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  • Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger

    13-09-17 23:23 Uhr

    Liebe Unterstützer*innen guter Bibliotheken in Berlin und anderswo,

    groß war die Freude über das Wahlversprechen der Linken in Berlin, die Zentral- und Landesbibliothek wieder durch die eigenen Fachlektoren mit Büchern versorgen zu lassen, noch größer die Freude, dass mit Klaus Lederer eben jemand aus dieser Versprecher-Partei der zuständige Senator wurde.

    Allein genützt hat es nichts. Auch unter Lederer ist die Privatisierung weiter vorangetrieben worden. So meldete Verdi am 29. August: "Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) soll die Auswahl und Bearbeitung der Bücher und Medien nahezu komplett an die Privatwirtschaft übergeben. Den Zuschlag soll der Münchner Buchhandelskonzern Hugendubel erhalten. [...] Laut Ausschreibungstext soll Hugendubel jährlich 31.700 Buchexemplare auswählen, zusammenstellen und regalfertig liefern, außerdem 2.400 Filme und Musik-CDs. Der Vertrag gilt mit einem Volumen von 2,22 Mio. Euro bis 2020 mit der Option einer Verlängerung um 2 Jahre bis 2022 für dann insgesamt 3,7 Mio. Euro. Damit wird fast der gesamte Kaufzugang der ZLB an eine Privatfirma übergeben. Der bisherige Stiftungsrat der ZLB, der nur noch wenige Wochen im Amt sein wird, hat damit in letzter Minute den zukünftigen Stiftungsrat in einer entscheidenden Frage für das Profil der ZLB entmachtet, und zwar für seine gesamte kommende Amtszeit ab September 2017."

    Auch unsere 20.000-Stimmen-Initiative wurde trotz nochmaliger Nachfrage an Senator Lederer (per Einschreiben mit Rückschein) komplett ignoriert. Für mich als privater Initiator, der sich zusammen mit vielen anderen gutmeinenden Bürger*innen für die Petition viele Tage und Nächte um die Ohren geschlagen hat, ist das sehr bitter. Mit unserer Initiative hat nach der Übergabe der Petition niemand aus der Senatsverwaltung und niemand von SPD, Grünen oder Linken. Unglaublich, oder? Glaubwürdige Politik sieht anders aus.

    Für kommende Wahlen empfehle ich daher möglichst Parteien zu suchen, die sich nicht durch bisherige Strukturen und Herrscher*innen einfangen lassen, die bürger*innennahe, lobbyfreiere und direktere Demokratie ernst nehmen, die Demokratie wieder als Bewegung verstehen und nicht als Selbstbedienungsladen. Wer diese Parteien nicht finden kann, sollte bitte trotzdem zur Wahl gehen - denn auch ein großes Kreuz über den ganzen Wahlschein muss gezählt werden und vermindert damit wenigstens etwas die Macht- und Geld-Ansprüche der angetretenen Parteien.

    Falls ich doch noch Möglichkeiten sehe, mit unserer Initiative irgendwelche Verbesserungen für die ZLB zu erreichen, werde ich mich wieder bei Euch und Ihnen melden.

    Eckart Müller
    Initiator

  • Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger

    03-05-17 23:55 Uhr

    Dokument anzeigen

    Liebe Unterstützer*innen der ZLB,

    nach der letztwöchigen Pressekonferenz der Gewerkschaft Verdi zur ZLB-Privatisierung war das Presseecho groß (s.u.).

