06.10.2026, 10:36
Es war absehbar, aber es bleibt traurig:
Morgen, am Mittwoch, dem 7.10. wird die Bürgerschaft den Abwägungs- und Satzungsbeschluss
für den B-Plan "Wohn- und Sondergebiet am Südring" (umgangssprachlich Groter Pohl) fassen.
Von 15:30-16:00 werden wir uns daher vor dem Rathauseingang für eine traurige Mahnwache versammeln und auch diese Petition übergeben.
Sie lief seit November 2025 und hat inzwischen etwas über 1.000 Unterschriften erhalten, davon etwa 800 aus Rostock. Vielen Dank an alle, die mit Ihrer Unterschrift unsere Hoffung auf Bürgerbeteiligung und vielleicht etwas mehr Grün-Erhalt am Groten Pohl erhöht hatten.
Leider war es die ganze Zeit unmöglich, mit den Fraktionen der Bürgerschaft oder der Oberbürgermeisterin über dieses Anliegen ins Gespräch zu kommen.
Da der Satzungsbeschluss theoretisch jegliche weitere Änderungen am B-Plan ausschließt, müssen wir diese Petition mit dem morgigen Tag um 12 Uhr beenden und möchten sie direkt danach während der Mahnwache übergeben.
Ein Bild mit den Infos zur Mahnwache zum Teilen ist hier
https://stadtgestalten.org/naju/traurige-mahnwache-wegen-satzungsbeschluss-groter-/
und hier: https://www.instagram.com/p/DeJ7RULjuqx/
Eine Zusammenstellung vieler aktueller Informationen und langjähriger begleitender Internetseiten zum B-Plan ist inzwischen hier:
https://stadtgestalten.org/forum-kommunal/alles-zum-groten-pohl-stand-september-2026-zusamme/
Obwohl ein Erfolg dieser Petition nicht mehr möglich scheint, möchten wir die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben und sehen eine kleine Chance, dass die Bürgerschaftsmitglieder morgen noch den Beschluss vertagen und sich dann mit unserem Anliegen ernsthafter auseinander setzen. Je mehr Unterschriften bis morgen 12 Uhr noch dazu kommen, desto besser (-:
Denn:
Ob (Erschließung noch nicht gesichert), wann (ökologische Ausgleichsmaßnahmen noch nicht fertig)
und mit welchem finanziellen Gewinn oder Verlust (Wirtschaftlichkeitsprüfung unbekannt) die Bebauung nach dem Satzungsbeschluss erfolgen wird, hat kein Bürgerschaftsmitglied in keiner Ausschussitzung im Vorfeld erfragt.
In den nächsten Montaten und Jahren wird sich zeigen, wie sinnvoll dieser wenig ernsthaft diskutierte Satzungsbeschluss rückblickend gewesen sein wird.
Es steht zu hoffen, dass keine weiteren Tatsachen geschaffen werden in Form von Fällung der
ca. 2.000 dort noch wachsenden Bäume auf den 22 ha Groter Pohl, bevor nicht eine sinnvolle bauliche Entwicklung dieser Fläche auf allen nötigen Ebenen gesichert ist.
Zur Not (bei Investorenmangel) präsentieren wir dann nochmal unseren Vorschlag einer alternativen, grünen, solidarischen und gemeinwohlorientierten Nutzung zumindest von Teilflächen (z.B. statt geplantes nördliches Gewerbe)? Auf jeden Fall gäbe es nachweislich unserer Petition dafür ein hohes Interesse und einen Bedarf bei über 800 RostockerInnen und Rostockern - vor Allem aus der Innenstadt!
Als Gruß vom Pütterweg bringen wir zu Mahnwache Äpfel und Birnen mit, sodass niemand hungern muss morgen vor dem Rathaus :-)