Berlin/Brandenburg: Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der S5 sicherstellen

Petition richtet sich an:
Landtag und S-Bahn Berlin / Deutsche Bahn

1.385 Unterschriften

69 %
2.000 für Sammelziel

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  1. Gestartet Mai 2026
  2. Sammlung noch 18 Tage
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Landtag und S-Bahn Berlin / Deutsche Bahn

Wir fordern die S-Bahn Berlin / Deutsche Bahn sowie die zuständigen Verantwortlichen in Berlin und Brandenburg auf:

  • die Pünktlichkeit der S-Bahn-Linie S5 nachhaltig zu verbessern,
  • die Ganz- und Teilausfälle deutlich zu reduzieren,
  • sicherzustellen, dass Züge nicht vorzeitig in Berlin-Mahlsdorf enden, sondern zuverlässig bis Strausberg / Strausberg Nord (Landkreis Märkisch-Oderland) durchfahren,
  • eine bessere Kommunikation(Durchsagen/Anzeigen) bei Betriebsstörungen vor Ort, 
  • sowie die Anschlusssicherheit in Mahlsdorf zu gewährleisten.

Insbesondere muss die Situation für die Bahnhöfe Hoppegarten, Neuenhagen, Fredersdorf, Petershagen Nord, Strausbergsowie Strausberg Nord spürbar verbessert werden, da diese in besonderem Maße von den aktuellen Problemen betroffen sind.

Begründung

Die S-Bahn-Linie S5 ist eine zentrale Lebensader für den Pendlerverkehr im Landkreis Märkisch-Oderland. Täglich nutzen rund 35.000 Menschen (Quelle 4) aus dem Landkreis diese Strecke, um zur Arbeit, zur Schule oder zu wichtigen Terminen zu gelangen.
  
Trotz dieser hohen Bedeutung ist die Linie seit Jahren durch massive Probleme geprägt:

  • Im Jahr 2024 gab es im Schnitt 178 Teilausfälle und 151 Gesamtausfälle pro Woche und damit ist die S5 Spitzenreiter bei allen S-Bahnlinien (Quelle 1)
  • Die Ausfallquote liegt bei bis zu 13 Prozent– ein Spitzenwert im negativen Sinne innerhalb des Berliner S-Bahn-Netzes. (Quellen 2, 7)
  • Die offizielle Pünktlichkeitsquote verschleiert die tatsächliche Lage, da Verspätungen unter vier Minuten nicht erfasst werden. Ein Zug von zehn, zählt als unpünktlich. (Quellen 1, 3)
  • Gefühlt liegen die Zahlen aber viel höher. Der ADAC Berlin kommt auf ca. 50%, wenn man alles einfließen lässt. (Quelle 3)

Besonders problematisch ist, dass Züge häufig bereits in Berlin-Mahlsdorf wenden, um Verspätungen auszugleichen. Dadurch verlieren Pendlerinnen und Pendler aus dem Landkreis Märkisch-Oderland ihren Anschluss oder dieser Zug fällt einfach aus und sie sind erheblich benachteiligt. 

Die Anteile der drei Hauptverursachergruppen an den Verspätungsminuten im Jahr 2024 lassen sich wie folgt verteilen (Quelle 1): 

  • S-Bahn Berlin GmbH rund 39 %, 
  • Infrastruktur rund 30 %, 
  • externe Ursachen rund 31 %

Gerade die S-Bahn-Stationen im Landkreis Märkisch-Oderland sind stark frequentiert und auf eine verlässliche S-Bahn angewiesen (Quelle 4):

  • Hoppegarten: ca. 6.400 Ein- und Aussteiger täglich
  • Fredersdorf: ca. 4.418
  • Neuenhagen: ca. 3.510
  • Petershagen Nord: ca. 3.000
  • Strausberg (gesamt): mehrere tausend Fahrgäste täglich  

Die S5 ist essenzielle Infrastruktur für zehntausende Menschen. Die derzeitige Situation führt zu:

  • unzuverlässigen Arbeitswegen,
  • verpassten Anschlüssen,
  • verlängerten Pendelzeiten,
  • und einem Vertrauensverlust in den öffentlichen Nahverkehr.

Ein zuverlässiger öffentlicher Personennahverkehr ist gerade in Zeiten hoher Kraftstoffpreise von entscheidender Bedeutung. Für viele Menschen stellt der ÖPNV eine bezahlbare Alternative zum eigenen Auto dar. Wenn S-Bahnen jedoch unpünktlich sind oder ausfallen, verlieren Pendlerinnen und Pendler wertvolle Zeit, das Vertrauen in den ÖPNV und sind im Zweifel gezwungen, wieder auf das eigene Fahrzeug umzusteigen. 

