Petition richtet sich an:
Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
Die Politisierung der Naturkatastrophe Corona war und ist ein großes gesellschaftliches und wirtschaftliches Problem.
Jedes Land (im Falle Deutschlands sogar jedes Bundesland oder schlimmstenfalls auch einzelne Landkreise und Städte) hat seine ganz eigenen Corona-Regeln, die in der Regel nicht aufeinander und miteinander abgestimmt sind.
Dass Entscheidungen je nach Infektionsgeschehen lokal getroffen werden, ist grundsätzlich in Ordnung, allerdings sollten die Grundlagen für diese Entscheidungen überall die gleichen sein. (vgl. Art. 3 des Grundgesetzes)
Es wurden und werden unzählige und sehr komplizierte und restriktive Verordnungen und Gesetze erlassen, die die Freiheits- und Grundrechte der Menschen massiv einschränken und der Wirtschaft und Gesellschaft sowie der psychischen Gesundheit und der körperlichen Gesunderhaltung schwerste und teilweise irreparable Schäden zugefügt haben und immer noch zufügen.
Der Staat hat hierbei auch oftmals seine Kompetenzen überschritten, die nicht durch den Erhalt der individuellen physischen Gesundheit, welcher die eigene Verantwortung der Bürgerinnen und Bürger ist, sondern durch die Erhaltung der öffentlichen Gesundheitsversorgung, d.h. die Wahrung der Kapazitätsgrenze des jeweiligen Gesundheitssystems, begrenzt sind.
Diese Grenzlinie muss der Staat zusätzlich zu etwaigen Restriktionen seiner Bürgerinnen und Bürger auch so gut und so weit es geht erhöhen. (vgl. flatten the curve & raise the line)
Obwohl es aus virologischer bzw. epidemiologischer Sicht* nicht notwendig ist, wurden auch in vielen vermeintlich demokratischen europäischen Ländern drakonische Maßnahmen wie z.B. innereuropäische oder sogar intranationale Reiseverbote oder Ausgangssperren erlassen. Spanien beispielsweise hat sogar für sechs Wochen alle Kinder in den Wohnungen ihrer Eltern eingesperrt!
*Quelle: Epidemiologe Timo Ulrichs von der Akkon Hochschule in Berlin: https://www.br.de/nachrichten/wissen/corona-krise-sind-ausgangssperren-in-deutschland-sinnvoll,Rta6rgr))
Auch branchenspezifische und national, regional oder sogar lokal bisweilen sehr unterschiedlich gehandhabte Wiedereröffnungskonzepte, aber teilweise auch Strategien für erneute Zwangsschließungen, sorgen zurecht für Unmut und schaden der Wirtschaft und dem Ansehen der Politik.
Aus wissenschaftlicher Sicht würden aber folgende vier Maßnahmen genügen:
1.) Kontaktlisten mit einer bestimmen Zahl (je nach Pandemielage z.B. 10, 20, 50 oder 100) Personen, zu denen man engen Kontakt haben darf, d.h. Kontakte, für die die nachfolgenden Regeln nicht gelten (z.B. auch Schulklassen). Diese Listen werden dann im Bedarfsfall für die Kontaktverfolgung benutzt.
2.) In Innenräumen zur Vermeidung von Tröpfcheninfektionen 2 Meter Abstand zu fremden Personen (Menschen, die nicht auf der Kontaktliste stehen), draußen sowie drinnen mit Maske bzw. Mund-Nasen-Bedeckung 1 Meter.
3.) Gute Belüftung von Innenräumen zur Vermeidung von Aerosolinfektionen, z.B. durch offene Fenster oder Abzugsanlagen.
4.) Namentliche Anmeldung und an die Umgebung angepasste Personenobergrenzen für öffentliche Einrichtungen und Veranstaltungen.
Zudem muss der behördlich verordnete Desinfizierungsfetisch beendet werden, da das Coronavirus gemäß dem momentanen Stand der Wissenschaft* kaum oder gar nicht durch Kontaktinfektion (Schmierinfektion) übertragbar ist.
*Quelle: Prof. Dr. Christian Drosten im Podcast »Coronavirus Update - Folge 40« / https://www.ndr.de/nachrichten/info/40-Coronavirus-Update-Jetzt-ist-Alltagsverstand-gefragt,podcastcoronavirus208.html))
Diese vier Maßnahmen müssten solange gelten, bis innerhalb einer Region keine exponentiell zunehmenden Mensch-zu-Mensch-Übertragungen über einen gewissen Zeitraum (z.B. zwei Wochen) mehr nachgewiesen werden.
Alle Betriebe und Unternehmen, die diese vier Regeln einhalten können, dürfen wieder ihrer Arbeit nachgehen und ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten.
Eine mindestens europa-, bestenfalls weitgehend weltweit so weit es geht einheitliche Bekämpfungsstrategie wäre aus epidemiologischen, aber auch aus wirtschaftlichen, politischen und soziologischen Gründen sehr zu begrüßen.