Verkehrsfluss optimieren, Staus und Unfälle reduzieren

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

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  1. Gestartet 2020
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Beendet

Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Enge Baustellen und Auf- und Abfahrten auf deutschen Autobahnen sind die Hauptgründe für Staus und Unfälle. Jeder Autofahrer kennt zahlreiche Strassensituationen, die eine sinnlose und zu drastische Einschränkung erzeugen. Ich schlage drei einfache Maßnahmen zur Verbesserung der Stausituation und damit zur Unfallreduktion vor.

  1. Verpflichtende Prüfung der Verkehrsflussoptimierung von Baustellen durch unabhängige Organisation, z.B. durch den ADAC, TÜV, Dekra o.ä.

  2. Verlängerung der Auf- und Abfahrten der Bundesautobahnen.

  3. Reduktion und Unterlassung kurzfristiger Geschwindigkeitsregelung

Begründung

Staus sind gefährliche Verkehrssituationen, die immer wieder zu schrecklichen Unfällen am Stauende führen und eine enorme Umweltbelastung, Stress und ökonomische Verluste bedeuten. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind kostengünstig umsetzbar und würden Staus reduzieren.

Baustellen optimieren Baustelleneinrichtungen sind häufig suboptimal. Jeder kennt endlose Reduzierungen von Fahrspuren, bei denen die Breite den heutigen Fahrzeuggrößen nicht gerecht werden. Auch sind die Einfahrtsituation häufig unnötig kompliziert und stark verunsichernd. Dem Baustellenverkehr wird oft mehr Raum eingeräumt als nötig. Die Folge sind Stresssituationen, gefährliche Überholmanöver, Unfälle und Staus. Folgende Eingriffe können das entschärfen:

  • Klare Baustellen-Einfahrten mit sanfterer Spurführung: Der abrupte Spurwechsel führt zu starkem Bremsen, besonders bei Fahrten neben einem LKW. Weniger rote Baken und Blinklichter, mehr grüne Anleitungen zu den richtigen Wegen würden helfen.

  • Start und Ende von Baustellen mit Auf- und Abfahrten abstimmen: Oft würde ein nur etwas späterer Start oder früheres Ende das Abfliessen und Auffahren verbessern. Es sollte grundsätzlich immer nur soviel abgesperrt werden, wie aktuell nötig ist.

  • Maximale Spurbreite in den Baustellen: Es genügt nicht einfach die Spurbreite einzurichten, die gesetzlich vorgeschrieben ist, sondern es sollte immer das Maximum für den Vsflusserkehr verbleiben und die Baustellenfläche auf das Minimum reduziert werden.

  • Nutzung parallelverlaufender Autobahnkreuzabfahrten: Parallele Abfahrtsspuren in Autobahnkreuzen sollten als Vollspur genutzt werden. Ortskundige Fahrer nutzen dies bereits völlig legal, aber eine direkte Einbindung in das Baustellenkonzept würde Staus eventuell erst garnicht entstehen lassen.

  • Nutzung des Standstreifen bei Tagesbaustellen: Diese Maßnahme sollte zur Regel werden und nicht die Ausnahme sein. Durch die seltene Anwendung sind viele Autofahrer mit diesem Konzept nicht vertraut und nutzen sie nicht, selbst wenn dazu aufgefordert wird.

  • An Wochenenden und besonders bei längerer Einstellung der Bauarbeiten sollte eine Verpflichtung des Bauherren bestehen, möglichst viel Einschränkung temporär zurückzubauen. Die Verbreiterung der linken Spur um wenige Zentimeter oder die Verkürzung der Baustelle wird positive Effekte auf Staus und Unfälle haben, die den Aufwand und etwaige Mehrkosten deutlich übersteigen.

Verlängerung der Auf- und Abfahrten Staus entstehen auch durch zu frühe Reduktion der Geschwindigkeit vor Abfahrtsspuren und zu langsames Auffahren auf die Autobahn. Viele Autofahrer machen diesen Fahrfehler ohne Bewusstsein der Folgen, aber aufleuchtende Bremslichter, ausscherende LKWs und gefährlich große Geschwindigkeitsunterschiede zwischen dem fließenden und dem auffahrenden Verkehr sind ein großes Unfallrisiko und eine Ursache für Staus.

Auffahrtspuren sollten um mindestens 200m verlängert werden, begleitet von Hinweisen, auf mindestens 100 km/h (LKWs 80 km/h) zu beschleunigen. Das Auffahren während der ersten 150m sollte durch eine durchgezogene Linie oder sogar Klappbaken unterbunden werden. Klappbaken wären ein zusätzlicher Schutz vor Geisterfahrern, da ein Linksabbiegen über die Klappbaken hinweg jeden noch so verpeilten Fahrer davon abhielte.

Abfahren sollte bereits beim 300m Schild ermöglicht werden. Bei 500m kann ein Hinweis erfolgen, ohne Geschwindigkeitsverminderung abzufahren. Das heutige 100m Schild sollte auffordern, erst ab hier zu verzögern, am besten ohne Bremsen. Klappbaken auf den letzten 200m würden zudem Last-Minute-Abfahrten reduzieren und gleichzeitig Geisterfahrer durch Warnhinweise auf der Rückseite davon abhalten, in die falsche Richtung aufzufahren.

Reduktion und Unterlassung kurzfristiger Geschwindigkeitsregelung Häufig finden zahlreiche Geschwindigkeitsregulierungen in kurzer Abfolge statt. Es ist wenig sinnvoll ständig zwischen unbegrenzt, 100km/h, 80 km/h usw. zu wechseln. Einige Fahrer bremsen, andere „ziehen durch“ und auch das führt zu Staus und geringer Akzeptanz. Es wäre besser eine Geschwindigkeitsregelung über größere Strecken zu harmonisieren. Die Umweltbelastung würde durch das Wegfallen unnötiger Beschleunigungen und Bremsenmanöver entlastet.

Viele Geschwindigkeitsreduktionen auf 80 km/h z.B. bei breiten Unterführungen bzw. kurzen Tunneln, Resten von Baustellen (verwaiste Warnbaken), Bodenunebenheiten, fehlenden Fahrbahnmarkierung uvm. sind zu überdenken. Immerhin bewegt man sich immer noch auf 2 - 3 breiten Spuren in eine Fahrtrichtung ohne Gegenverkehr, aber auf schmalen, einspurigen Landstraßen mit Gegenverkehr und Kreuzungen sind 100km/h erlaubt. Wenn man ein generelles Tempolimit diskutiert, sollte man auch über die Aufhebung unnötiger 80 km/h Abschnitte reden.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 24.05.2020
Sammlung endet: 24.07.2020
Region: Deutschland
Kategorie: Verkehr

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