    Besonders erfreulich dabei: Mit der Berliner Zeitung ist nun auch ein bedeutendes Leitmedium unseren Argumenten gefolgt. Nikolaus Bernau, in bisherigen Artikeln eher neutral bis wohlwollend gegenüber den radikalen Privatisierungsplänen des Managementdirektors Volker Heller, fordert nun in seinem Kommentar „Es geht um den Charakter“ am 27. April, „die Vielfalt der Medien, der Sprachfülle, der Luxus des Unsinnigen“ müsse in der ZLB „gewahrt bleiben“. „Leser müssen auch weiter Zugang haben zu jenen Absurditäten des Buchmarkts, die eben nur fachkundigen Lektoren bekannt sein können.“

    Deren weitere Degradierung soll der Stiftungsrat am Do., 11. Mai, beschließen. Bitte senden Sie daher Ihren Protest an vorstand@zlb.de mit der Forderung:

    „Unsere ZLB darf nicht zur x-beliebigen Großhändler-Bücherhalle verkommen! Die Medienauswahl gehört in die Hände unserer Lektor*innen! Schützen Sie unser öffentliches Bildungs-Gut!“ Bitte fordern Sie eine Empfangsbestätigung an.

    Bitte drucken Sie auch den angehängten Artikel aus und verteilen Sie ihn an geeigneten Orten.

    Vielen Dank

    Eckart Müller
    Initiator der Petition

    Weitere Artikel:
    www.morgenpost.de/berlin/article210377325/Zentralbibliothek-kauft-Buecher-jetzt-im-Paket-ein.html

    www.neues-deutschland.de/artikel/1049142.mehr-besucher-betreuen-weniger-buecher-auswaehlen.html

    www.neues-deutschland.de/artikel/1049141.politik-ist-kein-wahlprogramm.html

    www.taz.de/!5401944/

    www.jungewelt.de/artikel/309891.wissenschaftliche-werke-werden-fehlen.html

  • Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger

    23-04-17 15:05 Uhr

    Liebe Unterstützer*innen,

    vom Senat oder dem zuständigen Stiftungsrat gibt es immer noch keine Stellungnahme zu unserer Petition.

    Dafür müssen die ZLB rückläufige und die Stadteil-Bibliothek Spandau berlinweit die zweitschwächsten Ausleihzahlen vermelden; also Bibliotheken, deren Leitungen die Privatisierung der Buchauswahl unerbittlich vorantreiben.

    So teilt es die Betriebsgruppe der ZLB unter

    zlbbg.wordpress.com/2017/04/19/bibliothek-der-zukunft/

    mit.

    Viele Grüße

    Eckart Müller
    Initiator der Petition

  • Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger

    13-03-17 06:37 Uhr

    Dokument anzeigen

    Liebe Unterstützer*innen,

    während ich folgenden offenen Brief an den neuen Kultursenator von Berlin geschrieben habe, erreichte mich die Nachricht, dass es nun in der Zentral- und Landesbibliothek auch den restlichen Medien, also nicht nur der Buchauswahl, an den Kragen gehen soll ( www.neues-deutschland.de/artikel/1044573.nicht-mehr-alle-filme-im-schrank.html ).

    Viele Grüße

    Eckart Müller

    Herrn
    Kultursenator Dr. Klaus Lederer
    Brunnenstraße 188-190
    10119 Berlin

    Eckart Müller
    Dresdener Str. 95
    10179 Berlin

    per Einschreiben mit Rückschein und per Mail
    Offener Brief: 20.000 Leser*innen wollen endlich eine Reaktionen auf die ZLB-Petition

    Sehr geehrter Herr Senator Dr. Klaus Lederer!
    Vom Dezember 2014 bis Juni 2015 haben über 20.000 Leser*innen eine von mir initiierte Online-Petition unterschrieben, die Ihnen und Ihrer Partei DIE LINKE im letzten Jahr viele Stimmen eingebracht haben dürfte. Denn nur DIE LINKE hatte in Ihr Programm zur Abgeordnetenhauswahl geschrieben:
    „Wir wollen […] den zentralen Büchereinkauf über die ekz.bibliotheksservice GmbH (Einkaufszentrum) in Reutlingen rückgängig machen, den der Stiftungsrat der ZLB […] 2014 entschieden hat. Denn mit dieser Entscheidung wird die zentrale Kompetenz einer gut sortierten allgemeinwissenschaftlichen Bibliothek in und für Berlin weitestgehend vernichtet.“

