Ich bin Geograph und damit gehöre ich in der Corona Krise nicht zu den Berufsgruppen, die als "systemrelevant" bezeichnet werden. Ich verkaufe keine Lebensmittel oder Medikamente. Ich arbeite nicht im Medizin- oder Pflegewesen und ich bin auch kein Politiker, der aktuell schwierigste Entscheidungen zu treffen hat. Zudem kann ich auch keine Gesichtsmasken nähen.

Ich kann lediglich behaupten, dass ich einen guten Überblick darüber habe, wie Maßnahmen und Projekte für eine nachhaltige Entwicklung erfolgreich umgesetzt werden können und welche Strukturen zum Gelingen beitragen. Seit über 20 Jahren bin ich beruflich im kommunalen Umfeld in der Nachhaltigkeitsförderung tätig.

Bereits im Studium in den 90er Jahren habe ich mich u.a. mit dem Klimawandel auseinander gesetzt. Genau wie eine Pandemie ist der Klimawandel eine globale Herausforderung, sehr wahrscheinlich eine noch viel größere als Corona.

Die Brisanz der Corona Pandemie liegt aus meiner Sicht nicht nur in der Bedrohung der Gesundheit und die Auswirkungen auf die Wirtschaft. Corona wirkt für mich vor allem wie ein Brennglas, das die Missstände in unserer Gesellschaft und den Handlungsbedarf noch deutlicher sichtbar machen.

Was mich seit Beginn der Corona Krise umtreibt, ist die Beobachtung, dass unsere Regierungen viele Milliarden Euro "ausschütten" um die Wirtschaft zu stützen. Politikerinnen und Politiker, egal aus welcher Partei, überbieten sich mit Vorschlägen zu Rettungspaketen und finanziellen Hilfen. So nachvollziehbar und wichtig die kurz- und mittelfristigen Hilfszahlungen grundsätzlich sind - die zentrale Frage ist die der Finanzierung und wie sich diese sozial gerecht und langfristig nachhaltig gestalten lässt!

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