Deutschland braucht einen Beauftragten gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit!

Islam- und Muslimfeindlichkeit betreffen uns alle, denn sie sind Türöffner in die bürgerliche Mitte. Dort angelangt, ebnen sie den Weg für Hass und Gewalt gegenüber weiteren Minderheiten bis hin zu politisch Andersdenkenden. Es ist ein Hass, der das gesellschaftliche Klima in unserem Land vergiftet und die Menschen spaltet. Ein Hass wiederum, der sich zunehmend in gewalttätigen Übergriffen äußert, ist eine große Gefahr für unsere Gesellschaft, ihren Zusammenhalt und die Demokratie.

Im Jahr 2015 legte die Bertelsmann-Stiftung alarmierende Zahlen vor: 57 % der nichtmuslimischen Mehrheitsbevölkerung gaben mittlerweile an, dass der Islam eine Bedrohung sei. Alleine 2017 erfasste das Bundesinnenministerium bereits über 1000 islamfeindliche Straftaten. Angriffe auf Muslime und Schändungen ihrer Gotteshäuser sind keine Seltenheit mehr. Auch mit Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt müssen Muslime kämpfen und haben es wesentlich schwerer als Nichtmuslime, trotz identischer Qualifikationen. Darüber hinaus machen Parteien und Bewegungen mit antimuslimischen Aussagen erfolgreich Politik und starre Stereotype dominieren unsere Berichterstattung über den Islam. Dagegen muss etwas getan werden!

Ja, es gibt ein Problem mit Islam- und Muslimfeindlichkeit in unserem Land.

Reason

Der Innenminister ist hier als Förderer des gesellschaftlichen Zusammenhalts zweifelsohne in der Pflicht, auf diese gefährlichen Entwicklungen zu reagieren. In diesem Jahr hat die Bundesregierung das Amt des Antisemitismusbeauftragten ins Leben gerufen. Dies war ein richtiger Schritt im Kampf gegen den wieder erstarkenden Judenhass in unserem Land. Aufgrund der aktuellen Situation und der mittlerweile tief verwurzelten antimuslimischen Stimmung in allen Schichten der Bevölkerung ist es daher höchste Zeit, im Innenministerium auch ein Ressort für einen Beauftragten gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit einzurichten. Es wäre ein wichtiges Zeichen, dass Deutschland das Problem anerkennt und auch konsequent angeht. Zum Wohl eines friedlichen Zusammenlebens und in Hinblick auf unsere gemeinsame Zukunft müssen wir gerade in solch schweren Zeiten vereint gegen Diskriminierung einstehen. Hass ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Die Standhaftigkeit einer Demokratie beweist sich nicht in ihren guten, sondern erst in ihren schweren Tagen.

Zeigen Sie Courage und helfen Sie mit, unsere Forderung zu verbreiten.

Jede Stimme zählt! Unterschreiben Sie jetzt unsere Petition.

„Niemand darf wegen seines […] Glaubens, seiner religiösen […] Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“ - Artikel 3 III Grundgesetz


Unterstützer/innen unserer Petition:

Aktionsbündnis muslimischer Frauen in Deutschland e.V.

Ali Can, Initiator der #MeTwo Kampagne

Ármin Langer, Autor, Mitbegründer Salaam-Schalom Initiative

Aylin Cerrah, Abgeordnete im Kreistag Plön

Eren Güvercin, freier Journalist

Fereshta Ludin, Lehrerin und Autorin

Furat Abdulle, Spoken Word Künstlerin

GESICHT ZEIGEN! Für ein weltoffenes Deutschland

GRIPS Theater

JUMA - jung, muslimisch, aktiv | Berlin

Khola Maryam Hübsch, Journalistin, Publizistin und Aktivistin

LAG Migration und Flucht - Bündnis 90/DIE GRÜNEN | Berlin

Nina Mühe, Projektkoordinatorin von CLAIM

Prof. Dr. Iman Attia, Alice Salomon Hochschule Berlin

Prof. Dr. Stefan Muckel, Universität zu Köln

Prof. em. Dr. Werner Schiffauer, Europa-Unversität Viadrina

Sulaiman Wilms, Chefredakteur Islamische Zeitung

Verband muslimischer Lehrkräfte e.V.

Zentralrat der Muslime in Deutschland


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Quellen:

www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/Projekte/51_Religionsmonitor/Zusammenfassung_der_Sonderauswertung.pdf

www.morgenpost.de/politik/article213442107/Mehr-als-1-000-islamfeindliche-Straftaten-im-Jahr-2017.html

www.wzb.eu/de/pressemitteilung/andere-werte-weniger-chancen

www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/180773/muslimfeindlichkeit-als-rechtsextremes-einfallstor

Thank you for your support, Mulla Çetin from Berlin
Question to the initiator

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News

pro

Da es nun einen Antisemitismusbeauftragten geben soll,halte ich es für folgerichtig auch einen Islamophobiebeauftragten in den Bundestag zu bringen.Islamophobie ist eine der verbreitetesten Diskriminierungsformen unserer Zeit,vllt die verbreitetste momentan in Deutschland.Viele Betroffene können davon ein Lied singen. Gleichzeitig wird ihre Existenz noch von vielen geleugnet,vermutlich,weil sie selbst Vorurteile haben.Dabei möchte ich anmerken,dass Alltagsrassismus keiner Ideologie bedarf,wir können uns rassistisch verhalten ohne es zu wollen.Ein Beauftragter könnte zu mehrAwareness verhelfen

contra

Wir brauchen dringend einen Beauftragten, der über den Islam umfassend und wahrheitsgetreu aufklärt. Auch dann, wenn die Wahrheiten ggf. einigen Politikern und Mitbürgern unangenehm sind und ihr Weltbild erschüttern.

Why people sign

  • Nicht öffentlich Frankfurt (Oder)

    5 days ago

    Weil der Hass zunimmt.

  • 8 days ago

    Weil Muslimfeindlichkeit wie auch Antisemitismus bekämpft und geächtet gehört!

  • Alan Suliman Hohen Neuendorf

    8 days ago

    Weil ich im Alltag die Diskriminierung erlebe

  • on 11 Jun 2019

    Damit Ungerechtigkeit aus der Welt Geschäft werden kann. Mensch ist Mensch egal welche Hautfarbe noch Vorlieben noch Religion er angehört alle gleich.

  • on 10 Jun 2019

    Weil die Zustände in Deutschland miserabel sind, gegenüber Muslimischen Mitbürgern. So darf es nicht mehr weiter gehen ! Man darf so etwas nicht tolerieren ! Es muss so schnell wie möglich etwas dagegen unternommen werden !

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