17.09.2026, 04:40
Die eigene Meinung wurde klar gekennzeichnet.
Neue Begründung:
Lebensmittel wachsen nicht im Supermarkt.
Sie entstehen auf Äckern, in Obstanlagen und auf Gemüseflächen unserer heimischen Landwirtschaft. Doch diese regionale Erzeugung gerät zunehmend unter Druck. Damit stehen unsere Versorgungssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft auf dem Spiel.
Ohne Pflanzenschutz ist Ernährung nicht zu sichern.StandNachfolgende Aussagen entsprechen der AgrarforschungMeinung ist,der dassbeteiligten mitVerbände: heutigemTrotz Pflanzenschutzheutigen Pflanzenschutzlösungen können weltweit je nach Kultur 17 bis 30 Prozent der Ernte andurch Schädlinge und Krankheiten verloren gehen. Ohne wirksamen Schutz wäre es nach wissenschaftlichen Schätzungen mehr, bei einigen Kulturen würde vor der Ernte mehr als die Hälfte verloren gehen. Häufig wird behauptet, eine Landwirtschaft ohne modernen Pflanzenschutz sei ohne weiteres möglich. Ein solcher Verzicht gefährdet die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa und führt zur Verlagerung der Produktion ins Ausland.
Die Folgen sind schon zu sehen. In vielen Kulturen stehen Landwirtinnen und Landwirten weniger wirksame Lösungen zum Schutz ihrer Pflanzen zur Verfügung. Gleichzeitig stellen Schädlinge, Pflanzenkrankheiten und Unkräuter viele Betriebe vor Herausforderungen. Dadurch werden Ernten unsicherer und die Qualität gefährdet. Der Anbau wichtiger Kulturen wird in Deutschland schwieriger, wenn nicht unmöglich.
Das hat Folgen für uns alle:
- weniger regionale Produkte im Supermarkt,
- steigende Preise,
- größere Abhängigkeit von Importen.
Wenn Ernten unsicher werden, gerät die Lebensmittelversorgung unter Druck. Die Produktion wandert ab und mit ihr Wertschöpfung und Versorgungssicherheit. Betroffen ist die gesamte Wertschöpfungskette von den Lieferanten notwendiger Betriebsmittel für die Landwirtschaft über die regionalen Erfasser der Erntemengen bis zu den Unternehmen aus den Bereichen Handel, Verarbeitung und Vermarktung. Alle sind auf sichere Erträge und einwandfreie Qualitäten angewiesen.
Abwägung zwischen Nutzen und Risiken beim Pflanzenschutz erforderlich.
Die Sicherung der Ernten und die Qualität der landwirtschaftlichen Erzeugnisse ohne den Schutz der Kulturpflanzen vor Krankheiten und Schädlingen sowie vor Konkurrenz nicht möglich ist. Zu einer ehrlichen Debatte gehört auch, dass jeder Eingriff in ein Agrarökosystem Folgen haben kann – für Nichtzielorganismen, für Gewässer, für die Vielfalt auf der Fläche. Ziel ist es, die Risiken zu minimieren und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf das notwendige Maß zu reduzieren. Das liegt im Interesse der landwirtschaftlichen Betriebe, die von intakten Böden, sauberem Wasser und bestäubenden Insekten unmittelbar abhängen. Deshalb geht es uns nicht um „mehr Pflanzenschutz“, sondern um den Zugang zu besseren, gezielteren und risikoärmeren Lösungen: integrierter Pflanzenschutz, widerstandsfähige Sorten, digitale und mechanische Verfahren, biologische ebenso wie chemische Mittel.
Das derzeitige Bewertungssystem ist nicht zukunftsfähig.
Das Problem liegt nicht am fehlenden Wissen oder an mangelnder Innovation. Neue Lösungen werden entwickelt, sie kommen oft nicht rechtzeitig an, weil Genehmigungs- und Zulassungsverfahren zu lange dauern und unnötig kompliziert sind.
Die europäische Genehmigung von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen bewertet in zentralen Punkten nicht das tatsächliche Risiko für Mensch, Natur und Umwelt bei sachgerechter Anwendung im Feld. Entscheidend für die Genehmigung sind potenzielle Gefahren von Wirkstoffen, selbst wenn in der praktischen Anwendung kein Risiko besteht. Bei Verallgemeinerung dieses Ansatzes würden eine Vielzahl von Tätigkeiten und Produkten des täglichen Lebens nicht mehr erlaubt oder zur Verfügung stehen.
Seit Jahren fallen mehr Wirkstoffe weg, als neue hinzukommen – und dieser Trend beschleunigt sich. Ein Vorsorgeprinzip, das jedes Restrisiko zum Ausschlussgrund macht, verhindert jede Zulassung von Pflanzenschutzmitteln. Auch biologische Pflanzenschutzmittel bietet keinen Ausweg aus diesem Systemfehler der Genehmigung. Sie durchlaufen dieselben langwierigen Verfahren, und viele von ihnen erfüllen die engen Kriterien für Mittel „mit geringem Risiko“ ebenso wenig wie chemisch-synthetische.
Warum ist das wichtig?
Wenn wir heute nicht handeln, wird regionale Landwirtschaft in Deutschland Schritt für Schritt unprofitabel und die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa gefährdet.
Die Folgen spüren wir morgen alle:
- geringere Auswahl an regionalen Lebensmitteln,
- schlechtere Qualitäten (z.B. Belastung mit Schimmelpilzgiften),
- mehr Importabhängigkeit,
- steigende Preise,
- Verlagerung der Erzeugung in Länder mit niedrigeren Umwelt- und Sozialstandards.
Die Zeit zu handeln ist jetzt.
Damit auch in Zukunft Lebensmittel aus Deutschland und Europa sicher, nachhaltig und bezahlbar produziert werden können.
Unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift.
Für regionale und qualitativ hochwertige Lebensmittel.
Für eine starke Landwirtschaft.
Für unsere Versorgungssicherheit.
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 36 (36 in Deutschland)