Region: Leipzig

Aus der Stadt der Friedlichen Revolution darf keine Stadt der Waffen werden!

Petition richtet sich an:
Oberbürgermeister Burkhard Jung, Sächsischer Landtag, Bundestag

10.664 Unterschriften

100 %
10.000 für Sammelziel

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  1. Gestartet 01.09.2026
  2. Sammlung noch > 4 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Oberbürgermeister Burkhard Jung, Sächsischer Landtag, Bundestag

Gegen den Ausbau Leipzigs zum Rüstungsindustriestandort und die Ansiedlung des US-Unternehmens Covenant. Für Transparenz und Leipzig als Weltfriedensort.

Leipzig ist seit 1989 eine Stadt der Friedlichen Revolution.
Wir Leipziger gingen 1989 auf die Straße, um über unsere Zukunft demokratisch mitbestimmen zu können. Heute sollen wir offenbar wieder schweigen. Während die Stadt Jahr für Jahr an die Friedliche Revolution und den Mut der Menschen erinnert, wurde die Ansiedlung eines US-Rüstungsunternehmens zum Bau von Mittelstreckenwaffen aktiv wirtschaftspolitisch gefördert – ohne dass zuvor irgendeine öffentliche Debatte über diese strategische Weichenstellung stattgefunden hätte. Am 1. September 2026, dem Weltfriedenstag, werden wir aus den Medien darüber informiert.

Konkret geht es u.a. um das US-Unternehmen Covenant, das ab 2027 in Leipzig den Marschflugkörper „Anthem“ produzieren will. Er soll einen rund 200 Kilogramm schweren Gefechtskopf über mehr als 1.500 Kilometer tragen können. Geplant sind Entwicklung und Serienfertigung von zunächst rund 1.000 und ab 2028 bis zu 5.000 Flugkörpern jährlich. Sachsen soll Covenants größter Produktionsstandort werden – mit etwas mehr als 70 Arbeitsplätzen.

Wir sagen: Nein.

Leipzig ist keine unbewohnte Industriebrache. Leipzig ist eine Stadt mit hunderttausenden (ca. 634.000) Einwohnerinnen und Einwohnern, mit Wohnungen, Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und dicht besiedelten Stadtteilen. Wer Rüstungsproduktion in eine Großstadt bringt, darf nicht so tun, als handele es sich um die Ansiedlung irgendeines beliebigen Unternehmens, um die Wirtschaft zu stärken.

Die Rüstungsindustrie ist kein gewöhnliches Gewerbe.

Drohnen, Mittelstreckenraketen und andere Rüstungsgüter sind Teil militärischer Infrastruktur, die in einem Krieg zur Zielscheibe von Angriffen wird.
Darüber muss offen gesprochen werden.
Nicht hinter verschlossenen Türen.
Nicht erst, wenn Verträge unterschrieben und Fakten geschaffen wurden.
Und nicht erst dann, wenn diejenigen, die heute entscheiden, längst nicht mehr verantwortlich sind.

Dialog statt Eskalation.
Besonnenheit statt Drohung.
Verantwortung statt Lobbyismus.

Deshalb werden wir fragen, welchen Weg unsere Stadt jetzt einschlägt.

Wir wollen keine Entscheidungen über unsere Köpfe hinweg!

Wir fordern:

1. Leipzig braucht eine Grundsatzentscheidung
Wir verlangen eine öffentliche Diskussion darüber, welche wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung unsere Stadt langfristig will. Leipzig kann nicht gleichzeitig stolz auf die Friedliche Revolution sein und so tun, als sei es eine Nebensächlichkeit, wenn die Stadt zunehmend Teil militärischer Produktionsstrukturen und Logistik und des mitteldeutschen Militärclusters wird. Wir wollen Leipzig zum Weltfriedensort entwickeln.

2. Vollständige Transparenz
Alle Planungen zur Ansiedlung, Erweiterung oder Förderung rüstungsbezogener Produktion in Leipzig müssen öffentlich nachvollziehbar gemacht werden. Keine Entscheidungen darüber auf Stadt-, Landes- und Bundesebene hinter verschlossenen Türen!

