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Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Mit 21 Jahren 3 Abschlüsse in der Tasche!
Die eigentliche Erzieherausbildung dauert nur 3 Jahre (2 Studienjahre, 1 Anerkennungsjahr); allerdings ist eine zweijährige Erstausbildung die Voraussetzung dafür. Wer also von 5 Jahren redet, muss auch sagen, dass es damit das ganze "Paket" mit 3 Abschlüssen gemeint ist: staatl. geprüft. KinderpflegerIn, staatl. anerkannte ErzieherIn und die Fachhochschulreife. Dann sind die Leute ca. 21 Jahre alt (Zugangsvoraussetzung war Mittlere Reife) und sie beginnen verantwortlich zu arbeiten (kein Jurastudent ist in dem Alter soweit ...);
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    Meisterstatus, Hochschulzugang für Berufsqualifizierte sichern
Ohne den ersten Berufsabschluss geht vermutlich der Meisterstatus für ErzieherInnen verloren. Die gegenwärtige Einstufung in den DQR/EQR (Deutscher + Europäischer Qualifikationsrahmen) Stufe 6 würde durch die Kürzung gefährdet, genauso wie der Hochschulzugang für Berufsqualifizierte (ohne Abi).
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    Vorteil/Chance der Erstausbildung
Die geplante Kürzung brächte den Verlust des ersten Berufsabschlusses (Kd.pflegerIn) mit sich. Wer dann also - aus welchen Gründen auch immer - die vier Jahre nicht durchzieht, hat am Ende nix in der Tasche und geht dem "pädagogischen Feld" verloren. Die gegenwärtige Ausbildungsstruktur ermöglicht durch den ersten Berufsabschluss nach 2 Jahren die Chance zu Um- oder Neuorientierung, ob Berufstätigkeit oder Weiterbildung in der FakS.
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    zu jung fertig ist nicht unbedingt wünschenswert; steigende burnout-Gefahr,
schon mal drangedacht, dass bei Kürzungen die AbsolventInnen dann erst 19/20 Jahre alt sind und sollen schon Eltern beratend zur Seite stehen, als Fachkräfte akzeptiert und anerkannt werden ... wann soll den Persönlichkeitsentwicklung stattfinden, wenn man so im Schnelldurchlauf durch die Ausbildung gejagt wird; wer dann hinterher den ganzen Anforderungen nicht gewachsen ist, wirft die Flinte ins Korn und is weg vom pädagogischen Feld ... das kann wohl nicht gewollt sein.
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    Erzieherausbildung
Keine Experimente mit der Erzieher-Ausbildung! Die Arbeit im Kindergarten mit der dazugehörigen frühkindlichen Bildung und individuellen Förderung einzelner Kinder ist eine große Verantwortung und Aufgabe! Wer die übernimmt, muss selbst gut ausgebildet sein! Durch die geplante Änderung wird die Ausbildung von Erzieher /innen abgewertet! Längst überfällig wäre eine Aufwertung, z.B. des Gehalts, aber auch des Ansehens!
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    Anschlussfähigkeit an FH, tarifrechtliche Einstufung
Seit einigen Jahren gibt es Studiengänge, welche speziell für ErzieherInnen konzipiert wurden (z.B. Erziehung und Bildung im Kindesalter); diese Anschlussfähigkeit wird nach einer Verkürzung vermutlich nicht mehr so gegeben sein. Damit gehen vielfältige Weiterbildungs- und Aufstiegschancen verloren. Außerdem wäre eine verkürzte Ausbildung vielen ein willkommener Grund, gehaltsmäßige Erhöhungen abzulehnen ... bzw. sich keinesfalls für dauerhaft bessere Entlohnung einzusetzen.
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    Verbesserung der Ausbildung, nicht Verschlechterung ist angesagt!
