Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Gesamtheitliche Leistung
Die Wahrscheinlichkeit bei rund fünfzig Prüfungsleistungen, nur bei einer drei Mal durchzufallen ist leider gar nicht so gering. Ich selber habe mein Studium zwar bestanden, habe aber gerade wegen dieser Regelung und seiner möglichen Folgen vorsichtshalber zwei Semester länger studiert. Als jemand der die Situation kennt, würde ich daher zustimmen das es wichtig wäre die Leistung eines Studenten gesamtheitlich zu betrachten.
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    Absurd
Kurz vorm Abschluss mit leeren Händen da stehen!!! Das ist absurd, was soll den ein Student oder eine Studentin dann machen? Arbeitslosengeld 2 beantragen? Ist das Wirtschaftlich? Was neues Studieren? Hat man da noch die lust? Wer bezahlt das alles. Nach einer bestimmten Zeit mit einer bestimmten Leistung, sollte man einen Studenten nicht fallen lassen, sondern motivieren und unterstützen.
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    Druck
Martin Delius (Piraten) dringt auf Sofortmaßnahmen gegen den BAföG-Stau. Seine Fraktion habe errechnet, dass 4 bis 5 neue Stellen notwendig seien. ... denn Studienabbrecher kosteten Geld. Er frage sich auch, wieviel Druck Auszubildende und Studierende noch ertragen könnten. Ausgangslage: Rechtzeitige BAföG-Auszahlung - Schüler, Azubis und Studenten müssen oft monatelang auf einen Bescheid vom BAföG-Amt warten www.youtube.com/watch?v=me8QLSOxnag
Quelle: Quelle: RBB www.rbb-online.de
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    Bildung in der BRD
Heublein: ... Dass es auch anders geht, sieht man zum Teil an den Fachhochschulen. Solche Zahlen, beweisen in welche Richtung die BRD mit der Bildung geht. Traurig.
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    Bachelor
Heublein: Es gibt in den Ingenieurwissenschaften offenbar immer noch eine Kultur des Rausprüfens. Dazu passt, dass man die schwersten Grundlagenfächer in die ersten Semester packt und damit Studenten scheitern lässt, die es eigentlich schaffen würden, wenn man sie mit mithilfe von mehr Betreuung systematisch ans Studium heranführen würde. Das war zwar schon im Diplom so, hat sich im Bachelor aber noch verschärft. Denn die Zeit bis zu den ersten Prüfungen ist kürzer geworden.
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    Heublein
Heublein: Es gibt zum Beispiel offensichtlich Fächergruppen, die die Umstellung – zumindest für die Jahrgänge 2006/2007 – vergeigt haben. Ich spreche hier explizit die Ingenieurwissenschaften an, da kommen wir an den Universitäten auf eine Abbrecherquote von 48 Prozent. Das ist gewaltig. Jeder Zweite ist so schockiert vom Studium, dass er sich für immer von einer akademischen Ausbildung verabschiedet.
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    Vergleich
2010: Insgesamt beendeten 28 Prozent der Studienanfänger der Jahrgänge 2006/2007 ihr Bachelor-Studium ohne Abschluss. Die Quote erhöht sich damit im Vergleich zu den Studienanfängern 2004/2005 um drei Prozentpunkte.
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    Bologna
Dieses Ergebnis legen nun Bildungsforscher vom Hochschul-Informations-System (HIS) in einer Studie vor im Auftrag des Bundesbildungsministeriums . Mitautor der Studie Ulrich Heublein sagt : Schuld daran sind die Universitäten – nicht Bologna.
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    Abbrecherquoten
Hinzu kommt: Der Anteil derjenigen, die vom ersten Schultag an eine Sonderschule besuchen, hat sich zwischen 2003 und 2009 um fast ein Viertel erhöht. In Bayern und Baden-Württemberg sind dies sogar deutlich über vier Prozent. Erst 2010 ging dieser Anteil wieder zurück. Eine neue Studie bescheinigt Bachelor-Studiengängen hohe Abbrecherquoten.
