Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Bitte TEILEN und SEID mit uns gemeinsam laut!
- Kreißsaalsterben stoppen: Keine unkontrollierten Schließungen mehr von kleineren Geburtsstationen und hebammengeleiteten Kreißsälen.
- Freiberuflichkeit sichern: Die stark steigenden Kosten (z. B. für die Haftpflichtversicherung) und Pauschalen für freiberufliche Hebammen müssen staatlich subventioniert und abgesichert weden.
- Mensch vor Fallpauschale: Eine bedarfsgerechte Finanzierung durch Praxisorientierung der Vorhaltepauschalen statt Mengendruck – Geburtshilfe ist Daseinsvorsorge, kein Wirtschaftsobjekt und nur in den seltensten Fällen ein Notfall.
- Echte Wege einplanen: Bei Versorgungsplanungen müssen reale Anfahrtszeiten (inklusive Stau und Baustellen) statt theoretischer Kartenmodelle berücksichtigt werden.
- Mehr Personal & Nachwuchs: Staatliche Zuschüsse zu den Personalkosten und bessere Arbeitsbedingungen, damit ausreichend Nachwuchskräfte gewonnen werden und diese nicht frühzeitig aus dem Beruf ausscheiden oder überwiegend in Teilzeit arbeiten.
Begründung
Die Geburtshilfe in Deutschland steht vor dem Kollaps. Geburtshilfe ist essentielle Daseinsvorsorge, kein Spekulationsobjekt. Der Staat und die Bundesländer dürfen sich nicht ihrer Verantwortung entziehen und dem Sterben der Strukturen einfach zusehen – es müssen jetzt gezielt die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden, bevor es zu spät ist!
- Fehlgesteuerte Ökonomie: Über 70 % der Geburtsstationen schreiben trotz Reform-Bemühungen rote Zahlen. Geburtshilfe braucht eine praxisorientierte, verlässliche Vorhaltefinanzierung statt weiterhin wirtschaftlichem Mengendruck.
- Freiberuflichkeit unter Druck: Explodierende Fixkosten (wie die Haftpflicht) und unzureichende Pauschalen drängen freiberufliche Hebammen aus dem Beruf. Diese Kosten müssen durch staatliche Subventionen aufgefangen werden.
- Der „Google Maps“-Trugschluss: Schließungen schaffen keine sinnvolle Bündelung. Verbleibende Kliniken und Praxen haben nicht automatisch mehr Räume, Betten oder Personal – sie werden schlicht überlastet. Zudem gefährden Anfahrtszeiten von 45 bis 60 Minuten Mutter und Kind akut.
- Praxisschock im Studium: Unterversorgung und Fließband-Betreuung führen dazu, dass Hebammenstudentinnen frühzeitig abbrechen, den Beruf verlassen oder nur noch in Teilzeit arbeiten können oder wollen.
Geburtshilfe ist ein Grundrecht auf sichere Versorgung. Die Politik muss jetzt handeln und die finanziellen Weichen stellen, um Hebammen, Kliniken und den Nachwuchs nachhaltig zu sichern!
Weil Hebammen der Grundpfeiler unsere zukunft sind