    Worum geht es?
    Bis vor kurzem suchten hochqualifizierte Lektor*innen der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) die Bücher aus, mit denen Berliner*innen in der Amerika Gedenk Bibliothek und der Berliner Stadtbibliothek versorgt werden. Damit soll nach dem Willen des Management-Direktors Volker Heller nach und nach Schluss gemacht werden. In Zukunft soll v.a. ein privater Dienstleister aus Reutlingen, die ekz-Bibliothekenservice GmbH, Haupteigentümer Jörg Meyer, ein standardisiertes Programm mit Bücherkisten von der Stange liefern. Nahezu die gesamte Buchauswahl soll an drei bis vier solcher Großbuchhändler abgegeben werden.

    Dass bisher niemand diese inhaltlich und wirtschaftlich unsinnige Verschlechterung des Buchprogramms an der ZLB aufhalten konnte, liegt auch daran, dass es neben dem in der Belegschaft sehr unbeliebten Managementdirektor Volker Heller seit Jahren keine bibliothekarische Leitung der meistbesuchten Berliner Kulturinstitution gibt. Um seinen Plan einer völligen Umstrukturierung durchzusetzen, hat Volker Heller bereits den Stellenpool unter den Bibliothekar*innen durcheinandergebracht, Fachgebiete verschoben und bewährte Strukturen zerschlagen.
    Entsprechend ist die Stimmung im Haus.

    Gerade die hervorragende Buch- und Medienauswahl dieser Fachlektor*innen aber war es, die täglich tausende Leser*innen in der ZLB gesucht und gefunden hatten. Nun werden kaum noch besondere Titel angeschafft (wie z.B. interessante Doktorarbeiten), wandern viele außergewöhnliche Bücher in die Magazine, bleiben selbst die Veröffentlichungen der Berliner Verlage monatelang unbearbeitet liegen,
    weil das ekz-Standard-Programm bevorzugt in die Regale unserer Bibliotheken eingestellt werden muss.
    Anstelle eines qualifizierten und differenzierten Bestandsangebots in vorheriger Qualität setzt die ZLB nun auf Events, Mitmach-Angebote und Marketinggags, wie das Entleihen von Schlagbohrern, Nähmaschinen und Badmintonschlägern. Nichts gegen ergänzende Angebote, aber diese können nicht rechtfertigen, das bisherige Kerngeschäft der Bibliothek an die Privatwirtschaft auszulagern!

    Als unsere Initiative am 13. Juli 2014 öffentlichkeitswirksam eine 100 Meter oder 388 Seiten lange Unterschriften-Schlange ins Foyer Ihres heutigen Dienstsitzes in der Brunnenstraße trug, bekamen wir dort vom stellv. Stiftungsratsvorsitzenden Dr. Konrad Schmidt-Werthern die feierliche Zusage, der Stiftungsrat und er würden uns selbstverständlich eine Antwort zukommen lassen. Diese Zusage wurde nicht gehalten. Bis heute haben die Herren und Damen der Berliner Kulturverwaltung und des Stiftungsrates der ZLB uns Leser*innen schlichtweg ignoriert.
    So aber sollte man den treuesten Nutzer*innen der ZLB nicht umgehen.

    Wir bitten Sie daher,
    - die versprochen Stellungnahme zeitnah zu veranlassen.

    Wir bitten Sie weiterhin,
    - das Wahlversprechen umzusetzen und den Vertrag mit der ekz so bald wie möglich zu kündigen, die Buchauswahl nicht Großbuchhändlern, sondern den Lektor*innen zu überlassen
    und
    - personelle Maßnahmen in der ZLB einzuleiten,
    - um dann in der ZLB Strukturen zu etablieren, die eine unter bibliothekarischen Gesichtspunkten hochwertige Buchauswahl von gleicher oder noch höherer Qualität zu ermöglichen, die wir Leser*innen bis vor Kurzem in der ZLB gewohnt waren.

