Region: Berlin
Bildung

Büchervernichten in Berlin? Bibliotheken werden kaputt rationalisiert

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Abgeordnetenhaus Berlin, Stiftungsrat der Zentral- und Landesbibliothek
20.498 Unterstützende 15.169 in Berlin
Bearbeitungsfrist abgelaufen
  1. Gestartet 2014
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

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Vielfalt erhalten

Ich war heute in der AGB: voll, voll, voll! Sah nicht so aus, als würde Lesen außer Mode kommen. Und es ist gerade die spezielle Buchauswahl, die die Leute anzieht! Wenn es hier dasselbe gibt wie in der Bezriksbibliothek um die Ecke - weshalb soll man sich dann noch auf den Weg in die ZLB machen? Und weshalb wird ein System der Medienauswahl abgeschafft, das hervorragend funktioniert und sehr kundenorientiert ist? Ich bezweifle, dass sich das auszahlt. Berlin stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus.

Quelle: Quelle: meine Meinung und Erfahrungswerte

4.6

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Eine Sammlung von Argumenten des Personalrats der ZLB sowie eine Umfassende fachliche Kritik am Konzept von Umlauf und Vohof findet sich in der Hauszeitschrift des Personalrats der ZLB, die online hier abrufbar ist: <a href="http://opus.kobv.de/zlb/volltexte/2014/24729/pdf/Der_Personalrat_informiert_2.pdf" rel="nofollow">opus.kobv.de/zlb/volltexte/2014/24729/pdf/Der_Personalrat_informiert_2.pdf</a>

Quelle: <a href="http://opus.kobv.de/zlb/volltexte/2014/24729/pdf/Der_Personalrat_informiert_2.pdf" rel="nofollow">opus.kobv.de/zlb/volltexte/2014/24729/pdf/Der_Personalrat_informiert_2.pdf</a>

4.4

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Die Auswahl der Bibliotheksliteratur durch den externen Dienstleister heißt Auswahl durch kommerzielle, wirtschaftliche Interessen/ Kriterien und nicht durch fachliche Kompetenz. Der Bestand an Wissen und Literatur/ Medien wird dem Mainstream unterworfen, wissenschaftlich angesehene und fachspezifische Literatur dürfte vom externen Dienstleister nicht bereitgestellt werden. Die ZLB steht in der Verantwortung, eine thematische Breite und fachliche Spezialisierung bereitzustellen sowie Wissen, auf das auch einmal längere Zeit nicht zugegriffen wird, aufzubewahren.

Quelle: meine Meinung

4.2

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Es wurden wieder neue Informationen vom Personalrat der Bibliothek veröffentlicht: <a href="http://opus.kobv.de/zlb/volltexte/2015/25226/" rel="nofollow">opus.kobv.de/zlb/volltexte/2015/25226/</a> U.a mit Berichten von Mitarbeiterversammlungen zum Thema und fachlichen Einschätzungen zum geplanten Outsourcing des Bestandsaufbaus an die ekz.

Quelle: <a href="http://opus.kobv.de/zlb/volltexte/2015/25226/" rel="nofollow">opus.kobv.de/zlb/volltexte/2015/25226/</a>

3.8

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Personalabbau, Lohndumping

Ich schlage vor, an diese Petition zwei Forderungen zu anzuhängen: - Volker Heller sollte endlich durch eine kompetente Direktion ersetzt werden. Ich weise daraufhin, dass er fortfährt, das Personal abzubauen und durch weniger kompetentes zu ersetzen, obwohl das von ihm angeforderte Gutachten eine vorbildliche Arbeit bescheinigt hat. - Eine Einbindung der EKZ ist zurückzuweisen, da der Gutachter hier involviert ist. Eine weitere Petition sollte sich mit der Missgestaltung des Schlossplatzes durch planlose Bausünden befassen.

Quelle: <a style="color:#9d0d15;text-decoration: underline;" href="http://opus.kobv.de/zlb/volltexte/2015/25797/pdf/PR_Info_2015_4_final.pdf" rel="nofollow">opus.kobv.de/zlb/volltexte/2015/25797/pdf/PR_Info_2015_4_final.pdf</a>

3.0

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Bücher sind langlebige Freunde, die entsorgt man auch nicht, wenn man sie 2 Jahre nicht gesehen hat. Hartmann Schedels berühmte Weltchronik erschien 1493. Im vergangenen Winter widmete Ihr die Staatsbibliothek in München eine eigene Ausstellung. Vor einigen Jahren entlieh ich mit einige Bände von Ivan Illich in der Münchner Stadtbibliothek. Bücher, gedruckt in den 70-er und 80-er Jahren, denen leider der Papierfraß allmählich den Garaus macht. Aber wo soll man sie noch finden, wenn nicht in der Bibliothek? Zum Glück sind in den letzten Jahren wenigstens einige Bücher neu aufgelegt worden.

3.0

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Sinn einer Bibliothek, Kurzlebigkeit des Buchhandels

Ich lerne daraus, dass der heutige Buchhandel, soweit es um die Vernichtung von Literatur und von Bildung geht, sehr viel effizienter ist als die Nazis damals vor den Pforten der Humboldt-Universität. Um nur ein anderes Beispiel zu bringen, Samuel Beckett und viele andere Klassiker werden nicht mehr verlegt, da sie sich angeblich nicht gut verkaufen. Ich bedanke mich sehr für diese Lektion (damit ist dann auch das Wort Krise überflüssig, denn wir müssen froh sein, wenn dieser Alptraum des "Wirtschaftens" vorbei ist). Eine Bibliothek ist etwas anderes und das sollte auch so bleiben!

