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Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Vereinsleben in Gefahr
Das Vereinsleben ist ein Grundbestand unserer Kultur in Baden-Württemberg. Viele Vereine haben keine ausreichenden Jugendgruppen mehr, weil die Kinder bei drei Nachmittagen Unterricht keine Zeit mehr haben
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    Universitäten beklagen schlechtere Bildung
Seit der Einführung von G8 beklagen die Universitäten immer schlechtere Bildung der Studienanfänger: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/abitur-noten-werden-immer-besser-die-bildung-schlechter-12990647-p3.html Könnten die im Zusammenhang mit G8 geschrumpften Bildungspläne ein Grund sein?
Quelle: www.faz.net/aktuell/gesellschaft/abitur-noten-werden-immer-besser-die-bildung-schlechter-12990647-p3.html
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    Nachlassendes Interesse bei G8-Lern
Als Lehrer (ohne Meinungsfreiheit) beobachte ich, dass Schüler sich am G8 viel weniger für außerschulisches interessieren als zu G9-Zeiten. Vor allem das Interesse, zu experimentieren und zu forschen geht zurück.
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    Armes Baden-Württemberg
Berührend - offen - ehrlich hat Henning Sußebach bereits im Mai 2011 einen Brief an seine Tochter Sophie in der ZEIT veröffentlicht: http://www.zeit.de/2011/22/DOS-G8 Liebe Landesregierung, ihr seht doch längst, was G8 mit unserer Gesellschaft macht. Gebt eurem Herzen einen Ruck und öffnet den Geldbeutel. Ihr investiert in eure Zukunft!
Quelle: www.zeit.de/2011/22/DOS-G8
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    Mehrheit der Bürger möchte G9
Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung Baden-Württembergs ist für G9 wie Josef Kraus in seinem bemerkenswerten Buch "Ist unsere Bildung noch zu retten?" schreibt. Eigentlich dürfte diese Petition gar nicht nötig sein, da die Meinung der Bevölkderung aus offiziellen Studien bekannt ist. Wenn demokratische Parteien den Bevölkerungwillen ignorieren, sollten wir durch eine deutliche Petition nachlegen!!!
Quelle: www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/anmeldezahlen-der-44-modellschulen-g9-bleiben-hoch/
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    G9 ist kein Modell sondern bewährtes System
"Modellschulen"?? Wie naiv sind wir eigentlich dass wir uns von der Politik verkaufen lassen, in den 44 Schulen mit Wahlfreiheit würde ein "Modell" angeboten werden. Mal ganz ehrlich: Was dort angeboten wird ist kein Modell sondern ein über Jahrzehnte bewährtes System - nämlich Abitur in 9 Jahren. Ein System welches wir Eltern - inklusive der Politiker mit Abitur - selbst durchlaufen haben. Dieses System wurde aus einem einzigen Grund abgeschafft: um Geld zu sparen!
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    Abitur im eigenen Takt spricht nicht gegen Wahlfreiheit
"Abitur im eigenen Takt" schließt die Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 nicht aus: "Abitur im eigenen Takt" kann als G9-Variante verstanden werden. Es besteht also kein Grund, wegen dem Ziel eines Modellversuchs "Abitur im eigenen Takt" den 44 G9-Gymnasien den Bestandsschutz und den an G9 interessierten Gymnasien G9 zu verweigern.
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    Kinderrechte
G8 stiehlt uns Schülern unsere Kindheit. Während unsere Politiker als Kinder nachmittags ihre Freunde auf der Straße getroffen haben, schicken sie uns bis in den Abend in die Schule, dann sollen wir noch was lernen. Da bleibt nicht einmal das Wochenende frei.
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    Abstraktionsvermögen jüngerer Schüler
Die für G8 notwendige Verschiebung der Lerninhalte in frühere Klassen könnte das Abstraktionsvermögen der Kinder überfordern. War da nicht etwas, inder Richtung dass Kinder Variablen in der Mathematik erst mit ca. 14 Jahren begreifen können? Im Bildungsplan stehen diese Inhalte aber nicht in Klasse 8 oder 9, sondern schon in Klasse 6.
Quelle: Bildungsplan BW 2004 S. 95 -3. Leitidee Variable
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Viele Schüler am G8 haben die Wahl zwischen Arbeitszeiten, wie sie in der Frühindustrialisierung üblich waren oder mit ausreichenden Leistungen zu leben.
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

    Ausweitung G9 ja - Wahlmöglichkeit nein
Ich bin durchaus für die Zulassung weiterer Schule mit G9, um es mehr Kindern zu ermöglichen, das Abitur in längerer Lernzeit zu machen. Doch die Wahlmöglichkeit an ein und der selben Schule halte ich aus organisatorischen Gründen insbesondere an kleineren Gymnasien nicht machbar. Dort müssen ja schon verschiedene Züge (NWT oder Sprachen) unter einen Hut gebracht werden.
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    Entweder G8 oder G9!
Beides zulassen und dann auch noch mit Wahlmöglichkeit womöglich sogar an einer Schule ist organisatorischer Unsinn und wird dazu führen, dass keines der beiden Konzepte richtig funktioniert. Schüler und Lehrer brauchen endlich Klarheit und Planungssicherheit.
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Wahlfreiheit, also die Fortführung und ggf. der Ausbau von G8 und G9 gleichzeitig an einem Standort frisst Resourcen. Sowohl in der Planung, als auch in der Verwaltung der Schule. In erster Linie kostet sie aber den unterrichtenden Lehrer wertvolle Zeit im Alltag, bei der Gestaltung und der Umsetzung zweier verschiedener Schulcurricula, der Auswahl aus zwei Lehrbüchern usw., also bei ihrer Hauptaufgabe. Egal ob G8 oder G9, dass was man macht muss man richtig machen, mit Überzeugung und allen notwendigen Nachsteuerungen.
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Wäre G8 gut geplant, mit entsprechendem Stoffverteilungsplan (hier auch Mut zu Kürzungen) und mit adäquaten Lehrbüchern versehen worden, wäre diese Abstimmung unnötig. G8 war ein Schnellschuss und ist deshalb für viele unbefriedigend. In den meisten unserer Nachbarländer kommt man in 12 Jahren zum Abitur, die haben sich bestimmt auch was überlegt.
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    Abitur im eigenen Takt
Bestandsschutz der Modellschulen und weiterer Ausbau von G9 würde das "Abitur im eigenen" Takt politisch unmöglich machen. V.a. im ländlichen Raum wäre dies aber mangels Wahlmöglichkeiten bzgl. der Schule die einzige Methode, um das unterschiedliche Leistungsniveau bzw. das unterschiedliche Lerntempo der Schüler angemessen zu würdigen.
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    G8, G9 und die Resteschule?
Eine erneute flächendeckende Einführung wäre eine Rückführung zum 3- gliedrigen Schulsystem. Als Lehrer einer Realschule muss ich feststellen, dass wir große Abwanderungen an das 9- jährige Gymnasium zu beklagen haben. Folge: Niveausenkung für G9, da nicht die "niederste" Schulform gewählt werden soll. Jeder (auch "gymnasiale Schüler")sollten bestmöglich gefördert werden. Dies gilt jedoch besonders für Schüler, die kaum Unterstützung duch Eltern erhalten. Sie werden auf der "Resteschule" separiert. Es Bedarf eines durchdachten Gesamtkonzepts für alle Schulen, dazu gehören alle Lehrerverbände.
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