    Mit freundlichen Grüßen

    Eckart Müller
    Initiator der Online-Petition „Büchervernichten in Berlin? Bibliotheken werden kaputt rationalisiert“
    www.openpetition.de/petition/online/buechervernichten-in-berlin-bibliotheken-werden-kaputt-rationalisiert

  • Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger

    03-09-16 22:09 Uhr

    Liebe Unterzeichner*innen,

    zwar haben wir weiterhin keine Antwort auf unsere über 20.000 Stimmen gegen die ZLB-Umstrukturierungen aus der Kulturverwaltung bekommen. Vielleicht können wir wenigstens mit diskutieren, wenn am Mi., 14.9. in der ZLB die Veranstaltung "HIER IST DIE STADT! BIBLIOTHEK ALS MOTOR DER GESELLSCHAFT" durchgeführt wird und Manager Heller seine Destruktionen an der ZLB-Struktur positiv darstellen kann.

    Man muss sich dafür bis 9.9. anmelden, per Mail unter anmeldung@kulturrat.de

    Viele Grüße

    Eckart Müller

    Einladung

    HIER IST DIE STADT! BIBLIOTHEK ALS MOTOR DER GESELLSCHAFT
    Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturrates, des Deutschen Bibliotheksverbandes und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin







    Wann: 14. September 2016, 19 Uhr
    Wo: Salon der Amerika-Gedenkbibliothek, Blücherplatz 1, 10961 Berlin

    Öffentliche Bibliotheken sind die am meisten besuchten Kultur- und Bildungseinrichtungen
    unserer Städte. Mit den Städten und ihrer Gesellschaft sind sie stetig im Wandel begriffen. Sie
    sind die sich am schnellsten verändernden Kulturinstitutionen unserer Zeit. Und die Menschen
    brauchen und nutzen sie intensiv. In welche Richtung wird diese Entwicklung gehen?
    Welchen Beitrag leisten Bibliotheken künftig für die Entwicklung der Stadtgesellschaft und
    welche Rolle werden sie dafür einnehmen? Wie werden Bibliotheken auch im digitalen Zeitalter
    noch weiterhin die persönliche Entwicklung, Bildung und Kulturkompetenzen der Stadtbürgerinnen
    und -bürger fördern? Wie können sie gar zur Plattform von wissens- und bildungsbasierten
    Aktivitäten der Bevölkerung selbst werden, aus denen wichtige Impulse für die Entwicklung
    der Stadt hervorgehen?

    Am Beispiel eines der größten geplanten Berliner Bauprojekte, des Neubaus der Zentral- und
    Landesbibliothek, debattieren kultur- und gesellschaftspolitische Akteure über die Zukunft, die
    Funktionen und die Rollen großer Öffentlicher Bibliotheken.

    Programm

    18.00 Uhr Führung durch die Amerika-Gedenkbibliothek Treffpunkt Foyer
    19.00 Uhr Begrüßung
    19.15 Uhr Keynotes

    Durch Teilen wachsen – Die Rolle der ZLB in der aktiven Bürgergesellschaft
    Volker Heller, Vorstand, Zentral- und Landesbibliothek Berlin
    Die Öffentliche Bibliothek als Bürgerplattform für Veränderung. Demokratie und Bürgerengagement umdenken am Beispiel DOKK1 in Aarhus
    Knud Schulz, Chief of Libraries, Aarhus

    19.45 Uhr Diskussion

    Markus Beckedahl, Chefredakteur von netzpolitik.org
    Barbara Lison, Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbandes
    Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes
    Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates
    Moderation: Harald Asel, Inforadio (rbb)

    Im Anschluss gibt es einen Stehempfang.

    Diskutieren Sie mit!