Quelle: Erfahrung

2.8

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Bildungsauftrag konterkariert, Einfalt statt Vielfalt

Ohne FDP => nutzt d. Bücherei, so lange es noch welche gibt! Viele Fehlentscheidungen im Amt für Büchereiwesen über meine Mutter s. Ende d. `70 `- 200x Jahre miterlebt. Von Vor-Ort-StadtteilBILDUNGSzentren zu Schundverwahranstalten d. trivialen Mainstreammülls zerspart. Vielfalt d. Bestände +Perso gekürzt + etliche geschlossen. Trend z. Gleichschalte soll noch angeheizt werden? Wozu (ehem. gratis) Fernleihe nutzen, da man bei Amazon eher fündig wird als im Bestand der Bundeshauptstadt!

Quelle: Beschäftigte Amt f. Büchereiwesen, Bibliothekare Ende 1970er - heute in Familie/Freunde; offenen Auges Niedergang beobachtet & Folgen tragen wir als Gesellschaft: Krokodilstränen d. nie selbst betroffenen Entscheider über Ghetto-/Radikalisierung

2.5

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Gestörtes Verhältnis der Politiker zu Kultur und Bildung

Die bisherigen Stellungnahmen der Abgeordneten sind ein Armutszeugnis der Politik in Berlin. In jedem Fall empfehle ich, das in Links ausgewiesene Protokoll zur Kenntnis zu nehmen, weil dort auch dokumentiert wird, wie ahnungslos, unvorbereitet und unbedarft dort über die Zukunft der ZLB gesprochen wird. Ein mangelnder Respekt gegenüber dem Willen der Berliner Bevölkerung ist unübersehbar.

Quelle: <a style="color:#9d0d15;text-decoration: underline;" href="https://www.openpetition.de/petition/stellungnahme/buechervernichten-in-berlin-bibliotheken-werden-kaputt-rationalisiert" rel="nofollow">www.openpetition.de/petition/stellungnahme/buechervernichten-in-berlin-bibliotheken-werden-kaputt-rationalisiert</a>

0.0

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Bildung

Es ist wichtig, zu sehen, wie vielen Menschen in dieser Stadt Bibliotheken wichtig sind. Sie sind Orte der Begegnung, der Ruhe, des Lernens und des freuen Zugangs zu Information. Wie auch immer die Beschaffung der Medien funktioniert, braucht der Medienbestand der ZLB seinen Grund im Bedarf der Berliner Bevölkerung. Wissenschaftlicher Bedarf wird in den Unibibliotheken und der Staatsbibliothek abgedeckt. Freizeitbedarf in den Bezirksbibliotheken. Der Bedarf für berufliche Fortbildung und Ausbildung wird momentan mit keiner Bibliothek zielgenau befriedigt. Aber wer kennt diesen Bedarf?

0.0

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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

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Ich finde es sehr unglücklich in der Petition die beiden Punkte "zentrale Bestellung" und "Vernichtung nach 2 Jahren" zu vereinen. Ich würde sofort Punkt 2 unterschreiben, weil ich ebenfalls der Meinung bin, dass die Bewahrung und "zur-Verfügung-Stellung" ältere Medien ebenfalls eine wichtige Aufgabe aller Bibliotheken sind. Punkt 1 fällt mir schwer zu beurteilen. Theoretisch ist gegen eine zentrale Auswahl, die z.B. berücksichtigt, dass Bücher von ev. geringerem Interesse seltener, aber z.B. 1x pro Stadtbezirk bestellt werden, gut. Ich unterschreibe, damit sich die Politik damit beschäfti

2.1

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Öffnungszeiten, Servicegedanke

Solange die Bibliotheken kundenunfreundliche Öffnungszeiten haben und nicht 24h oder zumindest abends / nachts geöffnet sind, sind die vlt gerade mal für ein paar Rentner interessant, aber nicht für den Steuerzahler. Schafft attraktive Öffnungszeiten - dann klaptts auch mit dem Geld des Steuerzahlers. Und - nein man benötigt dafür nicht noch mehr Personal und Budget, sondern muss das Personal einfach nur flexibler einsetzen. Teure Bibliotheken vorzuhalten, die 2/3 der Zeit geschlossen sind, ist jedenfalls herausgeschmissenes Geld!

1.1

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Abang in Bibliotheken

Abgang ist in Bibliotheken ein völlig normaler Vorgang, denn sie sind ja keine Antiquariate sondern sollen aktuelle Titel bereitstellen, das heißt Büchervernichten bedeutet ja nicht gleich so etwas schlimmes wie Bücherverbrennen, die Wortwahl ist für mich hier ziemlich heftig. Auch das Auswählen durch die ekz bedeutet nicht unbedingt eine Qualitätsminderung, denn die Kolleginnen und Kollegen dort sind ja auch Bibliothekare, die auch deutlich mehr Zeit für solche Auswahlprozesse haben. Alles hier ist wie immer viel zu polemisch und sachlich falsch.

1.1

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Kahlschlag

Zukunftsvision des Stiftungsrates hinsichtlich der Berliner Bibliotheken:

Quelle: <a style="color:#9d0d15;text-decoration: underline;" href="http://www.zlb.de/fileadmin/user_upload/die_zlb/jpg/presse/ebookregal.jpg" rel="nofollow">www.zlb.de/fileadmin/user_upload/die_zlb/jpg/presse/ebookregal.jpg</a>

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