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  • Petition in Zeichnung - Unterschriften wurden übergeben

    21-08-15 10:23 Uhr

    Leider konnte ich selbst nicht an dem Gespräch mit dem Oberbürgermeister Roth teilnehmen.
    Für mich übernahm das Gespräch Herr Wolf. Er verfasste folgenden Text, der uns zeigt, dass wir leider weiterkämpfen müssen, also bitte weiter Unterschriften sammeln. Es gibt auch Bögen zum runterladen und anschließend Einscannen.

    Übergabe der Petitionsunterschriften bezüglich des Ponykarussells in Neuwied.

    Am 18.08.2015 haben Mitglieder des Arbeitskreises Tierschutz stellvertretend für die Initiatorin der Petition Yasmin Zeller insgesamt 4.567 Unterschriften für ein Ende des Ponykarussells auf der Neuwieder Kirmes an den Oberbürgermeister Herrn Roth (SPD) übergeben.

    Im Gespräch mit Herrn Roth wurde schnell deutlich, dass dieser sich auf eine rein juristische Position zurückzieht und ethische Gesichtspunkte für ihn keinerlei Rolle spielen. Auch die fachlichen Argumente der anwesenden Tierärztin fanden keinerlei Beachtung. Nahezu jedes Argument der Mitglieder des Arbeitskreises wurde mit „Das ist IHRE Meinung“ abgetan.

    Bezüglich der Unterschriften selbst wurden diese als eher gering gewertet, da es ja kein Problem wäre, innerhalb kürzester Zeit im Internet 20.000 Follower zu bekommen. Auch die Zahl der 1.296 Unterschriften, die direkt auf der Kirmes selbst eingeholt wurden (und somit von der direkten Zielgruppe), wurde im Blick auf die Gesamtbesucherzahl als völlig unbedeutend bewertet.

    Wenn Oberbürgermeister Herr Roth auch geschickt versuchte, seine persönliche Überzeugung hinter juristischen Bedenken zu verstecken, so wurde trotzdem sehr deutlich, welche Haltung dieser in Bezug auf das Leid der Ponys vertritt: Da wurde die angeblich perfekte Haltung der Pferde ins Spiel gebracht, die Aufzeichnungen der Demonstranten über Verstöße wurden als reine Behauptung dargestellt und Proteste gegen Ponykarussells und Wildtiere im Zirkus wurden als vorübergehender „Trend“ bewertet. Herr Roth scheute nicht einmal mehr davor zurück, in seiner Argumentationskette die schlechte Haltung vieler Haustiere anzubringen. Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass unser Gesprächspartner wenig Verständnis und Interesse für das Leid der Tiere aufbringt.

    Juristisch gesehen gäbe es zudem keine Möglichkeit, ein Ponykarussell zu verbieten, da man bei den Bewerbungen nach einem strengen Punktesystem entscheiden müsste, wer eine Konzession erhält. Auf Nachfrage, wie viele Schausteller mit ihren Fahrgeschäften denn jährlich eine Absage erhalten würden und welche Kriterien dafür zu Grunde gelegt würden, ging Herr Roth nur sehr oberflächlich ein.
    Nachdem dieser zunächst den Begriff der „Attraktivität“ der Kirmes als einen der Gründe genutzt hatte und die Tierschützer daraufhin nachhakten, inwiefern sich der Begriff der Attraktivität eines Ponykarussells heutzutage noch mit der gesellschaftlichen Entwicklung in Bezug auf den Umgang und die Haltung von Tieren vereinbaren lässt, wollte dieser von einer derartigen Attraktivitätsbewertung plötzlich nichts mehr wissen. Schließlich sei Attraktivität ein persönliches Empfinden und als Oberbürgermeister müsse man sich ausschließlich nach Gesetzen und Bestimmungen richten.

    Es gäbe derzeit keinerlei rechtliche Handhabe, ein Ponykarussell zu verhindern. Die dahingehenden Beschlüsse zur Abschaffung der Ponykarusselle in den Städten Düsseldorf (Rheinkirmes) und Duisburg (Beecker Kirmes) stellte Herr Roth als rechtswidrig dar. Interessant ist, dass diese Städte das offensichtlich anders sehen und scheinbar wesentlich mehr ethische Grundsätze in ihre Entscheidungen einfließen lassen.

    Zuletzt wurde uns mit auf den Weg gegeben, dass ja eigentlich das Veterinäramt für unsere Forderung zuständig sei und wir uns doch bitte dahin wenden mögen. Dieser Aufforderung werden wir natürlich nachkommen.

    Fazit: Auch wenn das Gespräch letztendlich sehr ernüchternd verlief, bedanken wir uns bei Herrn Roth für den Gesprächstermin. Es wurde deutlich, dass wir unseren Protest im nächsten Jahr noch weiter verstärken müssen. Aber das ist im Tierschutz ja nicht ungewöhnlich. Steter Tropfen höhlt den Stein :).
    Im November 2015 findet übrigens die Wahl der Oberbürgermeisterin / des Oberbürgermeisters statt. Auch das ist eine gute Möglichkeit, seine Haltung gegenüber der Position des jetzigen Oberbürgermeisters Herrn Roth zum Ausdruck zu bringen.

  • Änderungen an der Petition

    14-04-15 15:08 Uhr

    Es wurde hinzugefügt, dass Pferde Fluchttiere sind und auch ihre natürliche Distanz nicht einhalten können.
    Es wurde bei dem Erstellen der Petition vergessen
    Neuer Titel: Abschaffung des Ponykarussell Ponykarussells auf der Neuwieder Pfingstkirmes Neue Begründung: Wie jedes Jahr wird auch in diesem Jahr wieder das Ponykarussell auf der Pfingstkirmes in Neuwied sein.
    Eltern bezahlen ein paar Euro damit die pferdebegeisterte Kinder sich auf die Ponys setzen dürfen und ein paar Runden "reiten" können.
    Dass die Pferde stundenlang im Kreis gehen und so gut wie immer in der gleichen Richtung, teils bei brüternder Hitz ohne Abkühlung und bei starkem Lärm, ist traurige Realität. Die Zustände für die Tiere sind unwürdig. Nicht immer werden von den Betreibern die gesetzlich vorgeschriebenen Bestimmungen eingehalten, die sowieso nicht ausreichend sind. Laut einer Studie der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. benötigten die Tiere mindestens alle vier Stunden eine einstündige Pause. Außerdem sei ein Richtungswechsel alle 30 Minuten zum Schutz der Gesundheit der Tiere unabdingbar.
    Durch die unnatürliche Bewegung im engen Kreis kommt es im Laufe der Zeit zu einer ungleichen Beanspruchung der Gelenke, Bänder und der Wirbelsäule, was Schäden im Bewegungsapparat zur Folge hat. Ausbinder können zu Verspannungen der Hals- und Rückenmuskulatur führen. Zusätzlich lösen Lärm und Menschenmassen bei Pferden und Ponys Stress aus. Die Stereotypie des Tätigkeitsmusters und die damit verbundene Reizarmut stellt für die Tiere außerdem eine zusätzliche psychische Belastung dar. Pferde sind Fluchttiere, sie können in Notsituationen nicht ihrem Instinkt im Ponykarussell folgen. Hinzu kommt auch noch, dass die Ponys so dicht an einander gebunden sind, dass sie die natürliche Distanz nicht einhalten können. In der freien Natur würden sie niemals so dicht aneinanderhängend laufen.
    Von Auslauf, sozialen Kontakten mit Artgenossen, einer Bezugsperson, grünen Wiesen und einem artgerechtem Leben können diese Tiere nur träumen.
    Hervorgehoben werden muss zudem, dass den Kindern durch das stupide Im-Kreis-Laufen der Ponys ein Bild vom Pferd vermittelt wird, das aus der Sicht des ethischen Tierschutzes heute nicht mehr zeitgemäß ist.
    Mittlerweile gibt es zahlreiche Reitställe in Neuwied und Umgebung die einen Ponyclub besitzen, wo Groß und Klein auf Ponys reiten können, die artgerecht behandelt werden.