    Es wird um Rückmeldung bis zum 9. September 2016 gebeten – per E-Mail unter:
    anmeldung@kulturrat.de

    Deutscher Kulturrat e. V.
    Mohrenstraße 63, 10117 Berlin
    www.kulturrat.de

    Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem rbb Inforadio statt. Sie wird mitgeschnitten und in der Reihe »Das Forum« voraussichtlich am Sonntag, dem 25. September 2016 erstausgestrahlt.

  • Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger

    31-07-16 01:30 Uhr

    Liebe Freund*innen einer qualifizierten Buchauswahl an der ZLB,

    seit Monaten läuft nun schon der Umbau der Strukturen in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, das Murren der Angestellten ist anscheinend dem stilleren Frust gewichen, ohne dass man in der Öffentlichkeit weiter davon Notiz nehmen könnte.

    Ich möchte hier keine Wahlempfehlung an die Berliner*innen abgeben. Aber wie angekündigt habe ich zu den Wahlen zum Abgeordnetenhaus am 18. September die Wahlprogramme der größeren Parteien auf das Stichwort Bibliothek hin untersucht, insbesondere in Bezug auf die Buchauswahl an der ZLB.

    Nur „Die Linke“ hat dabei explizit auf den Deal mit dem Privat-Unternehmen „ekz“ in Reutlingen Bezug genommen, und das ganz in unserem Sinne: „Wir wollen […] den zentralen Büchereinkauf über die ekz-bibliotheksservice GmbH (Einkaufszentrum) in Reutlingen rückgängig machen, den der Stiftungsrat der ZLB […] 2014 entschieden hat. Denn mit dieser Entscheidung wird die zentrale Kompetenz einer gut sortierten allgemeinwissenschaftlichen Bibliothek in und für Berlin weitestgehend vernichtet.“

    Auch in der heißen Phase unseres Einsatzes für das unabhängige Lektorat im letzten Jahr hatten zwei Linken-Abgeordnete sich offen zu unserer Petition bekannt, Harald und Udo Wolf, aber auch Irene Köhne von der regierenden SPD und der Pirat Philipp Magalski stimmten uns zu.
    Gar keine Reaktion kam von der CDU, was sich m.E. auch in ihrem aktuellen Wahlprogramm widerspiegelt. Und die ganz große Mehrheit hatte sich im letzten Jahr gar nicht geäußert, 142 Abgeordnete. (www.openpetition.de/petition/stellungnahme/buechervernichten-in-berlin-bibliotheken-werden-kaputt-rationalisiert)

    Für mich immer noch etwas halbherzig wirkte die damalige Enthaltung der Grünen, für die Sabine Bangert im Kultur-Ausschuss noch ganz deutlich in die für uns positiven Statements von Linken und Piraten eingestimmt hatte. Für die Fraktion hatte sie auf das grüne Positionspapier „Bibliotheken in Berlin stärken“ vom April 2015 verwiesen. Dort steht: „In ihrer Medienauswahl muss sich die ZLB ihre Unabhängigkeit und Breite des Bestandes durch die Arbeit des fachlichen ZLB-Lektorats beibehalten. Investitionen in räumliche und technische Erweiterungen dürfen nicht zulasten des Medienetats und der Bestandsvielfalt gehen. Wir brauchen eine bessere interne Kommunikations- und Beteiligungsstruktur zur zukünftigen inhaltlichen Profilierung der ZLB.“
    Warum also diese Berührungsängste mit unserer Petition? Keine meiner Anfragen hat Frau Bangert oder jemand anders von den Grünen beantwortet. Ging es hier schon um vorausschauende Wahltaktik? Oder mag man eine Initiative von der Basis heraus nicht mehr? Ich verstehe es nicht.

    Die Position der SPD kann hier meines Erachtens trotz einzelner positiv gestimmter Abgeordneter eher vernachlässigt werden, hat sie doch in der Regierung einen Staatsekretär Tim Renner inthronisiert, der wegen seiner weniger qualifizierten Statements und Arbeiten wahrlich Angriffsfläche genug geboten hatte, und das nicht nur im Bereich der Bibliotheken.
    Oder sehen Sie das anders? Könnte man die SPD von innen heraus, über die einzelnen Bibliotheksfreund*innen erreichen?

