Pro

What are arguments in favour of the petition?

Contra

What are arguments against the petition?

    Gute Online-Konzepte statt gefährlichen Schulöffnungen

Bei adäquater Durchführung des Distanzunterrichts kann dieser ähnlich effektiv sein, wie die Präsenzlehre. Dass dies zutrifft, dürfte das Beispiel der Hochschulen belegen, an denen nunmehr seit April 2020 für einen Großteil aller Studenten aus der Ferne unterrichtet wird. Ziel sollte es daher nicht sein, das Leben der vulnerablen Gruppen durch eine übereilte Schulöffnung zu gefährden, sondern vielmehr ein ordentliches Konzept für den Online-Unterricht zu entwickeln, damit kein Qualitätsverlust im Bildungsbereich entsteht.

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Sicherlich ist es eine schwierige Interessensabwägung. Fakt ist zunächst, dass durch alle Maßnahmen der Welt nicht zu 100% sichergestellt werden kann, dass keine Übertragung stattfindet. Aus diesem Grund steht man sehr schnell vor einem Gewissenskonflikt. Keiner würde verneinen, dass die Bildung unserer Kinder nicht ein absolut elementares Gut ist. Gleichzeitig sollte aber auch für dieses Gut nicht leichtfertig mit den Leben all derer gespielt werden, die durch eine Infektion in Lebensgefahr kämen. Diese Abwägung ist ein schmaler Grat. Im Zweifel ist Vorsicht wohl besser als Nachsicht.

Source: Bildung ist ein unfassbar wichtiges Gut. Dennoch darf hierfür nicht mit dem Leben vulnerabler Gruppen gespielt werden.
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    Für die Jüngeren steht das soziale Wohl infrage, dessen Verlust nicht wiederhergestellt werden kann - Für die Älteren sind es Noten, die im Nachhinein angepasst werden können.

Unbedingt sollten SchülerInnen bei Lockerungen der derzeitigen Beschränkungen an erster Stelle stehen. Allerdings stehen nicht nur TeilnehmerInnen der Abschlussklassen vor immensen Herausforderungen. Denn der Lockdown betrifft in ganz besonderem Maße deren jüngere Leidensgenossen (Klassen 1 und 2), die weder die Umstände des Lockdowns im vollen Umfang erfassen, noch sich dessen Auswirkungen derart leicht wie Ältere durch Videoanrufe entziehen können. Für sie bedeutet der Lockdown immensen sozial und psychischen Schaden. Die Abwägung beiderseitiger Interessen fällt hier m.E. falsch aus.

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    Alle haben eine Partizipationsmöglichkeit an der Online-Lehre

Entgegen der Auffassung der Initiatoren der Petition, dürften nahezu 100% aller SchülerInnen und Schüler von Abschlussklassen ein geeignetes Gerät für den Online-Unterricht besitzen. Anders als vielfach angenommen, reicht für eine adäquate Teilnahme an der Distanzlehre (Bsp. in Form von Video-Unterrichtsstunden) regelmäßig ein Smartphone. Es bedarf nicht zwingend des teuren Technik-Aufgebots, das sich viele nicht leisten können. Das für eine Partizipation am Unterricht notwendige Smartphone hingegen besaßen laut Umfragen (sh. Quelle) im Jahr 2019 bereits 95% aller 12-13-Jährigen.

Source: de.statista.com/statistik/daten/studie/1106/umfrage/handybesitz-bei-jugendlichen-nach-altersgruppen/
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    Keine tiefgreifenden Nachteile für bayerische Abschlussklassen

Entgegen des erweckten Anscheins, sind es nicht allein die SchülerInnen der bayerischen Abschlussklassen, die auf Präsenzunterricht verzichten müssen. Vielmehr gehen rund die Hälfte aller Bundesländer im Moment diesen oder einen vergleichbaren Weg (sh. Quelle). Die angenommene Ungerechtigkeit ist somit lange nicht so tiefgreifend, wie behauptet. Hinzu kommt, dass aufgrund des Bildungsföderalismus so oder so Bildungsunterschiede zwischen den Bundesländern bestehen. Die Auswirkungen durch ein paar Wochen mehr Präsenzunterricht in anderen Ländern bewirken höchstens marginale Unterschiede.

Source: deutsches-schulportal.de/bildungswesen/schulschliessungen-corona-werden-die-schulen-wieder-geschlossen/
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