Keine Bevormundung in der Trauer - Weg mit dem Friedhofszwang für Asche

Petition is addressed to:
Landtag von Baden-Württemberg (Petitionsausschuss)

4,839 Signatures

21 %
4,519 from 22,000 for quorum in Baden-Württemberg Baden-Württemberg

4,839 Signatures

21 %
4,519 from 22,000 for quorum in Baden-Württemberg Baden-Württemberg
  1. Launched 14/07/2026
  2. Time remaining > 4 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
personal data
 

I agree that my data may be stored. I can revoke this consent at any time.

Petition addressed to: Landtag von Baden-Württemberg (Petitionsausschuss)

Hiermit bitte ich darum, dass das Bestattungsgesetz BW, gültig ab dem 1. Januar 1971, dahingehend geändert wird, dass die Friedhofspflicht für Asche entfällt:

  1. Von der Asche eines Verstorbenen geht keine Gefahr aus. Das zeigt sich auch darin, dass der Staat bei Tieren deren Asche den Besitzern zur freien Verfügung übergibt.
  2. Die Besuchsbarkeit als Trauerort wird von staatlicher Seite nicht verlangt, sonst wären anonyme Bestattungen und Seebestattung, bei denen nicht einmal die Angehörigen anwesend sein dürfen, verboten.
  3. Sollte es über den Verbleib der Asche Konflikte unter den Erbberechtigten geben, so wäre das wie bisher zu regeln (Vorrang des testamentarischen Willens, ggf. eine gerichtliche Entscheidung). Damit gibt es auch keinen juristischen Grund, sich der Abschaffung des Friedhofzwanges zu widersetzen.
  4. In Art. 2 Abs. 1 i. V. m. Art. 1 Abs. 1 des Grundgesetzes wird das Recht, autonom über das eigene Leben, die Identität und den Körper zu bestimmen garantiert. Dagegen verstößt der Friedhofszwang für Asche in eklatanter Weise.

Offene Fragen die sich mir stellen:
Wer hat das Recht, uns vorzuschreiben, wie und wo wir Trauerarbeit leisten sollen?
Hat der Staat mehr Recht über unsere Asche zu bestimmen als die Angehörigen des Verstorbenen und der Verstorbene selbst?
Haben die Gesellschaft, die Nachbarn, die Kirchen das Recht uns in Fragen zu bevormunden, die nur uns selbst betreffen?

Der Friedhofszwang für Asche ist LEGAL, LEGITIM ist er keinesfalls.
Bitte entsprechen Sie im Namen aller Bürger und Bürgerinnen dieser Petition.

Reason

Ich möchte, dass meine Asche einmal in meinem Garten oder im Rhein mit einer privaten Trauerfeier bestattet wird. Das aber verbietet das Bestattungsrecht in Baden-Württemberg. Wer den Friedhof als Trauer- und Bestattungsort vorzieht, dem darf dies nicht verwehrt werden. Aber uns alle dazu zu zwingen, den Service der Kommunen in Anspruch zu nehmen, widerspricht meiner Betrachtungsweise nach unseren Grundrechten.

Thank you so much for your support, Peter Hakenjos, Pfinztal
Ask the initiator

Petition details

Petition started: 07/14/2026
Collection ends: 01/13/2027
Region: Baden-Württemberg
Topic: Civil rights

Translate this petition now

new language version

News

  • Liebe Mitpetenten,
    ich bin ehrlich überrascht über die Anzahl der Unterschriften. Mittlerweile sind es über 2900, die diese Petition mit uns unterstützen. Mit einer so hohen Beteiligung habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet und wollte, um der Petition noch mehr Gewicht zu geben, bis November mit der Einreichung warten.
    Doch jetzt, meine ich, könnten wir die Petition früher einreichen. Der Landtag in Baden-Württemberg tritt wieder nach dem Ferienbeginn zusammen. Das wäre dann der 12. September.
    Zeitgleich damit würde ich eine Pressemeldung verschicken.
    Wie sehen Sie diese Vorgehensweise?
    Freundliche Grüße aus Pfinztal
    Peter Hakenjos