3. Eine öffentliche Debatte
Der Stadtrat und die Stadtverwaltung sowie die involvierte Landes- und Bundespolitik müssen eine umfassende öffentliche Diskussion ermöglichen. Diese darf nicht mit Präsentationen, in denen Bürgerinnen und Bürger anschließend noch drei Fragen stellen dürfen, erfolgen. Wir fordern echte Beteiligung, kritische Stimmen und die Möglichkeit, Entscheidungen tatsächlich zu beeinflussen.

4. Eine unabhängige Untersuchung möglicher Risiken
Welche Folgen ein bedeutender Rüstungsstandort für die zivile Sicherheit Leipzigs haben kann, muss unabhängig untersucht werden. Dazu gehört ausdrücklich auch die Frage, ob und in welchem Umfang militärisch relevante Produktionsstandorte im Falle einer internationalen militärischen Eskalation besonderen Gefährdungen ausgesetzt sind.

5. Keine Fakten schaffen, bevor die Bevölkerung gehört wurde
Solange diese Fragen nicht öffentlich beantwortet sind, dürfen keine weiteren unumkehrbaren Entscheidungen getroffen werden. Das bisherige Vorgehen des Stillschweigens und Beförderns dieser Rüstungsansiedlungen ohne die Einbeziehung der Bevölkerung ist demokratisch nicht zu legitimieren und verschärft gesellschaftliche Spannungen und Vertrauensverlust.

Begründung

Wir haben das Recht zu fragen

Wird Leipzig durch die Ansiedlung des Rüstungs-Start-ups Covenant und durch seine Einbindung ins mitteldeutsche Rüstungscluster im schlimmsten Fall zu einem strategischen Angriffsziel?
Was bedeutet das für die Menschen, die in der Nähe entsprechender Standorte wohnen?
Und warum sollen Bürgerinnen und Bürger ihre Sorgen herunterschlucken, nur weil es politisch bequemer ist, nicht darüber zu sprechen? Wir erleben seit Jahren einen Krieg in Europa und eine erschreckend schnelle militärische Aufrüstung. Politiker sprechen wieder über Kriegstüchtigkeit, Lumpenpazifismus, Wehrdienst und Abschreckung. Gleichzeitig sollen wir friedliebenden Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt nicht fragen, was diese Entwicklung für den eigenen Wohnort für Folgen hat.

Unsere Initiative "Leipzig bleibt friedlich” startete bereits im Jahr 2020 eine Petition gegen die Militarisierung des Leipziger Flughafens und die Ansiedlung eines „Hubs für Luftwaffentechnik“. Wir haben damals auch mit hunderten Briefen und persönlichen Gesprächen an die Entscheidungsträger im Bund, Land und in der Kommune appelliert. Das von Rheinmetall und Lockhead Martin/Sikorsky geplante Militärhubschrauber-Flottenmanagement-Zentrum wurde schließlich nicht am Flughafen Leipzig/Halle realisiert. Aus unserer damaligen Auseinandersetzung mit diesen Plänen entstand die Idee, der zunehmenden militärischen Nutzung ein eigenes Zukunftskonzept entgegenzustellen: Leipzig als Weltfriedensort.

1989 haben Leipziger nicht geschwiegen. Warum sollten wir es heute tun?

Die Friedliche Revolution ist nicht nur Kulisse für Sonntagsreden der Regierenden und kein Denkmal, das man einmal im Jahr besucht, während man im Alltag immer wieder erwartet, dass Bürgerinnen und Bürger Entscheidungen widerspruchslos akzeptieren. Auch die Leipziger Sechs stehen für eine entscheidende Erfahrung dieser Zeit: In einer gefährlichen und angespannten Situation kann Verantwortung bedeuten, eine Eskalation durch kluges Handeln zu verhindern. Wir wollen die Friedliche Revolutions weiterdenken.

Wir lassen uns nicht mit beruhigenden Floskeln abspeisen. Leipzig hat 1989 gezeigt, dass Bürgerinnen und Bürger nicht machtlos sind.

