105 Unterschriften
Petition richtet sich an: Oberbürgermeister Felix Schwenke
An den Oberbürgermeister der Stadt Offenbach am Main
An die Betriebsleitung des Eigenbetriebs Kindertagesstätten Offenbach (EKO)
An die Mitglieder des Schulausschusses und des Magistrats
Untragbare Zustände in der städtischen Kindertagesstätte 28 (Hafen) – Systemischer Kollaps der Kinderbetreuung in Offenbach
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,
wir, die Eltern der Kita 28 (am Hafen),
wenden uns heute mit einem dringenden Appell an Sie. Seit über einem Jahr befinden wir uns in einem Zustand, der nicht mehr als „vorübergehender Engpass“ bezeichnet werden kann. Es ist ein systematisches Versagen der verlässlichen Kinderbetreuung, das unsere Existenzen bedroht und die Entwicklung unserer Kinder gefährdet.
1. Unzumutbare Belastung für Berufstätige:
Die aktuelle Situation ist für berufstätige Eltern katastrophal. Viele von uns sind seit Monaten -immer wieder und nicht planbar- gezwungen, ihre Kinder parallel im Homeoffice zu betreuen – ein Zustand, der weder dem Kind noch dem Arbeitgeber gerecht wird und zwangsläufig zu psychischer Überlastung führt. Besonders prekär ist die Lage für Eltern in Berufen des öffentlichen Dienstes, im Gesundheitswesen oder im Dienstleistungssektor, bei denen Homeoffice schlicht unmöglich ist. Hier drohen Lohnausfall, Abmahnungen und im schlimmsten Fall der Verlust des Arbeitsplatzes. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in Offenbach derzeit für viele ein leeres Versprechen.
2. Ausschluss von Kindern nicht berufstätiger Eltern:
Ebenso besorgniserregend ist die Praxis, Kindern von nicht berufstätigen Elternteilen seit Wochen den Zugang zur Kita komplett zu verwehren – und das ohne absehbares Ende. Dies widerspricht nicht nur dem gesetzlichen Bildungs- und Teilhabeauftrag, sondern isoliert diese Kinder sozial. Kita-Plätze sind keine reinen „Verwahranstalten“ zur Ermöglichung von Erwerbsarbeit, sondern Orte der frühkindlichen Bildung, die gerade in einer Stadt wie Offenbach für die sprachliche und soziale Entwicklung essentiell sind. Diese Kinder werden systematisch abgehängt.
3. Qualitätsverlust- Aufbewahrung statt Pädagogik:
Durch den massiven Personalmangel in der Kita 28 findet eine pädagogische Förderung kaum noch statt. Die verbliebenen Fachkräfte leisten ihr Bestes, sind jedoch sichtlich überfordert und am Rande ihrer physischen und psychischen Kräfte. Das Ergebnis ist eine reine „Not-Beaufsichtigung“. Der Bildungs- und Erziehungsplan des Landes Hessen ist unter diesen Bedingungen in Offenbach derzeit nur noch ein Stück Papier ohne Realitätsbezug.
4. Ein stadtweites Problem:
Wir wissen, dass die Kita 28 kein Einzelfall ist. Meldungen über Personalmangel und Gruppenschließungen erreichen uns aus dem gesamten Stadtgebiet. Es scheint, als verliere die Stadt Offenbach als Träger massiv an Attraktivität für dringend benötigte Fachkräfte, während die Belastung für die verbliebenen Mitarbeiter und die Familien ins Unermessliche steigt.
Unsere Forderungen:
Sofortige Transparenz: Ein verbindlicher Plan, wie und wann der reguläre Betrieb in der Kita 28 wiederhergestellt wird.
Fachkräfte-Offensive: Welche konkreten, über das Standardmaß hinausgehenden Maßnahmen ergreift die Stadt Offenbach, um die Kita 28 und andere Standorte personell zu stabilisieren?
Gerechtigkeit bei den Gebühren: Eine automatische und unbürokratische Erstattung der Kita-Gebühren für jeden Tag, an dem die vertraglich vereinbarte Leistung nicht in vollem Umfang erbracht wird.
Wir erwarten von Ihnen als Verantwortliche unserer Stadt, dass Sie die Sorgen der Familien endlich zur Priorität machen. Kinder sind unsere Zukunft – in Offenbach fühlen sie sich derzeit jedoch wie eine Last an, die nach Belieben „verwaltet“ oder nach Hause geschickt wird.
Wir sehen Ihrer Antwort und vor allem einer zeitnahen, spürbaren Verbesserung der Zustände entgegen.
Mit freundlichen Grüßen,
Die Eltern der Kita 28
Begründung
Während Offenbach als moderner Wohnort (Hafenviertel) wirbt, bricht die soziale Infrastruktur zeitgleich zusammen. Die Stadtverwaltung schaut seit Monaten zu, wie das Kita System kollabiert.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
07.05.2026
Sammlung endet:
06.11.2026
Region:
Offenbach am Main
Kategorie:
Bildung
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Neue SprachversionWarum Menschen unterschreiben
Für die Betreuung ihrer Kinder benötigen Eltern genügend Personal in der Kita, das zuverlässig und sicher die Kinder in Obhut nimmt.
Es ist nicht mehr nachvollziehbar, dass Eltern ständig oft unangekündigt, ihre Kinder selbst betreuen müssen, ihrer Arbeitsverpflichtung nicht mehr nachgehen können. Sie haben lebenswichtige Berufe ohne die unsere Gesellschaft nicht mehr funktioniert.
Wir als Oma und Opa sind selbst voll berufstätig, wohnen nicht in der Nähe und können unsere Enkel nur in unserem Urlaub oder an den Wochenenden betreuen.
Allen Eltern steht das Recht auf Betreuung ihrer Kinder gesetzlich zu.
Deshalb fordere ich, dass sich der momentane Zustand schnellstmöglich ändert, Personal eingestellt wird und damit die Betreuung der Kleinsten dieser Gesellschaft gesichert ist.
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Kinder gehören in den Kindergarten, die Gesellschaft ist dafür verantwortlich den Eltern diese Möglichkeit zu gewährleisten