Ärztliche Meldepflicht digitalisieren: praxistauglich und mit gesundem Menschenverstand

Petition richtet sich an
Robert Koch-Institut (RKI); gematik GmbH; Bundesministerium für Gesundheit (BMG); Gemeinsame Selbstverwaltung (KVen, KBV, Ärztekammern)

257 Unterschriften

Sammlung beendet

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Sammlung beendet

  1. Gestartet Juni 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Neuigkeiten

13.06.2025, 05:24

Da ich jetzt schon mehrfach um eine genauere Schilderung des Problems gebeten wurde, möchte ich es hier noch einmal möglichst einfach und verständlich darstellen — ohne zu langatmig zu werden:

Infektionskrankheiten müssen in bestimmten Fällen gesetzlich an die Gesundheitsämter gemeldet werden.
Bisher lief das meist per Fax. Viele erinnern sich sicher noch an die Corona-Pandemie, als diese Meldungen eine enorme Rolle spielten — mit den bekannten Problemen bei Faxübertragungen und manueller Nachbearbeitung.

Einige Gesundheitsämter hatten daraufhin eigene Webformulare eingerichtet, in die man die Meldedaten per Hand eingeben konnte.

Das Robert Koch-Institut hat gemeinsam mit der gematik inzwischen die neue DEMIS-Plattform geschaffen, über die diese Meldungen künftig verpflichtend digital abgegeben werden sollen.

Aktuell läuft die Anmeldung bei DEMIS folgendermaßen:

Entweder installiert man eine spezielle Software (bisher kaum in Arztpraxen verbreitet)
Oder man nutzt die „BundID“, für die man ein Elster-Zertifikat, einen Personalausweis mit eID-Funktion, ein Smartphone mit AusweisApp und/oder zusätzliche Software am PC benötigt.
Anschließend müssen die Meldeformulare händisch ausgefüllt werden — ein erheblicher Aufwand im ohnehin engen Praxisbetrieb.

Die Petition schlägt vor, hier auf eine bereits in der Versorgung bewährte Technik zurückzugreifen:
Wir nutzen für die elektronische Arbeitsunfähigkeitsmeldung (eAU) längst ein digitales Meldeverfahren:
Die eAU wird direkt aus der Praxissoftware erzeugt, elektronisch signiert (vergleichbar mit einer Unterschrift) und sicher an die Krankenkasse übermittelt — monatlich mittlerweile über 6 Millionen Mal.

Die Idee ist daher, diese etablierte und funktionierende Technik auch für die Infektionsmeldungen an das RKI zu nutzen — einfach, sicher, praxistauglich.


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