• Änderungen an der Petition

    at 12 Jul 2021 20:10

    Geforderte Quellenangaben ergänzt:

    (1) www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Infografik_Antigentest_Tab.html

    (2) www.uni-wuerzburg.de/aktuelles/pressemitteilungen/single/news/sars-cov-2-schnelltests-nur-bedingt-zuverlaessig/

    (3) www.ndr.de/nachrichten/info/Drosten-Schnelltests-sind-wohl-weniger-zuverlaessig-als-gedacht,coronavirusupdate178.html

    (4) www.br.de/nachrichten/bayern/gurgelstudie-warten-auf-die-zusage-von-ministerien,SP6xa9F

    (5) www.aerzteblatt.de/nachrichten/121757/Woechentliche-Buergertestung-koennte-monatlich-bis-zu-drei-Milliarden-Euro-kosten
    (hier werden sogar 6 Euro für einen POC-Test bei Schülern veranschlagt: 6 Millionen Euro Sachkosten für 1 Million Tests. Unsere Rechnung ist hier konservativer)


    Neuer Petitionstext:

    Antigen-Tests sind zugelassen, um Personen mit Symptomen (1) ab einem Alter von 12 Jahren auf eine Infektion mit SARS Covid-19 zu testen. Diese Kriterien erfüllen unsere Kinder nicht. Dennoch werden sie in Bayerischen Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen eingesetzt, um die staatlich beschossene Testpflicht zu erfüllen.

    Geeignet für das Screening von gesunden Kindern sind Tests, wie der Gurgel-Pooltest oder der Lolli-Test, die mittels PCR-Analyse ausgewertet werden.

    Deshalb fordern wir:

    • die Anerkennung von PCR-Gurgel-Pooltests undPCR-Gurgel-Pooltests und PCR-Lolli-Pooltests,
    • die Gleichstellung dieser Testverfahren mit Antigen-Selbsttests und
    • die nachhaltige Finanzierung und Umsetzung einer Infrastruktur, die allen Kindern an bayerischen Schulen und Betreuungseinrichtungen die Teilnahme an solchen PCR-Tests ermöglicht.


    Neue Begründung:

    Diese Pooling-Testverfahren sind gegenüber den Antigen-Selbsttests und -Schnelltests die bessere Alternative, weil sie

    • verlässlicher,

    Der PCR-Test weist durch seine signifikant höhere Sensitivität (Empfindlichkeit) (2) eine Infektion mit SARS-CoV-2 bis zu 3 Tage vor einem Antigen-Test nach.nach (3). Die Sensitivität ist so hoch, dass infizierte Personen bereits identifiziert werden können, bevor ihre Viruslast so hoch ist, dass sie garantiert ansteckend für ihre Mitmenschen sind. Die Pools werden noch am selben Werktag innerhalb weniger Stunden ausgewertet. Durchschnittlich sind infizierte Menschen bei der Testung mittels Antigen-Selbsttest mind. 2 Tage länger unentdeckt (3) und die Infektionsraten sind dadurch deutlich höher. Im Hinblick auf die grassierende, hoch ansteckende Delta-Variante ein vermeidbares Risiko.

    • angenehmer durchzuführen,

    Das morgendliche Gurgeln bzw. das Lutschen eines Wattestäbchens sind im Vergleich zum regelmäßigen Nasenabstrich deutlich weniger invasiv und können auch von kleineren Kindern durchgeführt werden. In der Testsituation in der Grundschule erleichtert die Teilnahme an einer PCR-Pool-Testung durch das morgendliche Gurgeln zu Hause den Lehrern die Rückkehr zu ihrer eigentlichen Aufgabe – der Vermittlung von Bildung.

    • kostengünstiger und

    Der PCR-Test ist im Vergleich zum POC-Test erheblich günstiger. Die Auswertung eines Gurgelpools mit 30 Teilnehmern kostet ca. 30 Euro.Euro (4). Ein POC-Test kostet hingegen ca. 5 Euro pro Person.Person (5). Für eine Einrichtung mit 250 Kindern ergibt sich damit unter der Annahme von 2 Testungen pro Woche eine Ersparnis von ca. 8000 Euro jeden Monat für diese eine Einrichtung.

    • nachhaltiger sind.

    Zudem entsteht bei der Durchführung der PCR-Test weniger Müll, da das individualisierte Material der Testpersonen über Wochen hinweg immer wiederverwendet wird. Nachhaltiger Umweltschutz ist mit sicherem Testen vereinbar.

    Der Antigen-Selbsttest ist in der Durchführbarkeit für Schüler und Kinder in den Einrichtungen absolut ungeeignet. Die WICOVIR-Studie hat eindrücklich bewiesen, dass die Testung mittels PCR-Verfahren erfolgreich umsetzbar ist.

    Außerdem bleibt mehr Zeit zum Lernen, wenn die Tests zu Hause und nicht während der Unterrichtszeit durchgeführt werden.

    Sehr geehrter Herr Holetschek, sehr geehrter Herr Söder, sehr geehrter Herr Piazolo, bitte suchen Sie das Gespräch mit den Beispieleinrichtungen, in denen die PCR-Pooltests bereits erfolgreich umgesetzt wurden und eine funktionierende Infrastruktur geschaffen wurde.

    PCR-Tests für Kinder im Grundschulalter zu etablieren, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Aber auch unsere Kinder in Kinderkrippen, Kindergärten, weiterführenden Schulen und Kinderhorten müssen durch eine Test-Strategie geschützt werden, die ein höchstes Maß an Sicherheit für den Normalbetrieb in den Einrichtungen gewährleistet.

    JETZT ist der richtige Zeitpunkt für Entscheidungen und Vorbereitungen für die Zeit nach den bayrischen Schulferien.

    JETZT brauchen wir eine Finanzierung zur Sicherstellung der bestehenden Laborkapazitäten in allen Regionen Bayerns.

    JETZT brauchen wir die Investitionen in Laborkapazitäten in Regionen, in denen bisher nicht ausreichend Kapazitäten bestehen.

    Unsere Kinder werden künftig die neue Risikogruppe bilden. Für Kinder unter 12 Jahren ist mittelfristig keine Impfmöglichkeit absehbar. Die Gefahr einer Infektion mit SARS Covid-19 ist nach wie vor gegeben und wird im kommenden Herbst und Winter durch die Verlagerung von Bildungs- und Freizeitangeboten in Innenräume leider wahrscheinlicher, vor allem durch neue Mutationen des Virus und durch die noch nicht bestehende Herdenimmunität.

    Wir brauchen keine neuen PCR-Testverfahren – die PCR-Pooltests und die PCR-Lolli-Tests sind erprobt. Wir brauchen ein Umdenken weg von einer für Kinder unter 12 Jahren ungeeigneten Testmethode hin zu mehr Sicherheit und kindgerechter Handhabbarkeit.

    Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Unterstützer dieser Petition!


    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 144 (139 in Bayern)

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