Петицията е адресирана до:
Petitionsausschuss des deutschen Bundestages
Nach der EU-weiten Umfrage im Sommer 2018, in der sich 84% der Teilnehmer für die Abschaffung der Zeitumstellung aussprachen, ist bisher noch nicht viel an die Öffentlichkeit gedrungen, wie es im Zeitplan dieser Umsetzung weiter gehen soll. Verkündet wurden ursprünglich das letztmalige Umstellen der Uhren im März 2021 und danach (in Deutschland) die Beibehaltung der Sommerzeit.
Sicherlich hat die Corona-Gesundheitskrise im vergangenen Jahr einen großen Anteil daran, die Abschaffung der Zeitumstellung keine Priorität hatte. Gleichwohl geht es auch bei diesem Thema um „Gesundheit“, nämlich die der 446 Mio. Einwohner der EU als ganzes; und auch allein in Deutschland die der ca. 34 Mio. Einwohner, die bei einer repräsentativen Umfrage 2018 angaben, unter Schlafproblemen zu leiden - Tendenz steigend (https://www.dak.de/dak/bundesthemen/muedes-deutschland-schlafstoerungen-steigen-deutlich-an-2108960.html#/)
Knackpunkt, warum EU-weit bisher noch keine Einigkeit erzielt werden konnte über die Zeitzone(n), die zukünftig gelten sollten, war u.a. die Befürchtung eines „Flickenteppichs“. Doch auch andere Kontinente bzw. große Länder wie die USA, Australien, Brasilien oder Russland kommen bestens mit mehreren Zeitzonen klar. Warum sollte die EU das nicht auch schaffen, wo es doch bisher auch schon drei verschiedene Zeitzonen gibt?
Ein offensichtlicher Mangel der EU-Umfrage war leider, dass keine Zeit vorgegeben wurde, „für“ oder „gegen“ die man hätte abstimmen können. Stattdessen wurde am Ende eine „Geschmacksfrage“ gestellt, ob die Teilnehmer eher „Sommer“- oder „Winterzeit“ bevorzugten. Am einfachsten und geografisch sicherlich am sinnvollsten wäre es jedoch, überall zur so genannten „Normalzeit“ zurück zu kehren. Denn die „Sommerzeit“ wurde 1980 als künstliches Verstellen der Uhr um +1 Std. eingeführt, entspricht also per Definitionem der „Zeitumstellung“, mit der die Mehrheit der Menschen Probleme hat. Wer nicht nur wissenschaftlichen Studien dazu glauben will, kann auch selbst beobachten, dass sich die kritischen Kommentare in der Öffentlichkeit und Presse im März signifikant höher sind als im Oktober, wenn die Uhren wieder auf „Winterzeit“ zurück gestellt werden.
Welche Zeit die Menschen nun als angenehmer bzw. für sich passender bevorzugen ist im Übrigen keine „Geschmacksfrage“, sondern abhängig vom angeborenen „Chronotyp“ (Eule/Lerche). Erwiesen ist jedoch, dass auch „Lärchen“ durch Schlafmangel z.B. durch das frühere Aufstehen während den 7 Monate Sommerzeit (=60% des Jahres) zu gesundheitlichen Folgen inkl. mehr Unfällen führen kann (https://www.dguv.de/de/mediencenter/pm/pressearchiv/2020/quartal_3/details_3_400263.jsp). Denn anders, als die meisten Menschen denken, können sie ihren Schlaf-/Wach-Rhythmus nicht dauerhaft durch die Uhr beeinflussen, sondern nur durch die Menge an Tageslicht, das sie erhalten. Erwachsene bekämpfen deshalb ihre morgendliche Müdigkeit in größtenteils mit Kaffee. Kleine (Schul-) Kinder können dies nicht. Warum die künstlich verlängerten Sommerabende, die viele Menschen dazu bewegten, für die dauerhafte Zeitverschiebung um +1 Std. zu stimmen, den negativen Einfluss der Sommerzeit auf den Schlaf-/Wachrhythmus nicht überkompensieren können, erklärt anschaulich die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes und Wissenschaftsjournalistin, Mai Thi Nguyen Kim in ihrem YouTube-Video "Was die Zeitumstellung mit Deinem Körper macht" (https://youtu.be/WwmQ6RhWk7g)
Причина
Es ist also an der Zeit, dass auch die Politik sich mit den wissenschaftlichen Sachargumenten beschäftigt, die für die Abschaffung der Sommerzeit sprechen. Somit fällt diese Fragestellung - anders als bisher gehandhabt - auch nicht in die Ressorts „Wirtschaft“ oder „Verkehr“, sondern in das der Gesundheit. Während der Coronakrise hat Deutschland bewiesen, dass es zum Schutz seiner Bevölkerung in der Lage ist, national eigenständige Entscheidungen zu treffen (z.B. bei Grenzschließungen) und auf die Erkenntnisse der Wissenschaft zu hören. Warum geht das nicht auch bei diesem Gesundheits-Thema, das deutlich einfacher zu lösen sein sollte?
Mit dieser Petition fordern wir die letztmalige Zeitumstellung in Deutschland zum 31.10.2021 auf dauerhafte Normalzeit bzw. die Abschaffung der Sommerzeit zum 27.03.2022. Statt ewig auf eine Einigung der 36 EU-Staaten zu warten, die vermutlich nie stattfinden wird, sollte Deutschland - mit genügend zeitlichem Vorlauf bis März 2022 - einfach klar kommunizieren, was es vorhat. Die anderen Staaten werden dann aus eigenem Antrieb ebenfalls den für sie besten Weg finden, mit einer dauerhaften Normalzeit umzugehen.