Damals lautete der Ruf: „Wir sind das Volk!“ und „Keine Gewalt!“

Heute sagen wir:
Wir sind die Menschen, die in Leipzig leben. Wir sind keine Kulisse für politische Entscheidungen zur Kriegstüchtigkeit. Und wir sind nicht bereit, erst dann über die Risiken eines Rüstungsstandortes zu sprechen, wenn es zu spät ist.
Keine Bombenziele in Leipzig!
Für Frieden. Für Transparenz. Für Bürgerbeteiligung.
Für eine ehrliche Debatte über die Risiken der Ansiedlung von Rüstungsunternehmen und darüber, wie Regierende und Rüstungslobby den Aufbau des mitteldeutschen Militärclusters vorantreiben.
Leipzig darf nicht schweigen.
Leipzig hat 1989 gezeigt, dass wir politische Entscheidungen nicht einfach hinnehmen müssen. Wir wollen wissen, welchen Weg Leipzig einschlägt – und wir wollen darüber mitreden.

Leipzig bleibt friedlich!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Leipzig bleibt friedlich!, Leipzig
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 01.09.2026
Sammlung endet: 28.02.2027
Region: Leipzig
Kategorie: Außenpolitik

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Petition,

    am Sonnabend, den 24.10.2026 findet um 13:00 Uhr auf dem Augustusplatz in Leipzig eine Demonstration unter dem Motto "Keine Raketenfabrik in Leipzig" gegen die Ansiedlung von Rüstungsindustrie statt. Dort könnt Ihr Eurem Friedenswillen Nachdruck verleihen.

    Bitte unterstützt uns auch weiter durch das Teilen und Verbreiten der Petition.

    Bitte unterstützt uns auch mit einer Spende! Für Öffentlichkeitsarbeit, Infomaterial und weitere Aktionen benötigen wir finanzielle Mittel. Wichtig: Spenden an die Petitionsplattform openPetition kommen nicht unserer Initiative, sondern der Plattform openPetition zugute.
    Wer unsere Arbeit direkt unterstützen möchte, kann dies über unsere Website tun: www.leipzig-bleibt-friedlich.org

    Vielen Dank!

    Leipzig bleibt friedlich
    www.leipzig-bleibt-friedlich.org

  • Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner unserer Petition,

    seit dem Start am 1. September 2026 hat unsere Petition mehr als 10.500 Unterschriften erreicht. Ein beachtlicher Erfolg! Dafür danken wir Euch herzlich.

    Viele fragen sich sicherlich: Was können wir noch erreichen, wenn die Ansiedlung des Rüstungsunternehmens Covenant in Leipzig offenbar bereits beschlossene Sache ist?

    Die Frage ist berechtigt. Die Standortentscheidung scheint gefallen – ohne öffentliche Debatte und Beteiligung der Stadtgesellschaft, aber mit politischer Unterstützung aus Berlin, Dresden und Leipzig. Das halten wir für höchst problematisch.

    Doch unsere Petition ist deshalb keineswegs überflüssig. Im Gegenteil! Es geht längst um mehr als ein einzelnes Unternehmen. Es geht um die Zukunft unserer Stadt: Soll Leipzig zu einem bedeutenden Rüstungsstandort werden? Welche weiteren Ansiedlungen könnten folgen? Und welche friedlichen, innovativen und wirtschaftlich tragfähigen Alternativen wollen wir entwickeln?

    Unsere Petition hat bereits eine wichtige öffentliche Debatte angestoßen. Wir setzen uns weiter dafür ein, Leipzig zu einem Weltfriedensort zu entwickeln und das Erbe der Friedlichen Revolution lebendig zu halten.

    Derzeit bereiten wir die Übergabe der Petition an die Stadt Leipzig und den Sächsischen Landtag vor. Zugleich hinterfragen wir auf kommunaler, Landes- und Bundesebene die politischen Hintergründe und Verantwortlichkeiten der Ansiedlung. Über die nächsten Schritte informieren wir Euch zeitnah.