:

(1) Verspätungen und Zugausfälle bei der S-Bahn-Berlin in 2024 (Quelle: Berliner Abgeordnetenhaus)
https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-21315.pdf

(2) Zuverlässigkeitsstatistik VBB (Quelle: VBB)
https://unternehmen.vbb.de/qualitaet-im-oepnv/qualitaet-berliner-s-bahn/s5/

(3) Pressemitteilung ADAC
https://presse.adac.de/regionalclubs/berlin-brandenburg/berliner-oepnv-uberzeugt-trotz-schwaechen.html

(4) Fahrgastzahlen, Infrastruktur und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in der märkischen S5 Region (Quelle: Landtag von Brandenburg)
https://www.parlamentsdokumentation.brandenburg.de/portal/vorgang/V-375995

(5) Pönalen im SPNV und ÖPNV (Quelle: Berliner Abgeordnetenhaus)
https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-18040.pdf

(6) Entschädigungszahlungen (Bericht: Tagesspiegel)
https://www.tagesspiegel.de/berlin/wegen-ausfallen-und-verspatungen-s-bahn-muss-land-berlin-uber-24-millionen-euro-zuruckzahlen-10499191.html

(7) MOZ, 26.8.2025 - Ausfälle S5
S-Bahn ab Strausberg
https://www.moz.de/lokales/strausberg/s-bahn-ab-strausberg-kaum-die-s5-faellt-so-oft-aus-konsequenzen-gefordert-78267703.html

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, mobil-in-mol.de, Petershagen/Eggersdorf
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 18.05.2026
Sammlung endet: 17.11.2026
Region: Brandenburg
Kategorie: Verkehr

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition „Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der S5 sicherstellen“,

    vielen Dank, dass Sie unsere Petition unterzeichnet haben! Heute möchten wir Sie über den aktuellen Stand informieren.

    DER ZWISCHENSTAND
    Bislang haben über 2.500 Menschen die Petition unterzeichnet. Außerdem haben uns 765 Kommentare mit persönlichen Erfahrungsberichten erreicht – von Pendlerinnen und Pendlern, Eltern, Schülerinnen und Schülern, Schichtarbeitenden und vielen mehr. Rund 80 Prozent davon kommen aus den Gemeinden entlang der Strecke in Märkisch-Oderland. Diese Resonanz zeigt: Die Probleme auf der S5 betreffen sehr viele Menschen.

    Auch die Medien sind auf unsere Initiative aufmerksam geworden: Sowohl die Märkische Oderzeitung (MOZ) als auch das rbb Fernsehen haben über die Initiative und die Petition berichtet und die S-Bahn Berlin hat dazu eine Stellungnahme abgegeben. 

    WAS SIE UNS BERICHTET HABEN
    Wir haben alle Kommentare sorgfältig ausgewertet. Das Bild ist eindeutig:

    • Ausfälle und Verspätungen sind Alltag: Mehr als die Hälfte der Kommentare beschreibt sie nicht als Ausnahme, sondern als Normalzustand.
    • Vorzeitig endende Züge sind das größte Ärgernis: Viele Fahrgäste „stranden“ regelmäßig in Mahlsdorf oder Hoppegarten und warten 20 bis 40 Minuten auf den nächsten Zug.
    • Der Heimweg ist die Schwachstelle: Besonders am Nachmittag und Abend stadtauswärts häufen sich die Probleme – abends fährt zudem nur jeder zweite Zug bis Strausberg Nord.
    • Es gibt keine Alternative: Hinter Hoppegarten ist die S5 für viele die einzige ÖPNV-Verbindung nach Berlin.
    • Die Folgen sind spürbar: Verlorene Lebenszeit, Ärger mit Arbeitgebern, verpasste Kita-Abholzeiten – und manche sind bereits wieder aufs Auto umgestiegen.
    • Fehlende Information verstärkt den Frust: frühzeitiges Wenden der Züge und Gleiswechsel werden oft zu spät oder gar nicht angekündigt.

    UNSERE FORDERUNGEN
    Aus Ihren Rückmeldungen haben wir konkrete Forderungen abgeleitet. Die wichtigsten sind:

    1. Ein Stabilitätsprogramm für die S5 mit verbindlichen Zielen für Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, deren Erreichung regelmäßig und nachvollziehbar veröffentlicht wird.
    2. Weniger frühzeitig endende Züge: Züge sollen nur im Ausnahmefall vorzeitig in Mahlsdorf oder Hoppegarten enden – die Durchfahrt bis Strausberg Nord muss Vorrang haben.
    3. Eine verlässliche Heimfahrt am Nachmittag und Abend, einschließlich eines 20-Minuten-Takts bis Strausberg Nord auch in den Abendstunden.
    4. Gesicherte Anschlüsse, insbesondere in Mahlsdorf, sowie ein Ersatzkonzept bei längeren Störungen.
    5. Bessere Fahrgastinformation: frühzeitig, verständlich und einheitlich in Zug, am Bahnsteig und in der App.

