176 Unterschriften
Petition richtet sich an: Liste der Oberbürgermeister und Oberstadtdirektoren von Bonn Guido Déus; SWB; VRS
Ab dem 1. August 2026 verlieren Schülerinnen und Schüler von privaten Schulen in Bonn nach aktuellem Stand den Zugang zum bisher stark vergünstigten 19-Euro-Schülerticket. Sie werden stattdessen auf deutlich teurere Tarife verwiesen, insbesondere das Deutschlandticket Schülerticket (ca. 43 € pro Monat) oder den Rheinlandtarif (ca. 47 € pro Monat), während Schülerinnen und Schüler städtischer Schulen weiterhin den subventionierten Tarif von 19 € pro Monat nutzen können.
Das bedeutet eine massive Kostensteigerung ohne jede Veränderung des tatsächlichen Mobilitätsbedarfs – der tägliche Schulweg bleibt identisch.
Konkrete Mehrbelastung für Familien
Im Vergleich zum bisherigen 19-Euro-Ticket entstehen +24 € bis +28 € pro Monat pro Kind.
Kosten des Deutschlandticket Schülertickets (43 € pro Monat):
* 1 Kind: 43 € pro Monat → 516 € pro Jahr
* 2 Kinder: 86 € pro Monat → 1.032 € pro Jahr
* 3 Kinder: 129 € pro Monat → 1.548 € pro Jahr
Diese Kosten treffen Familien direkt, obwohl es sich ausschließlich um notwendige Schulwege handelt und nicht um Freizeit- oder Zusatzmobilität.
Das Ergebnis ist eine faktische Ungleichbehandlung zwischen Schülergruppen innerhalb derselben Stadt.
Forderungen
Wir fordern die Stadt Bonn, SWB & VRS auf:
1. Sofortige Gleichbehandlung aller Schülerinnen und Schüler beim Zugang zu vergünstigten Schülertickets – unabhängig von Schulform oder Trägerschaft.
2. Dauerhafter Erhalt oder gleichwertige Ausweitung eines stark vergünstigten Schülertickets (z. B. 19 € monatlich oder vergleichbares Modell) für alle Schülerinnen und Schüler in Bonn.
Begründung
Ein sozial gerechter Zugang zu Bildung darf nicht durch unterschiedliche Ticketmodelle unterlaufen werden. Der Schulweg ist Pflicht, keine Wahl. Deshalb muss er für alle Kinder gleichermaßen bezahlbar bleiben.
Besonders enttäuschend ist die gesellschaftliche Signalwirkung dieser Entwicklung. Über Jahre wurden Kinder und Jugendliche dazu ermutigt, öffentliche Verkehrsmittel selbstständig zu nutzen, eigenständig mobil zu sein, Freundschaften stadtweit zu pflegen und klimafreundlich unterwegs zu sein.
Nun wird genau diese Selbstständigkeit faktisch verteuert.
Die Konsequenzen werden in vielen Familien spürbar sein:
* weniger eigenständige Mobilität von Jugendlichen,
* mehr Elterntaxis und zusätzliche Autofahrten,
* weniger soziale Teilhabe außerhalb des direkten Wohnumfelds,
* und die Botschaft an Kinder und Jugendliche, dass nachhaltige Mobilität vor allem teuer ist.
Dabei wünschen sich viele Eltern genau das Gegenteil: selbstständige, sozial aktive Jugendliche, die Bus und Bahn selbstverständlich und sicher nutzen können.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
21.05.2026
Sammlung endet:
20.11.2026
Region:
Bonn
Kategorie:
Verkehr
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