220 Unterschriften
Petition richtet sich an: GDL und Saarbahn/KAV
Seit Monaten wird der Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Saarbahn bzw. dem Kommunalen Arbeitgeberverband Saar auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen.
Immer neue Streiks, teilweise sehr kurzfristige Ankündigungen und unklare Streikenden machen den öffentlichen Nahverkehr für viele Menschen inzwischen kaum noch planbar.
Besonders betroffen sind Schülerinnen und Schüler, ihre Familien sowie Berufstätige, die auf Bus und Saarbahn angewiesen sind.
Eltern müssen morgens wissen, ob ihr Kind zur Schule kommt – und vor allem, wie es wieder nach Hause kommt. Arbeitnehmer müssen wissen, ob sie ihren Arbeitsplatz erreichen können. Menschen, die bewusst auf das Auto verzichten oder gar keines besitzen, müssen sich auf den öffentlichen Nahverkehr verlassen können.
Dabei geht es längst nicht nur um Familien mit Schulkindern. Tausende Menschen sind auf einen funktionierenden öffentlichen Nahverkehr angewiesen, um zur Arbeit, zur Ausbildung, zu Terminen oder einfach durch ihren Alltag zu kommen.
Uns geht es ausdrücklich nicht darum, das Streikrecht infrage zu stellen oder einer Seite im Tarifkonflikt pauschal die Schuld zu geben.
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben das Recht, für angemessene Arbeitsbedingungen und Bezahlung einzutreten. Gleichzeitig trägt ein öffentliches Verkehrsunternehmen Verantwortung gegenüber den Menschen, deren Mobilität von ihm abhängt.
Nach zahlreichen Arbeitskampfmaßnahmen ist jedoch offensichtlich: Die bisherige Strategie führt zu keiner Lösung. Die Leidtragenden sind zunehmend diejenigen, die auf Bus und Saarbahn angewiesen sind.
Deshalb fordern wir:
- GDL und Saarbahn/KAV müssen unverzüglich wieder ernsthafte Verhandlungen aufnehmen.
- Beide Seiten sollen einer unabhängigen Schlichtung zustimmen, wenn eine direkte Einigung weiterhin nicht möglich ist.
- Die politisch Verantwortlichen der Landeshauptstadt Saarbrücken müssen ihren Einfluss nutzen, um auf eine schnelle Lösung des festgefahrenen Konflikts hinzuwirken.
- Bis zu einer Einigung muss ein verlässliches und frühzeitig kommuniziertes Mindestangebot insbesondere für den Schüler- und Berufsverkehr sichergestellt werden.
Tarifkonflikte gehören zu einer sozialen Marktwirtschaft. Aber ein monatelanger Konflikt ohne erkennbare Perspektive darf nicht dazu führen, dass zehntausende Menschen ihren Alltag nicht mehr verlässlich organisieren können.
Wir erwarten von allen Beteiligten, Verantwortung zu übernehmen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und diesen Konflikt endlich zu lösen.
Der öffentliche Nahverkehr ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Die Menschen im Saarland müssen sich wieder darauf verlassen können.
Begründung
Als Mutter eines Schulkindes erlebe ich inzwischen regelmäßig, dass nicht verlässlich absehbar ist, ob und wie mein Kind zur Schule und wieder nach Hause kommt. Jeder neue Streik bedeutet erneut organisieren, Fahrgemeinschaften suchen, Termine verschieben oder selbst Fahrdienste übernehmen. Für Berufstätige ist das kaum dauerhaft zu leisten. Und noch schwieriger ist die Situation für Familien, die diese Möglichkeit gar nicht haben.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
21.08.2026
Sammlung endet:
20.02.2027
Region:
Saarland
Kategorie:
Verkehr
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Neue SprachversionWarum Menschen unterschreiben
Ich verstehe die Lokführer. Sie wollen/brauchen mehr Lohn. Das steht ihnen zu. Das Streikrecht will ich auch gar nicht absprechen. Sie haben aber mittlerweile ihrem Anliegen genug gehör verschafft. Der Streik wird mittlerweile nur noch auf dem Rücken der Schüler, deren Eltern und Berufstätigen ausgetragen. Unser Sohn kam jeden Tag zu spät zur Schule und bekkam schon mehrere Klassenbucheinträge. Da der Schienenersatzverkehr nicht klappt. Zum einen hält kein Bus an der Haltestelle Gisorstrasse. Die Leute müssen erstmal 10-15 Minuten an eine Bushaltestelle laufen und dann ewig auf den Ersatz warten. Wenn dieser mal kommt, steht er ewig im Stau. Zurück das gleiche Spiel.
Die Lokführer machen den öpnv kaputt. Im Saarland funktioniert es eh schon nicht und mit solchen Aktionen wird es auch nicht besser.
Und ganz ehrlich 10% mehr Lohn ist rotal überzogen.
Einigt euch endlich und hört auf euch gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben!
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Wir wollen wieder verlässliche Verkehrsverbindungen!!!