    WIE ES WEITERGEHT
    Mit Ihren Rückmeldungen gehen wir jetzt auf die S-Bahn Berlin und die DB InfraGO zu. Wir wollen spürbare Verbesserungen erreichen und gemeinsam Lösungen entwickeln. Über die Ergebnisse halten wir Sie auf dem Laufenden.

    Die vollständige Auswertung aller Kommentare finden Sie auf unserer Website www.mobil-in-mol.de in der Rubrik „Aktuelles“.

    SO KÖNNEN SIE WEITER HELFEN
    Die Petition läuft weiter: Jede zusätzliche Unterschrift und jeder Erfahrungsbericht gibt unserem Anliegen mehr Gewicht. Bitte leiten Sie diese Nachricht an Familie, Freunde, Nachbarn und Kolleginnen und Kollegen weiter, die ebenfalls mit der S5 unterwegs sind: www.mobil-in-mol.de. 

    Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

    Tobias Rohrberg und Rüdiger Haas

  • Sehr geehrte Unterstützende,

    die Petition wurde gemäß unserer Nutzungsbedingungen überarbeitet. Die temporäre Sperrung wurde wieder aufgehoben und die Petition kann nun weiter unterzeichnet werden.

    Wir bedanken uns für Ihr Engagement!

    Ihr openPetition-Team

Kommunikation: Manchmal steht auf den Anzeigen und in der App, dass der Zug z.B. nur bis Fredersdorf fährt und der Rest ausfällt. Es ist nicht ersichtlich wenn das nur ein Zugwechsel ist - man also mit dem Zug um die Zeit trotzdem ankommen würde und nur umsteigen muss. Absolut schlechte Kommunikation. Hätte man nach so vielen Jahren ruhig in die App und auf Anteigen einbauen können. Auch das ist Kommunikation. Ist der Bahn anscheinend egal.

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

Meine Partnerin fährt in der Regel von montags bis Freitag jeden Tag von Strausberg Nord nach Berlin Wedding zur Arbeit. Sie ist dabei auf die S 5 angewiesen. Häufig kommt sie auf Grund von Ausfällen Ihrer Verbindungen abends sehr spät nach Hause. Manchmal "geht auch gar nichts mehr", dann muss ich sie von irgendwo unterwegs mit dem Auto abholen. Ich finde, wenn man ein Ticket kauft, in welcher Form auch immer, hat man einen Anspruch auf Beförderung, die in der Regel dann auch pünktlich sein müsste. Auch ich fahre ab und zu mit der Bahn nach Berlin und mache immer wieder dieselbe Erfahrung.

Weil ich betroffen bin und gerade jetzt mal wieder in Mahlsdorf hänge . Der Zug hält hier steht dann 10 Minuten am Gleis und fährt zurück. Mittlerweile ist ein 2. angekommen, auch für den ist Endstation. Ich verstehe nicht warum ein Zug, der 7 Minuten verspätet ist ausfallen muss bzw. anhalten muss. Das macht aus Sicht eines Fahrtgastes keinen Sinn. Ich zahle 60 Euro im Monat und komme mindestens 2 mal pro Woche irgendwo zu spät obwohl ich genügend Puffer lasse. Einfach nur noch nervig.

Weil ich in Berlin arbeite und in der Märkischen Schweiz wohne und mit der Bahn zur Arbeit und nach Hause fahren möchte.
Weil die Zustände bei der S5 und bei der RB 26 unhaltbar sind. In diesem Jahr 2026 habe ich erst einmal an einem Tag eine pünktliche Zugverbindung erlebt.
Selbst im globalen Süden ist die Bahn verlässlicher als in Berlin / Ostbrandenburg.

Weil ich die S-Bahn regelmäßig nutze und mich darauf verlassen muss, dass sie mich pünktlich zum Ziel bringt. Es gibt wenig bis keine Alternativen zum Umfahren. Ich bin häufiger schon im Winter irgendwo gestrandet, ohne dass es Ansprechpartner gab. Als Frau fühle ich mich da nicht sicher. Besonders ärgerlich und nicht nachvollziehbar finde ich, wenn der Anschlusszug in Mahlsdorf abfährt, wenn der Zug aus Berlin einfährt. Die Zahl der Störungen hat zudem seit meinem Rauszug aus der Stadt extrem zugenommen.

Als Pendler hat man täglich mit den Ausfällen und Verspätungen der S5 umzugehen. Das nervt kollossal.

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