbleibend

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern