• Mobilfunkplan abgelehnt

    at 01 Dec 2020 20:05

    Der Gemeinderat der Stadt Böblingen hat es am 04.11.2020 mit Stimmenmehrheit
    abgelehnt, einen Mobilfunkplan für die gesamte Stadt Böblingen erstellen zu
    lassen. Statt dessen sollen nur *einzelne neue Standorte auf öffentlichen
    Flächen* auf Eignung untersucht werden. *Bestehende und auch zukünftige
    Standorte auf privaten Flächen* sind davon ausgenommen, sodass
    der Antennenwildwuchs ungebremst weitergehen kann. Dies stellt auch eine
    Ungleichbehandlung der Bürger dieser Stadt dar, die nicht hingenommen werden kann.
    Der Mobilfunkstandort Amsterdamer Straße soll also weiterhin der geballten
    Strahlenlast von 3 Mobilfunkantennen ausgesetzt bleiben, obwohl hier 3
    Hochhäuser mit ca. 670 Bewohnern und 1 Kindergarten auf engstem Raum
    nebeneinanderstehen.
    Dadurch nimmt die Stadt Böblingen Krebserkrankungen bei ihren Bürgern und vor
    allem bei Kindern und Jugendlichen bewusst in Kauf.
    Das ist skandalös und wird nicht akzeptiert werden.

  • Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger

    at 28 Oct 2020 19:18

    Liebe Unterstützer der Petition,

    am kommenden Freitag, den 30.10.2020, wird im Journal von Regio TV Stuttgart ab 18.00 Uhr ein ca. sechsminütiger Beitrag über die Mobilfunksituation in der Amsterdamer Straße in Böblingen ausgestrahlt, den Sie sich anschauen sollten.

    Wie Sie wissen, fordern die betroffenen Anwohner nach wie vor eine Verlegung der Mobilfunkantennen an Standorte außerhalb ihres Wohngebiets sowie ein generelles Moratorium für 5G im gesamten Stadtgebiet, bis eine Technikfolgenabschätzung vorliegt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Heide Balon

  • Petent ist im Dialog mit dem Petitionsempfänger

    at 26 Oct 2020 20:55

    Hallo, liebe Unterzeichner der Petition,

    in der Böblinger Gemeinderatssitzung am 21.10.2020 wurden 2 Beschlussvorschläge besprochen, über die bereits 2 Wochen später, nämlich am 04.11.2020, die Beschlussfassung erfolgen soll.

    Die Beschlussvorschläge bestätigen leider unsere Befürchtungen:

    Es soll zwar das Ingenieurbüro funktechanalyse von Dipl.-Ing. Hans Ulrich in München (und nicht etwa der TÜV Süd) beauftragt werden, das neutral und kompetent ist und auch von diagnose:funk empfohlen wird.

    Herr Ulrich war in der Sitzung auch zugeschaltet und hat bestätigt, dass Mobilfunkstrahlung sehr wohl gesundheitliche Schäden verursacht, dass dies durch Studien belegt ist und dass durch einen Mobilfunkplan die Strahlenbelastung erheblich reduziert werden kann.

    Doch seine Beauftragung "bezieht sich primär auf die Auswahl von öffentlichen Flächen für neue Standorte. Bestehende Standorte auf privaten Flächen sind hiervon nicht erfasst."
    Das Ingenieurbüro soll die Stadt also nur bei der Einrichtung von neuen Mobilfunkanlagen auf öffentlichen Flächen beraten und auch nur bei Einzelfällen tätig werden. Für bestehende Anlagen auf privaten Flächen, wie auf den Häusern Amsterdamer Straße 31 und 35 und vielen anderen, bleibt alles beim Alten. Auf Seite 3 der Drucksache 20/197 wird zu unseren Häusern ausführlich Stellung genommen: "Eine Standortverlegung müsste somit auf Kosten der Stadt erfolgen, d. h. es fallen Kosten für die Standortsuche an und die Stadt müsste für die entgehende Pacht Schadenersatz leisten. Aufgrund der dargestellten Rechtslage wird von einer Standortüberprüfung abgeraten."
    Für unser Wohngebiet soll sich also überhaupt nichts ändern, weil die Stadt es jahrelang versäumt hat, eine Mobilfunkkonzept zu erstellen, um ihre Bürger zu schützen, und jetzt vor Schadenersatzleistungen zurückschreckt. Bei anderen Stadtteilen dagegen, wie z. B. dem Rauhen Kapf, nimmt die Stadt darauf Rücksicht, dass "der Standort dann zu nah am Wohngebiet liegt" (Seite 2 unten der Drucksache 20/197).

    Das stellt eine Ungleichbehandlung der Böblinger Bürger dar, für die es egal ist, ob sie von Antennen auf öffentlichen oder privaten Flächen bestrahlt werden, der gesundheitliche Schaden ist der gleiche. Auch die Böblinger Bürger haben ein Recht auf körperliche Unversehrtheit und die Unversehrtheit ihrer Wohnung.

    Nach meiner Auffassung wäre ein Mobilfunkkonzept auf dieser Grundlage eine klare Mogelpackung, auch wenn ständig wiederholt wird, dass man einen möglichst mit der Bürgerschaft verträglichen Standort finden will. 
    Das geplante Mobilfunkkonzept soll offenbar lediglich dazu dienen, der Stadt den Rücken für künftige Verhandlungen mit den Mobilfunkbetreibern zu stärken. Die jetzt schon betroffenen Bürger haben von diesem Mobilfunkkonzept rein gar nichts! Dennoch wird die Stadt damit prahlen, dass sie ein Mobilfunkkonzept zum Wohle ihrer Bürger hat erstellen lassen.
    Wenn Sie mit diesen Plänen der Stadt nicht einverstanden sind, sollten Sie jetzt sofort dagegen protestieren, spätestens aber innerhalb der nächsten 2 Wochen bis zum 04.11.2020, egal ob per Telefon, Mail oder Brief! Kontaktieren Sie die Stadträte Ihres Vertrauens (service.boeblingen.de/buergerinfo/kp0041.php) und bestehen Sie darauf, dass für ganz Böblingen, also auch für bestehende Standorte auf privaten Flächen, Immissionsgutachten erstellt und nach alternativen Standorten gesucht wird.
    Also bitte werden Sie aktiv, wir sollten uns das nicht bieten lassen!

    Liebe Grüße,
    Heide Balon

  • Die Petition wurde eingereicht

    at 19 Oct 2020 19:44

    Sehr geehrter Herr Dr. Belz,
    in der Anlage überreiche ich Ihnen die Unterschriftenliste zu unserer
    Online-Petition "Abbau der Mobilfunkantennen".
    Im Februar hatten Sie mir zugesichert, das Baurechtsamt mit der Erstellung eines
    Mobilfunkkonzepts zu beauftragen. Frau Zegowitz vom Baurechtsamt hatte mir am
    18.06.2020 mitgeteilt, dass im Herbst das Konzept eines externen Büros bzw.
    Ingenieurs im Gremium vorgestellt würde.
    Am kommenden Mittwoch, den 21.10.2020, sollen im Gemeinderat Vorberatungen über
    2 Beschlussvorschläge bezüglich Mobilfunkkonzeption und Mobilfunkstandorten
    stattfinden. Aus diesen Vorschlägen geht hervor, dass sich die Beauftragung des
    Ingenieurbüros /funktechanalyse/ primär auf die Auswahl von öffentlichen
    Flächen für neue Standorte beziehen soll und bestehende Standorte auf privaten
    Flächen davon nicht erfasst sind. Für die Standorte Amsterdamer Straße 31 und 35
    sollen keine Untersuchungen bezüglich einer Standortverlegung durchgeführt werden.
    Dies ist für uns als betroffene Anwohner natürlich nicht akzeptabel.
    In unserem Wohngebiet sind in den 3 dicht nebeneinanderliegenden
    Wohnanlagen immerhin 267 Wohnungen bereits jetzt der Strahlung von mindestens 3
    Mobilfunkantennen ausgesetzt. Dies gilt auch für den Kindergarten und die
    umliegenden Ein- und Mehrfamilienhäuser. Die Pläne der Stadt stellen auch eine
    Ungleichbehandlung und Benachteiligung gegenüber anderen Stadtgebieten dar, wie
    z. B. dem Rauhen Kapf, wo die Nähe zum Wohngebiet bisher ein Ausschlusskriterium
    war.
    Stadt und Politik haben eine Fürsorgepflicht für ihre Bürger und die damit
    verbundenen Ängste und Nöte.
    Da praktisch das gesamte Stadtgebiet (mit Ausnahme der Diezenhalde und unseres
    Wohngebiets) bereits von 5G abgedeckt wird, die bereits bestehenden
    Mobilfunkstandorte auf privaten Flächen aber vom geplanten Mobilfunkkonzept
    nicht erfasst werden sollen, ist das geplante Mobilfunkkonzept für die Mehrheit
    der Einwohner *völlig nutzlos und daher nicht in ihrem Interesse.* Das bisher
    geplante Mobilfunkkonzept muss als halbherzig bezeichnet werden und kann
    höchstens der Stadt als Rückenstärkung gegenüber den Mobilfunkbetreibern
    dienen und bei künftigen Standortwahlen hilfreich sein, mehr nicht. Auch gegen
    einen Antennenwildwuchs auf privaten Flächen werden die Bürger nicht geschützt
    sein.
    Wir fordern die Stadt Böblingen daher im Namen der Unterzeichner dieser Petition
    auf, für das gesamte Stadtgebiet und somit auch für unser Wohngebiet
    Immissionsgutachten erstellen zu lassen, eine Standortsuche bezüglich
    alternativer Standorte durchführen zu lassen und uns von den Ergebnissen der
    Immissionsmessungen und der Standortsuche zu informieren.
    Mit freundlichen Grüßen,
    ​​​
    Heide Balon

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