    Die Statements von FDP, AfD und etc. erspare ich Ihnen an dieser Stelle (Links s.u.). Vielmehr möchte ich Sie ermuntern, die Bewerber*innen auch im Wahlkampf auf das Thema Bibliotheken anzusprechen.

    Fordern Sie Ihre öffentlichen Güter zurück! Fordern Sie von Politiker*innen ein deutliches Bekenntnis zur Wiederherstellung der Buchauswahl an der ZLB durch Lektor*innen im eigenen Berliner Haus: Raus mit der Reutlinger Privatfirma ekz aus unserer ZLB, rein ins vielfältigere Lesevergnügen, von spezifisch qualifizierten Berliner*innen für alle hier Lebenden!

    Viele Grüße

    Eckart Müller
    Initiator der Petition

    www.parlament-berlin.de/de/Aktuelles-und-Presse/Wahl-2016

    Die Programme:
    www.spd.berlin/w/files/spd-2016-wahl/spd_wahlprogramm_lang_online.pdf
    cduberlin.de/image/inhalte/file/Wahlprogramm_final-Screen.pdf
    www.gruene-fraktion-berlin.de/sites/default/files/Positionsbeschluss_Bibliotheken%20st%C3%A4rken.pdf
    www.die-linke-berlin.de/fileadmin/download/2016/wahlprogramm.pdf
    berlin.piratenpartei.de/wp-content/uploads/2016/06/wp_innen.pdf
    afd.berlin/wp-content/uploads/2016/07/AfD_Berlin_Wahlprogramm_A5_RZ.pdf
    fdp-berlin.de/wp-content/uploads/2016/07/wahlprogramm_20161.pdf

  • Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger

    11-02-16 16:43 Uhr

    Liebe UnterstützerInnen,

    leider haben wir immer noch keine Antwort auf unsere Petition erhalten. Ich wage auch an der Bereitschaft der Kultur-Verwaltung zu zweifeln, irgendwann auf unsere Eingabe zu reagieren.

    Derweil durchpflügen die Kampfmaßnahmen des Managements die Strukturen der ZLB. Wer die MitarbeiterInnen befragt, erfährt schnell, dass fast niemand mehr den Bereich bearbeiten darf, den er/sie vorher hatte, dass alle Aufgaben neu verteilt werden. Dass auch an der Qualität der Buch-Pflege gespart wird. So gibt es z.B. bei den neuen Büchern keinen Eigentumsstempel der ZLB mehr, mit dem man Bücher vor Diebstahl schützen konnte: Der EKZ-Bücherdiscounter aus Reutlingen verlangt dafür wohl unverschämt hohe Gebühren, die sich die ZLB-Leitung sparen möchte.
    Dementsprechend ist die Stimmung beim Personal ganz unten. "Dies ist nicht mehr meine Bibliothek", sagte mir gestern nicht die erste Mitarbeiterin.

    Bleibt uns doch der Wahlkampf: Stellen Sie alle KandidatInnen der Parteien zur Rede, besonders die der regierenden SPD, die das Kultur-Ressort verantwortet. Äußerungen der Grünen, der Linken und der Piraten lassen hoffen, dass ihre parlamentarische Kraft zu einer Änderung der vermurksten Bibliotheks-Politik in Berlin führen könnte.

    Ich hoffe, dass aus der Bibliotheksbelegschaft und der Verdi-Betriebsgruppe auch noch entsprechende Initiativen kommen. Wenn dies soweit ist, werde ich spätestens wieder bei Ihnen melden.

    Mit bibliophilen Grüßen

    Eckart Müller

  • Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger

    04-11-15 14:42 Uhr

    Liebe UnterstützerInnen,

    leider kann ich Ihnen keine Neuigkeiten zu unserer Petition vermelden. (Ich muss Ihnen das melden, damit der online-Kontakt zwischen uns aufrecht erhlaten bleibt.)