  • Liebe Mitpetenten,
    die Petition gegen den Friedhofszwang zählt schon über 1800 Unterschriften. Das zeigt, wie stark das Interesse daran ist, sich nicht vorschreiben zu lassen, was mit der Asche eines Verstorbenen zu geschehen hat.
    Ich habe recherchiert, was eine Feuerbestattung auf dem Friedhof in Baden-Württemberg im Durchschnitt kostet. Diese soll auf über 6400 Euro kommen, wobei die Bestatterleistungen 3200 Euro ausmachen. Die Kommunen befürchten sicherlich Einkommensverluste bei einer Abschaffung der Friedhofspflicht. Der Frage, was wichtiger ist, Selbstbestimmung, wie sie im Grundgesetz garantiert wird, oder die Finanzierung von Friedhöfen, weicht man sicherlich aus.
    Da ich gefragt wurde, was auf den Tafeln steht, hier die Texte, die von mir stammen. Das erste Gedicht wurde von Antonio Machado inspiriert, einem spanischen Dichter. Das Foto stammt aus meinem Garten, wo meine Asche eines Tages verstreut werden soll.

    An einem Tag
    einem beliebigen Tag
    Werde ich im Wind ruhen.

    Irgendwann
    Beginnt die Restzeit des Lebens
    eine berechenbare Größe zu werden,
    sich auszudrücken in Bruchteilen
    des Zurückgelegten.
    Irgendwann verengt sich die Perspektive
    des Machbaren.

    Hoffen wir auf den Erfolg unserer Petition und bis bald.
    Viele Grüße aus Pfinztal
    Peter Hakenjos

Die Behauptung "wenn man die Asche auf den Kamisims stellt, wird man nie loslassen können" Ist falsch. In diesem Sinne dürfte man auch keine Photos von Verstorbenen "auf den Kaminsims" oder der Komode aufstellen. Friedhofsbesuche sind für viele Menschen eine psychische Belastung, da sie eine geliebte Person NICHT mit irgendeinem Friedhof identifizieren können. Insbesondere für ältere Hinterbliebene ist der Gang zum Friedhof meist ohne unterstützende Begleitung nicht möglich.

Was passiert Jahre später mit der Asche, wenn sich keiner mehr verantwortlich fühlt? Auch wenn die Person verbrannt ist, sollte die Totenruhe bewahrt werden und eine letzte Ruhestätte gefunden werden. Das muss nicht der Friedhof sein. Das Argument, dass bei Seebestattungen keine Angegörigen anwesend sein dürfen, ist schlicht weg falsch. Die Reedereien bieten wunderschöne Zeremonien an und man kann später den Ort immer wieder besuchen gehen.

Why people sign

Ich wünsche mir, dass es auch in Deutschland möglich wird, die Asche eines verstorbenen geliebten Menschen in einer Urne zu Hause aufzubewahren.

Für mich ist dies eine würdevolle, persönliche Form des Abschieds. Eine verschlossene Urne stellt keine Gefahr für Gesundheit oder Sicherheit dar und kann einen persönlichen Ort der Erinnerung schaffen, ohne dass dafür dauerhaft hohe Friedhofskosten entstehen.

In anderen europäischen Ländern, darunter die Niederlande, die Schweiz, Tschechien und Frankreich, ist die private Aufbewahrung der Urne unter bestimmten Voraussetzungen bereits erlaubt

Weil ich es frech finde so bevormundet zu werden so meine Asche hin darf

Weil es keinen Grund gibt, warum Asche nur an vom Gesetzgeber vorgegeben Orten gelagert werden soll.

In meinem Alter ist man häufig mit dem Tod konfrontiert.
Aus einer Vielzahl von Gründen heraus ist es wichtig und richtig, dass es keinen Friedhofszwang gibt.

Weil alles andere ein Unding in der heutigen Zeit ist - es gibts keinen plausiblen Grund für diesen Zwang

Tools for the spreading of the petition.

You have your own website, a blog or an entire web portal? Become an advocate and multiplier for this petition. We have the banners, widgets and API (interface) to integrate on your pages. To the tools

Translate this petition now

new language version

Help us to strengthen citizen participation. We want to support your petition to get the attention it deserves while remaining an independent platform.

Donate now