Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Das Praktikum soll ja der Berufsvorbereitung dienen und der Hauptaufgabe von Lehrern:
... ständig zu jammern, wie überarbeitet man doch mit dem geringen Urlaub sei und mehr Geld, Status und Altersvorsorge (natürlich ohne eigenen finanziellen Beitrag) in quengelhaftem Ton zu verlangen und den Steuerzahler dafür zur Kasse zu bitten. Wenns um die eigene Leistung geht, wird eher weniger verlangt: Ein Haubschüler kostet jetzt schon pro Jahr mehr als 10TEUR Ausgaben für Lehrer, OHNE dass die in vielen fällen den Schülern zumindest Lesen und Schreiben und Rechnen beibringen, Gendergelaber ist halt wichtiger. Ich hab schon junge Lehrer (frühpensioniert& mopsfidel) als Dauerurlauber...
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Der Defakto Arbeitsaufwand liegt in der Realität sogar wesentlich höher. Zu Zeiten meines Praxissemester (erste Kohorte) begann mein Arbeitstag um halb 7 (Fahrtbeginn) und ende zwischen 22 und 23 Uhr am heimischen Schreibtisch. Natürlich ist der eigenständige Grad der Arbeit zu beachten. Die Stundenanzahl im Nebenjob musste ich drastisch reduzieren. Hinzukommt, das der ÖPNV aufgrund des Gewichtes der Unterrichtsmaterialien nur bedingt nutzbar war, und ein PKW angeschafft werden musste.
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Diese Forderung ist nicht neu. Das Bündnis gegen die jetzigen Auslauffristen im Staatsexamen Lehramt in NRW www.fristen-kippen.de hat die Forderung nach einem bezahlten Praxissemester für die Masterstudierenden bereits letztes Jahr und auch Anfang des Jahres zur Änderung des LABGs gefordert bzw. mit eingebracht. Gründe weshalb das Praxissemester vergütet sein sollte, findet man hier: http://fristen-kippen.de/stellungnahme-labg-kabinettsentwurf/ Und dort unter "Soziale Selektivität von Praxissemester und Auslandsaufenthalt LABG § 12 (3) und LABG §11 (10)"
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

Im Gegensatz zu Praktikanten und Referendaren dürfen Praxissemesterstudenten nichts ohne Anwesenheit eines Lehrer selbstständig machen, keinen Unterricht, kein Vertretungstunde , keine Beaufsichtigung. Die Ausbildung ist von der Hochschule auf die Schule verlagert worden.
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"Zum Vergleich: In der freien Marktwirtschaft müssen Praktikanten, deren Beschäftigungsverhältnis länger als drei Monate andauert, mit dem Mindestlohn von 8,50€ entlohnt werden." Nur teilweise richtig: Studierende die ein Pflicht-Praktikum absolvieren haben kein Anspruch auf Mindestlohn. Das Praxissemester kann als Pflicht-Praktikum angesehen werden. Warum sollten nun Lehramtsstudierende anders behandelten werden als Studierende anderer Studiengänge die auch ein Pflicht-Praktikum für ihr Studium absolvieren müssen?
Quelle: www.absolventa.de/karriereguide/arbeitsrecht/mindestlohn-praktikum
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    Kosten des Studiums
Das Praxissemester ist Teil des Studium. Die Studierenden erhalten für das Praxissemester 25 Credit Points, was dem Aufwand von etwa einem Semester entspricht. De facto kostet also jeder Studierende dem Staat auch im Praxissemester ca. 5000€, was rund 800€ im Monat entspricht. Eine Vergütung des Praxissemesters käme also auf diese Kosten oben drauf.