    Dr. Konrad Schmidt-Werthern, Leiter der Berliner Kulturbehörde, versprach uns bei der Übergabe von über 20.000 Stimmen am Mo., 13. Juli 2015, vor laufenden Kameras, dass wir eine Antwort bekommen.

    Derweil fordert das deutsche Feuilleton für seinen Chef, den Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner, für seine seltsam nichtssagenden Aussagen zu kulturpolitischen Angelegenheiten, in denen er den digitalen Wandel lobt und nicht sagt, was sich inhaltich dahinter versteckt (des Kaisers neue Kleider vielleicht...),

    die Anti-Schwafel-Drohne.
    www.deutschlandradiokultur.de/aus-den-feuilletons-anti-schwafel-drohne-gegen.1059.de.html?dram:article_id=334779
    Hilft die auch dann, wenn man den Eindruck hat, hier werden unsere staatlichen, öffentlichen Gelder zum privaten ekz Biblithekenservice nach Reutlingen verschoben?

    Auf Antwort auf unsere berechtigten Forderungen haben wir jedenfalls noch keine Antwort erhalten.

    Wir sollten den Leuten von SPD und CDU in Berlin daher bei den anstehenden Wahlen unsere Quittung verpassen. Ob mit oder ohne Anti-Schwafel-Drohne

    beste Grüße

    von

    Eckart Müller

  • ZLB-Jubiläum Thema in Abendschau v. 19.9., unser Protest wurde erwähnt

    20-09-15 20:01 Uhr

    Liebe UnterstützerInnen der ZLB-LektorInnen, liebe FreundInnen exzellenter Medienauswahl,

    unser Protest war zu sehen und zu hören, als gestern Nachmittag die stellv. Bürgermeisterin Dilek Kolat (SPD) ein „Denkmal“ für 20 Jahre ZLB enthüllte. Eine aus schwarzem Plastik geformte Schrift „20 Jahre ZLB“ kam zum Vorschein, auf einem anscheinend aus Sperrholz-Platten geformten Sockel, daneben auf drei Metall-Stangen wackelig fliegende Symbole, die mehr nach Laptops als nach sonst was aussehen (das aktuelle ZLB-Logo).

    Dazu spielte die „IG Blech“, einige der Band-Mitglieder zeigten dezent, dass Sie mit unserem Anliegen sympathisieren. Getragen wurde unser Protest diesmal hauptsächlich von der Verdi-Betriebsgruppe, aber auch einige NutzerInnen hielten die Schilder „Kein Grund zum Feiern“ in die Kameras und den Festgästen entgegen.

    In der Abendschau tauchte der Bericht ganz am Ende des zweiten Nachrichtenblocks auf: mediathek.rbb-online.de/tv/Abendschau/Nachrichten-I/rbb-Fernsehen/Video?documentId=30669646&topRessort=tv&bcastId=3822076

    Viele Grüße
    Eckart Müller

  • Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger

    17-09-15 12:50 Uhr

    Liebe UnterstützerInnen,
    am Samstag, 19.9., soll um 15:30 vor der Amerika Gedenkbibliothek (Blücherplatz 1, 10961 Berlin, U-Bhf Hallesches Tor) ein Denkmal enthüllt werden. Auch diesen Teil der Feier zum 20jährigen Jubiläum der ZLB sollten wir kritisch begleiten! Enthüllen wir ihre Lüge von der schönen neuen Bibliothekswelt!
    Senatorin Dilek Kolat und die Presse werden auch unsre Sicht hören müssen, den WIR NutzerInnen sind die ZLB.