    Bitte unterstützt uns auch mit einer Spende! Für Öffentlichkeitsarbeit, Infomaterial und weitere Aktionen benötigen wir finanzielle Mittel. Wichtig: Spenden an die Petitionsplattform openPetition kommen nicht unserer Initiative zugute. Wer unsere Arbeit direkt unterstützen möchte, kann dies über unsere Website tun: www.leipzig-bleibt-friedlich.org

    Und bitte verbreitet unsere Petition weiter! Ob in Leipzig, anderswo in Deutschland oder im Ausland: Jede Stimme zählt und stärkt unser gemeinsames Anliegen.

    Herzlichen Dank für Euer Engagement und Eure Unterstützung!

    Leipzig bleibt friedlich!
    www.leipzig-bleibt-friedlich.org

  • Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner unserer Petition,

    seit dem Start am 1. September 2026 hat unsere Petition mehr als 10.300 Unterschriften erreicht. Ein beachtlicher Erfolg! Dafür danken wir Euch herzlich.

    Viele fragen sich sicherlich: Was können wir noch erreichen, wenn die Ansiedlung des Rüstungsunternehmens Covenant in Leipzig offenbar bereits beschlossene Sache ist?

    Die Frage ist berechtigt. Die Standortentscheidung scheint gefallen – ohne öffentliche Debatte und Beteiligung der Stadtgesellschaft, aber mit politischer Unterstützung aus Berlin, Dresden und Leipzig. Das halten wir für höchst problematisch.

    Doch unsere Petition ist deshalb keineswegs überflüssig. Im Gegenteil! Es geht längst um mehr als ein einzelnes Unternehmen. Es geht um die Zukunft unserer Stadt: Soll Leipzig zu einem bedeutenden Rüstungsstandort werden? Welche weiteren Ansiedlungen könnten folgen? Und welche friedlichen, innovativen und wirtschaftlich tragfähigen Alternativen wollen wir entwickeln?

    Unsere Petition hat bereits eine wichtige öffentliche Debatte angestoßen. Wir setzen uns weiter dafür ein, Leipzig zu einem Weltfriedensort zu entwickeln und das Erbe der Friedlichen Revolution lebendig zu halten.

    Derzeit bereiten wir die Übergabe der Petition an die Stadt Leipzig und den Sächsischen Landtag vor. Zugleich hinterfragen wir auf kommunaler, Landes- und Bundesebene die politischen Hintergründe und Verantwortlichkeiten der Ansiedlung. Über die nächsten Schritte informieren wir Euch zeitnah.

    Bitte unterstützt uns auch mit einer Spende! Für Öffentlichkeitsarbeit, Infomaterial und weitere Aktionen benötigen wir finanzielle Mittel. Wichtig: Spenden an die Petitionsplattform openPetition kommen nicht unserer Initiative zugute. Wer unsere Arbeit direkt unterstützen möchte, kann dies über unsere Website tun: www.leipzig-bleibt-friedlich.org

    Und bitte verbreitet unsere Petition weiter! Ob in Leipzig, anderswo in Deutschland oder im Ausland: Jede Stimme zählt und stärkt unser gemeinsames Anliegen.

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Diese Petition ist mir wichtig, weil die Behauptung, man könne gegen eine private Rüstungsansiedlung nichts tun, rechtlich falsch ist. Die Stadt Leipzig besitzt die verfassungsrechtliche Planungshoheit (Art. 28 GG) und das klare Recht zur Bauleitplanung nach § 1 Abs. 3 BauGB. Der Stadtrat hat die gesetzlichen Hebel und die Pflicht, die öffentliche Sicherheit (§ 3 SächsBO) zu schützen und dieses verantwortungslose Rüstungsprojekt – notfalls über eine Veränderungssperre nach § 14 BauGB

Ein pauschales Nein verlagert Verantwortung nur geografisch. Wird ein System nicht in Leipzig produziert, entsteht es gegebenenfalls in Bayern, Frankreich oder den USA. Die ethische und sicherheitspolitische Frage verschwindet dadurch nicht.

Warum Menschen unterschreiben

Schwerter zu Pflugscharre.

Rüstung bedeutet Krieg. Ich will in Frieden leben.

Ich möchte nicht das Deutschland in einen
Krieg rein gezogen wird

Waffenproduktion vernichtet Arbeitsplätze

Weil Frieden über alles geht!

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22 Tage verbleibend

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