Quelle: www.spiegel.de/unispiegel/studium/statistik-so-viel-kosten-studenten-ihre-unis-pro-jahr-a-1078683.html
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    ausprobieren, Aufwand, Eignung, Chance
Es handelt sich hier um ein Praktikum, nicht um einen Job! Die Studierenden sollen durch dieses Praxissemester ausprobieren, ob sie sich nach dem angeeigneten Wissen tatsächlich für den Beruf geeignet sehen und das Zweite Staatsexamen antreten soll. Für diese großartige Chance auch noch Geld zu verlangen ist fast schon etwas frech. Dazu kommt, dass der Aufwand während dieses Semesters verhältnismäßig gering ist. Natürlich arbeiten die Studierenden und investieren eine gewisse Zeit, aber dies tun sie für sich selbst, für ihre Zukunft, für ihre Karriere, für ihr Studium. Es ist nicht umsonst!
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Es ist richtig, dass manche (längst nicht alle) Unternehmen in der Industrie für Pflichtpraktika Geld bezahlen. Aber das ganze basiert auf freiwilliger Basis. Ich fände es unfair, wenn Lehramtsstudenten bezahlt werden würden, da bei ihnen noch ein weiterer Unterschied besteht: Sie bekommen ECTS für ihr Praktikum. Ich studiere Elektrotechnik und habe mein Praktikum vergütet bekommen, aber das Ganze gab nicht einen Punkt und ich musste nebenbei noch für Prüfungen lernen.
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Keine Mitzeichnung, meiner Meinung nach dürfen Studierende im Lehramt nicht besser gestellt werden wie andere. Ich hatte in meinen Studium Öffentliche Verwaltung 12 Monate Pflichtpraktikums zu erfüllen. Für lau, nichts, keine Bezahlung, aber einer 40 Stunden Woche. Daher ist diese Petition so Realitäts fern, dass sie eigentlich schon dreist ist, nicht nur ungerecht, sondern auch Gesetzeswidrig. Gleichbehandlung für alle oder wir lassen das.
Quelle: Mein Kopf
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    There is no free lunch
Ich finde es ist quatsch, dieses Praktikum zu bezahlen, da die Studierenden ja mit Credits entlohnt werden. Der Teil mit den Fahrtkosten ist ebenfalls nicht relevant, da die Studierenden ja eingeschrieben sein müssen und folglich ein NRW Ticket besitzen, was die Fahrtkosten auf 0 senkt. Was die "Vorbereitungszeit" angeht: Diese glaube ich erst, wenn ich sie sehe. Wo gibts denn sowas, dass Lernzeiten vergütet werden? Völlig weltfremd, so zu argumentieren. Ich habe für meine Praktika damals weder Geld noch Credits bekommen, warum sollten die lieben Lehrer denn besser gestellt werden, als wir?
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    Geldgeilheit ist nun nicht DIE Ordination im Praxissemester für maximale Tauglichkeit
Man/frau bedauert zutiefst, ein derart absurd vorgebrachtes Ansinnen einer vorgeblich bezifferten "Mariella" im Mindesten bei halbwegs vorliegender Zurechnungsfähogkeit unterschreiben zu können/wollen. Machen Sie einem zurechnungsfähigem Gremium klar, DASS und OB sie etwas gesellschaftsfähig zurechnungsfähiges können, "mariella"
Quelle: Bei solch pekuniärer Argumentation scheinen sie hingegen bereits per se 80% im Vorfeld verloren zu haben
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    Es sollte langsam auch auf niederster Studienebene angekommen sein, dass für Praxissemester Geld mitzubringen statt einzufordern ist. Wo liegt das "grandios" affektiert hergezogene Problem ?
Nunja, liebe LehramtsanwärterInnen, falls Sie es anno 2016 noch IMMER NICHT GEBÜHREND mitbekommen haben sollten: "Lehrjahre sind keine HerrINNEN-Jahre". Täte es Ihnen wohlmöglich sehr wohl, sich einmal ihrer Affektiertheit herunter zu bemühen und sich VOLL ihrer zugedachten Aufgabe hinzugeben?
Quelle: Oder ist das nicht so genehm
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