18 Unterschriften
Petition richtet sich an: Bürgermeister Ivica Lukanic
- Mehr Bürgernähe durch ein transparentes, demokratisches Verfahren bei Sanierungsprojekten: Eine digitale Bauakte, in der für Beteiligte einsehbar ist, welche Nachweise oder Anträge erforderlich sind und was bereits genehmigt wurde. Fristen, sowohl seitens der Behörde als auch der BauherrInnen können vereinfacht mittels einer Ampel dargestellt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit der mündlichen Erörterung zu online buchbaren Sprechzeiten.
- Eine Ombudsstelle als Schnittstelle zwischen Denkmalschutzbehörde und EigentümerInnen, historischer Immobilien. Diese soll helfen an einer Sanierung interessierte BürgerInnen noch vor dem Kauf einen Überblick zu gewinnen und im Verlauf der Sanierung vor allem bei Konflikten mit der Behörde zu vermitteln.
Begründung
Der Erhalt der historischen Innenstadt ist vielen BürgerInnen in Wolfenbüttel ein Anliegen. Dennoch sind immer mehr Häuser dem Verfall ausgesetzt. Warum ist das so?
- Eine Sanierung wird immer mehr zum Risiko.
Gestiegener Baukosten, Schwierigkeiten geeignete Handwerksbetriebe zu finden, Schwierigkeiten bei der Genehmigung zeit- und umweltgerechter Technik, bei ohnehin erhöhtem Aufwand (z.B. Innendämmung, statt Außendämmung, Wärmepumpen, Photovoltaik) und gestiegenen Energiepreisen.
Für viele Menschen ist die Sanierung eines Altstadthauses nahezu unmöglich geworden mit der Folge, das immer mehr Häuser verfallen.
- Ist die Behörde schuld?
Es greift zu kurz der Behörde die alleinige Schuld zu geben. Die BeamtInnen sind darauf geschult möglichst den Istzustand zu erhalten. Dazu dienen Ihnen Satzungen, wie in Wolfenbüttel die Altstadtsatzung als Entscheidungshilfen. Niedersachsen verfügt zwar über ein extrem fortschrittliches Denkmalschutzgesetz, jedoch sind die Paragraphen eher allgemein gehalten, weshalb es nachvollziehbar ist, das sich die BeamtInnen eher an den konkreter formulierten Satzungen orientieren. Die Satzungen, z.B. die Wolfenbütteler Altstadtsatzung wurde jedoch zu einer Zeit verfasst in der Denkmalschutz allenfalls eine Nebenrolle spielte. Wer sich davon einen Eindruck verschaffen möchte, sollte seinen Blick auf Häuser richten, die bis zum Jahr 2015 errichtet wurden. Die baulichen „Sünden“ würden mehrere Fotobände füllen, von fehlplatzierten Erkern zu Materialien, die nicht zeitgemäß sind und zu teils erheblichen Schäden an der Bausubstanz geführt haben, bis hin zu Anbauten, Teilbabrissen zu Genehmigungen von Veränderungen mit zum Teil Zerstörung von Sichtachsen oder Ensemblen. Bei den wenigen Sanierungen, die fachgerecht erfolgten, handelt es sich meist um öffentliche oder geförderte Bauten. Die Wahrheit ist: die Restaurierung durch Privatpersonen in Wolfenbüttel ist schon lange nicht mehr realistisch umsetzbar.
- Was kann man tun?
Die Geschichte des Denkmalschutzes in Wolfenbüttel, wie sie sich in dem großen Teil der Innenstadt zeigt, beweist, das eine Behörde keine Garantie ist, das Sanierungen fachgerecht erfolgen. Das lässtden Schluss zu, dass eine Behörde, die Ihrer Aufgabe bisher nicht gerecht wurde, offenbar selbst dringend einer Sanierung bedarf.
- Es geht auch anders!
Zahlreiche Beispielen zeigen, das Denkmalschutz und an gegenwärtigen wirtschaftlichen und klimatischen Realitäten ausgerichtete Sanierung möglich ist. Auch für Privatleute.
- Wie wichtig ist Ihnen der Erhalt historischer Bausubstanz in Wolfenbüttel?
Entscheiden Sie selbst?
Möchten Sie, das die historische Innenstadt erhalten wird dann unterschreiben Sie bitte diese Petition. Stimmen Sie gegen den Verfall unserer Innenstadt. Leiten Sie das Anliegen weiter. Schreiben Sie mir, wenn Sie Anregungen haben unter
goodbuys@web.de.
Sprechen Sie mit Ihrer Familie und FreundInnen. Leiten Sie das Anliegen weiter. Umso mehr Menschen diese Petition unterstützen, umso mehr tragen Sie dazu bei, das unsere Stadt eine Perle bleibt.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
22.08.2026
Sammlung endet:
21.02.2027
Region:
Wolfenbüttel
Kategorie:
Bauen
Übersetzen Sie jetzt diese Petition
Neue SprachversionWarum Menschen unterschreiben
Private Initiativen zur Rettung der bedeuteten historischen Fachwerkhäuser sollten von der Stadt priorisiert unterstützt werden durch klare, zeitnahe und juristisch transparente Begleitung in allen Phasen der Restauration. Ich selbst kenne zwei Projekte, bei denen es - gelinde gesagt- suboptimal läuft, hoher finanzieller Schaden entsteht und die Motivation im Keller liegt. Der ausführlichen Darstellung ist nichts hinzuzufügen : jetzt sollte dringend gehandelt werden!
Werkzeuge für die Verbreitung der Petition.
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Gegen persönliche Willkür beim Denkmalschutz!