26 Unterschriften
Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag, Bundesregierung, Auswärtiges Amt, Bundesministerium des Innern
Wir fordern die Bundesregierung (insbesondere das Auswärtige Amt und das Innenministerium) dazu auf, umgehend Maßnahmen gegen die systematische Versklavung von Menschen in sogenannten „Scam-Compounds" in Südostasien zu ergreifen:
- Sanktionen: Gezielte EU-Sanktionen gegen Betreiberfirmen und Hintermänner dieser Anlagen.
- Diplomatischer Druck: Verstärkter Dialog mit den Regierungen in Myanmar, Kambodscha, Laos sowie China, um die Schließung dieser Lager zu erzwingen.
- Prävention & Schutz: Eine bundesweite Aufklärungskampagne über gefälschte Jobangebote im Ausland und die Gefahren des „Pig Butchering"-Betrugs.
- Hilfe für Betroffene: Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle für Angehörige vermisster Deutscher und Unterstützung bei Rückholaktionen.
Begründung
Über 300.000 Menschen werden laut UN-Berichten in bewachten Zwangsarbeitslagern in Myanmar, Kambodscha und Laos festgehalten. Es ist ein Irrglaube, dass dies nur "weit weg" geschieht oder nur Menschen trifft, die unvorsichtig sind.
Es kann jeden treffen – auch hier in Deutschland:
- Opfer sind Profis: Die Verschleppten sind oft IT-Spezialisten, Akademiker oder Sprachbegabte. Sie werden mit seriös wirkenden Headhunter-Angeboten auf Plattformen wie LinkedIn gelockt.
- Deutsche sind gefährdet: Die Rekrutierung über LinkedIn und Jobbörsen richtet sich gezielt auch an deutschsprachige Fachkräfte. Ein Jobangebot in Dubai oder Bangkok — ein Flug — Pass weg — eingesperrt.
- Kein "Dumme-Leute-Betrug": Die Betrugsmaschen (wie "Pig Butchering") sind psychologisch so perfektioniert, dass sie selbst vorsichtige Menschen ruinieren. Wer am anderen Ende der Leitung sitzt, tut dies oft mit einer Pistole am Kopf oder unter Androhung von Folter.
Die bittere Realität in den Lagern:
- Wer die täglichen Betrugs-Quoten nicht erfüllt, wird mit Elektroschocks misshandelt, eingesperrt oder weiterverkauft.
- Diese kriminelle Industrie erwirtschaftet inzwischen 64 Milliarden Dollar jährlich (UN OHCHR, Feb. 2026).
Während die USA bereits mit Sanktionen und einer spezialisierten „Strike Force" reagieren, bleibt die deutsche Politik weitgehend untätig. Dabei importieren wir jährlich Waren im Wert von über 170 Milliarden Euro aus China – wir haben die wirtschaftliche Macht, Druck auszuüben, und wir sind es unseren Bürgern schuldig, sie vor dieser modernen Sklaverei zu schützen.
Wir dürfen nicht warten, bis der nächste Nachbar, Freund oder Verwandte in einer Anzeige verschwindet.
Quellen:
- UN OHCHR Bericht: „A wicked problem" (Feb. 2026)
- Fallbeispiele: Dokumentationen des ZDF und Berichte über verschleppte EU-Bürger (2025/2026)
- US Treasury OFAC-Sanktionsliste
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
09.05.2026
Sammlung endet:
09.11.2026
Region:
Deutschland
Kategorie:
Außenpolitik
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