    Kommt zu 15 Uhr an die Amerika Gedenkbibliothek und holt Euch das Flugblatt, um unsere Botschaft unter die Feiergesellschaft zu verbreiten: Wir wollen keine Billig-Bibliothek a la Manager Volker Heller! Stoppt das Outsourcing und den skandalösen Ausverkauf von öffentlicher Dienstleistung!

    Bis Samstag hoffentllich,

    EckartMüller
    Initiator der Petition

    P.S.: Das Flugblatt, dessen Text ich unten anhänge, kann man wohl ca. morgen als pdf auf der Verdi-Seite zlbbg.wordpress.com/aktuelles/ auch herunterladen.
    P.P.S.: Keine Antwort haben wir auf unsere Petiton erhalten. Es scheint, als würde Kulturamtsleiter Dr. Konrad Schmidt-Werthern nicht zu seinem Wort stehen und 20.000 Stimmen einfach in die Tonne schmeißen. Mit Grüßen an die Regierenden sollten wir im nächsten Jahr bei der Abgeordnetenhauswahl zeigen, was wir von diesem Vorgehen halten.

    Text des Flublattes, ViSdP: Jana Sellept, FB 05, Verdi
    "Kein Grund zum Feiern!
    [...]
    Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) hat 20-jähriges Jubiläum. 1995 wurde sie aus der Berliner Stadtbibliothek und der Amerika-Gedenkbibliothek zu einer einzigartigen Bibliothek zusammengelegt. Eine Trennung in öffentliche und wissenschaftliche Bibliothek sollte bewusst aufgehoben werden.
    „Zielvorstellung war eine öffentliche große städtische Bibliothek, die einen allgemeinen und wissenschaftlichen Grundbestand für die breite Bevölkerung stellt und darüber hinaus, aufgrund der landesbibliothekarischen Komponente, auch einen hochspezialisierten Bestand anbieten kann.“
    *
    Neoliberale Umgestaltung statt Weiterentwicklung dieses Erfolgskonzeptes ...

    Unter Vorwänden und ohne Alternativen geprüft zu haben, plant der Managementdirektor der ZLB, Volker Heller, einen Großteil der Buchauswahl zum 01.01.2016 an einen privaten Dienstleister, die ekz.bibliotheksservice GmbH (ekz) aus Reutlingen, auszulagern. Dadurch sollen die meisten Stellen für die eigene Buchauswahl und -bearbeitung abgeschafft werden. Der Auftrag an das Privatunternehmen ekz ist ohne Ausschreibung geplant.

    Verflachung des Medienangebots mit öffentlichen Geldern

    Durch die Übergabe eines Großteils des Erwerbungsetats an die ekz, die nur ein beschränktes Angebot liefern kann, werden Steuergelder verschwendet. Nebenbei müssen der lokale Buchhandel mit hohen Umsatzeinbußen und das Land Berlin mit weniger Steuereinnahmen rechnen.

    20.000 Unterschriften gegen Privatisierung und Outsourcing in der ZLB

    20.000 BürgerInnen, davon 15.000 aus Berlin, haben in einer Online-Petition gegen die Privatisierung der Medienauswahl in der ZLB protestiert. Am 13.07.2015 wurden die Unterschriften dem Stiftungsrat der ZLB übergeben, der die Petition bis heute ignoriert.

    Gegen die Abschaffung eines qualifizierten Bestandsaufbaus in der ZLB!

    Wir fordern den Kultursenator und seine Verwaltung auf, diese Pläne zu stoppen! Wir fordern eine breite Diskussion über die Zukunft der ZLB, öffentlich und transparent! Die meistbesuchte Kultureinrichtung Berlins darf nicht hinter verschlossenen Türen demontiert werden! Die Stimmen von über 15.000 BerlinerInnen dürfen nicht überhört werden!

    Mehr Infos:
    Zur Petition
    :
    bit.do/rettetdiezlb
    Blog
    der ver.di-Betriebsgruppe der ZLB:
    www.zlbbg.wordpress.com
    Die ver.di-Betriebsgruppe auf
    twitter
    :
    @verdizlb"