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    Bildungbericht
Der alle zwei Jahre erscheinende Bildungsbericht wurde von einer Wissenschaftlergruppe unter Leitung des Frankfurter Bildungsforschers Horst Weishaupt erstellt Die Gruppe der Sonderschüler vergrößerte sich in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich. Der Anteil mit einem solchen Bedarf verdoppelte sich zwischen 2000 und 2010 an den allgemeinen Schulen: Die Quote der Integrationsschüler die also innerhalb regulärer Klassen besonders gefördert werden, stieg dort von 14 Prozent auf 29 Prozent
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    Studien
Unter den Jugendlichen gibt es immer noch einen harten Kern von bis zu 20 Prozent Bildungsverlierern: Sie können nicht richtig lesen oder Texte verstehen, brechen die Schule oder die Lehre ab und nehmen auch nicht an Weiterbildungskursen teil. Allerdings ist die Quote der Schüler ohne Hauptschulabschluss von 7,4 Prozent (2008) auf 6,5 Prozent (2010) erneut zurückgegangen.
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    Fakten
Fakten: Die Fachhochschulreife erwerben inzwischen 15,2 Prozent eines Jahrganges, wie eine Wissenschaftlergruppe für den Bericht Bildung in Deutschland 2012 ermittelte. 2006 waren dies erst 13,4 Prozent. Auf 22 Prozent erhöhte sich der Anteil der unter 35-Jährigen mit Hochschulabschluss.
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

    Qualität und nicht Quantität
Man sollte sich erstmal Fragen, ob andere Ausbildungswege genauso viel Freiheit, Mitspracherecht und Chancen bieten, wie das Studium, bevor man sich beschwert. Es besteht die Möglichkeit des Härtefallantrags, den man natürlich vor dem dritten Versuch stellen sollte, wenn man private Schwierigkeiten hat. Es ist fraglich, ob jemand diesen Abschluss bekommen sollte, der dieses Selbstmanagement nicht beherrscht. Studienabschlüsse werden verwässert und wertlos, wenn sie leichtfertig vergeben werden.
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    Chancengleichheit
Immer wieder schließen Studierende ihr Studium erfolgreich ab. Woran liegt es also, daß ein bestimmter Prozentsatz dieses Ziel nicht erreicht? Und wieso sollten bestimmte Studenten ein weiteres "Sicherheitsnetz" erhalten? Ich vertrete die Meinung, daß sich, sollte man diese Fälle tatsächlich als Härtefälle betrachten, nichts ändern würde, denn die entsprechenden Studenten planen dieses mit ein.
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    Faulheit
Eine Exmatrikulation hat Gründe. Wie ich finde, sind das gute Gründe. Eine Hochschule hat eine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber. Ich möchte nicht in einem Haus wohnen, in einem Auto sitzen, was von jemandem entworfen wurde, der aus "Mitleid" seinen Abschluss bekommen hat. Es gibt drei Chancen eine Prüfung zu bestehen. Meist ist fehlender Fleiß dafür verantwortlich, dass diese drei Versuche nicht ausreichen. Die Zeit nach dem Studium wird nicht leichter.
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    Prioritäten
"[...], ehrenamtliches/ soziales/politisches Engagement, etc.) nicht einzig und allein auf das Studium konzentrieren können. " Man muss im Studium lernen Prioritäten zu setzen. Wer das nicht schafft ist selber schuld.
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    Härtefälle
"Es kann nicht sein, dass die teils unter extremen Bedingungen erbrachten Leistungen im Studium nun null und nichtig werden sollen." Die Leistungsnachweise bleiben gültig und können bei einem neuen Studium eventuell angerechnet werden. "Die Leidtragenden, sind dabei jene Menschen, die es sich auf Grund ihrer individuellen Lebenssituation (chronische Krankheit/Behinderung, Kindererziehung, Pflege Angehöriger, [...]" Hierfür gibt es Härtefallregelungen
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Und ab wann hat man dann die "Abschluss-Garantie"? Ab dem 6., 5., 4. Semester ? Oder gleich mit Studienbeginn? Ein Studium soll bestimmte Befähigungen nachweisen - wenn diese nicht durch den Studierenden nachgewiesen werden können, darf er logischerweise das Studium nicht bestehen.
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