Es ist nicht das erste Mal, dass bei exklatantem Erziehermangel die Forderung nach Verkürzung der Ausbildung bzw. einer Liftausbildung für Quereinsteiger gestellt wird. Damit will man die einzig richtige Reaktion auf den Mangel in diesem Berufsfeld umgehen: Eine bessere Bezahlung für diesen Berufsbereich. Und das ist schon unglaublich, was sich die Politik da erdreistet. Einerseits wird davon gesprochen, dass die Bildung unserer Kinder sooo wichtig ist, dass die Anforderungen für die PädagogInnen stetig steigen, dass die Ausbildung verbessert werden muss und das ist die Reaktion. Unglaublich
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

Ich selbst bin momentan im letzten Jahr der sogenannten PIA zur Erzieherin (allerdings in BW) und kann nur sagen, dass ich absolut nicht das Gefühl habe, schlechter ausgebildet zu werden, als in der herkömmlichen Ausbildung. Ganz im Gegenteil: Wir kriegen so unheimlich viel von der Praxis mit, was uns kein Lehrer lehren kann. Und der Unterricht kommt deshalb trotzdem nicht zu kurz. Außerdem wechseln viele der Auszubildenden innerhalbder gGemeinde mehrmals die Einrichtungen, um so einen vielfältigen Einblick zu gewinnen.
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Die Form von Ausbildung gibt es in Bayern doch schon längst. Zwar noch nicht lange, aber dennoch. Und ich muss sagen diejenigen die ich bisher kennen gelernt habe und diese Form von Ausbildung machen sind bis jetzt ebenso gut ausgebildete wie alle anderen die zwei SPS Jahre hatten. Es ist nur eben anspruchsvoller den ganzen stoff in einem Jahr zu lernen. Ansonsten spricht nichts dagegen wenn man sich aussuchen kann ob man die Ausbildung in 4 oder in 5 Jahren absolvieren will.
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Ich finde den Regierungsansatz nicht schlecht. In anderen Berufen macht man 1,5 Jahre generalistische Ausbildung und spezialisiert sich in der restlichen Zeit auf ein Feld (hier wäre es dann Krippe, KiTa, Hort). Wenn wir hoch gebildete ErzieherInnen haben wollen, dann müsste es eine höhere Zugangshürde geben. Ich beobachte, dass mittlerweile, teils auch vom Amt jeder "Depp" dazu animiert wird Erzieher/in bzw. Kinderpfleger zu werden. In anderen Ländern sind die Pre-School-Lehrer Akademiker. Und die Qualität hierzu Lande leidet wegen der Gruppengrößen nicht wegen der Ausbildung...
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5 Jahre Ausbildung sind schlicht zuviel. In der Zeit hat man ein komplettes Jurastudium locker erledigt. Daher ist dieses Fach offensichtlich komplett überladen mit unnützem Wissen. Und ein Hinderniss für Neueinsteiger (Protektionismus). Möglicherweise ist das so gewollt. Ein überregulierter Markt. Drei (oder gar nur zwei) Jahre wären mehr als genug. Dann gäbe es auch mehr Erzieher.
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    Vergütung
Eine fünfjährige Ausbildung bei der man im ersten Jahr keine Vergütung bekommt, hat in diesen Zeiten kaum Chancen. Eine Verkürzung auf 3,5 Jahre ist überfällig ohne Qualitätsverlust. Mit 3,5 Jahre Vergütung!
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Die Form von Ausbildung gibt es in Bayern doch schon längst. Zwar noch nicht lange, aber dennoch. Und ich muss sagen diejenigen die ich bisher kennen gelernt habe und diese Form von Ausbildung machen sind bis jetzt ebenso gut ausgebildete wie alle anderen die zwei SPS Jahre hatten. Es ist nur eben anspruchsvoller den ganzen stoff in einem Jahr zu lernen. Ansonsten spricht nichts dagegen wenn man sich aussuchen kann ob man die Ausbildung in 4 oder in 5 Jahren absolvieren will.
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Ich verstehe nicht was gekürzt werden soll - ein Jahr schlecht bezahltes Praktikum oder der Umfang der Ausbildung vermittelten Inhalte? Und wo liegt der Unterschied in der Ausbildung zu einem Studium z.B. Soziale Arbeit (FH). Welche Möglichkeiten der Verkürzung gibt es bei welcher Vorbildung (Schulabschluss). Sind es 5 Jahre ab Quali oder Mittleren Bildungsabschluss oder Abitur? Reformen brauchen Zeit und Diskussion aber alles beim Alten heißt Stillstand.
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...könnten Sie die sog. "Qualität" der ER-ZieherINNEN-Ausbildung einmal in genderfeminstisch nachvollziehbare Form kleiden, bevor man allein vom diffusen Wortlaut her in global-politisch gottlos erbärmichliches Erbrechen allein vom konfusen Wortlaut mündet?
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