Im Umkreis von ca. 800m um den geplanten Standort gibt es bereits zehn Bäckereien und zwei Supermärkte. Vier weitere Supermärkte und ein Drogeriemarkt in der Industriestraße sind ca. 1,2km entfernt.
Das Verkehrsaufkommen ist auch so schon hoch genug. Auf dieser Fläche verläuft der Schulweg zu mehreren Schulen und Kitas. Da braucht es keinen zusätzlichen Verkehr durch Lieferfahrzeuge und Einkaufskunden. Die dann wahrscheinlich noch die Ein- und Ausfahrt der Krankenwägen erschweren. Und schon gar nicht braucht man den 100. görtz im Umkreis. Jeder Quadratzentimeter Grünfläche dafür herzugeben ist zu viel. Oder eine Kita die nie eröffnet wird weil einfach kein Personal da ist.
„Stadtbäume und Straßenbegleitgrün haben durch Beschattung und Verdunstung eine kühlende Wirkung und binden Luftschadstoffe sowie CO2. […] Zusammenhängende Grünflächen sorgen für Kalt- und Frischluftschneisen und bieten vielen Tierarten einen Lebensraum."
Wir haben hier schon so viele Bäcker. Und es gibt schon genügend versiegelte Flächen, da muss doch nicht auch noch ein Park dafür platt gemacht werden.
Im Jahr 2023 einen Park in Parkplätze zu verwandeln ist grotesk. Und dann noch in einem Areal, wo wunderschöne Altbauten sind... Das wird eine weitere Bausünde in Ludwigshafen
Die Parkplatzsituation rund ums Klinikum ist KEIN Argument. Als Anwohner sehen wir, dass sich dies am frühen Nachmittag bereits entspannt - und man findet immer einen. Ein Supermarkt hingegen bringt mehr Verkehr und Lärm bis spät abends, 22 Uhr auch am Wochenende, zieht also mehr Autos und Verkehr an.
Hier geht es nicht um eine „Riesenchance für Friesenheim“, wie Herr Henkel glaubt, sondern darum, die Investoren der Großbäckerei Görtz durch hemmungslose Expansion zu befriedigen. Die Mehrheit von Görtz gehört einem norwegischen Finanzinvestor.
Das Klimagutachten aus 2022 zeigt, dass der Alwin-Mittasch-Park für die Kühlung des Ortsteil einen wesentlichen Beitrag leistet (siehe Seite 12 der Präsentation aus dem Umweltausschuss der Stadt Ludwigshafen). Eine Bebauung würde die Situation verschlechtern und zur Aufheizung der Umgebung beitragen.
Zum geplanten Parkhaus und dem „Parkplatzmangel“ im Umfeld: die (kostenpflichtigen) Parkplätze in der angrenzenden Bremserstr. habe ich noch nie komplett voll erlebt; weiter gibt es mehrere BASF Parkhäuser im Umfeld, die bis vor einigen Jahren von Anwohnern genutzt werden durften, jetzt aber nicht mehr.
Es kann doch nicht darum gehen, den Individualverkehr durch Parkhäuser attraktiver zu machen. Stärkt den ÖPNV, dann muss auch nicht jeder die Oma im Krankenhaus mit dem Auto besuchen kommen.