Die Zeichnungsfrist ist beendet

18.02.2014 16:41 Uhr

Liebe Unterstützerinnen und liebe Unterstützer,

Die Petition „Dauerhaftes Verbot der Forschung für Rüstungszwecke an der OTH Regensburg“ wurde heute erfolgreich, mit insgesamt 532 Unterschriften, beendet.

Wir möchten uns bei denjenigen bedanken, die die Petition unterschrieben und geteilt haben. Ein besonderer Dank geht an die SJD-Die Falken Regensburg, die Jusos Regensburg und an anonyme Studierende, die die Petitionsabrisszettel an der OTH plakatiert haben. Zusätzlich möchten wir uns bei der Mittelbayerischen Zeitung für ihr Interesse sowie ihre Berichterstattung bedanken.

Im Sommersemester 2014 werden wir die Petition und folgende ausgearbeitete Forderungen an die Hochschulleitung überreichen:

- Die Aufnahme einer Berichtspflicht in die Grundordnung über militärische Forschung an der Hochschule.

-Ersatz von zivil-militärischen Übungen (in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr) durch humanitärische und katastrophen Hilfsmissionen (ohne Zusammenarbeit der Bundeswehr).

Damit soll der erste Grundstein für eine zukünftige Einführung einer Zivilklausel gelegt werden, damit Studium, Lehre und Forschung, zur Verwirklichung einer zivilen Gesellschaft, zur Abrüstung sowie zu sozialer Progression führt.

Um alle aktuellen Informationen zu erhalten und weitere Entwicklung zu verfolgen gibt es uns auf Facebook: www.facebook.com/SdsDieLinkeHochschulgruppeRegensburg

Nie Wieder Krieg!
SDS Regensburg

Änderungen an der Petition

07.01.2014 14:37 Uhr

Zahen & Fakten
Neuer Petitionstext: Die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehreinrichtungen und der OTH wurde in den letzten Jahren ausgeweitet.Sie verläuft studiengangsübergreifend und reicht von militärischen Forschungsaufträgen bis hin zu Übungen für Auslandseinsätze.

In der letzten Zeit rückte die Süddeutsche Zeitung in Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Rundfunk in ihrer Rubrik „Der geheime Krieg“ das großräumige Engagement der Bundeswehr und anderer militärischer Akteure (z.B. Pentagon) an deutschen Bildungseinrichtungen in den Fokus.

Dieser Zustand ist jedoch nichts Neues und auch wir in Regensburg sind davon direkt betroffen. An der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH) werden diese Verbindungen seit langer Zeit gepflegt.

- Seit 2009: Enge Zusammenarbeit zwischen der OTH und der Eurocopter Deutschland GmbH zur gemeinsamen Forschung in der Hubschraubertechnik. Ausbildungsgegenstand der Seminare zwischen Studierenden und Mitarbeiter*innen war der Hubschrauber EC 145, der von Spezialeinheiten verwendet wird. Regelmäßige Werksführungen ermöglichen „Studenten, die neueste Entwicklung im Bereich Flugzeugtür [zu] bestaunen“ sowie unter anderem „die Montage einzelner Zellen der Militärhubschrauber Tiger und NH907“.

- Im Juni 2010: "In den Laboren der Bundeswehr" im Rahmen der Vorlesung Leichtbau besuchten Studierende des sechsten Semesters das Material- und Werkstoffinstitut der Bundeswehr in Erding.

- Im Mai 2010 veranstaltete die Hochschule zusammen mit Eurocopter ein Seminar über Reparaturverfahren von faserverstärkten Kunststoffen. Teilgenommen haben unter anderem „Fachleute des deutschen Luftfahrtbundesamtes (LBA), der Gendarmerie Nationale aus Frankreich und von Luftfahrtfirmen aus Polen“.

- Seit 2011: Teilnahme an militärischen und zivilen Übungen des Studiengangs International Relations and Management.

- Oktober 2011: Projekt "Common Effort 2011". Ziel: Planung eines "Stabilisierungseinsatzes" am Horn von Afrika. Organisatoren: Studierende aus dem Studiengang International Relations and Management OTH und Deutsch-Niederländischen Korps. Weitere Beteiligte: 400 Soldaten aus 12 Nationen, Vertreter der NATO und Bundespolizei. Wo: Luftwaffenkaserne in Münster

- September 2012: Teilnahme von Studierende des Bachelorstudienganges International Relations and Management an Nato-Übung "Peregrine Sword“ (ausländisches Schwert) Wo: Bad Brückenau und Wildflecken. Zusammenarbeit mit :Deutsch-Niederländischen Korps, NATO-Soldaten, Bundespolizei (insg.5500).

- Mai & Sept 2013: Übung eines Auslandseisatzes: „Intervention and objectives of civil and military actions in humanitarian interventions “ mit der Fachhochschule der Bundeswehrverwaltung in Mannheim.


Wir lehnen jegliche Art der Zusammenarbeit mit Militär- und Rüstungsfirmen ab.

Wir fordern die Leitung des Studiengangs International Relations and Management auf, sich klar zur Friedensforschung zu bekennen.

Was können wir tun?
Wir haben eine Online-Petition zur Zivilklausel gestartet. Dort können all jene unterschreiben, die ein Zeichen für friedliche und zivile Forschung und Lehre und gegen die Militarisierung von regensburger Hochschulen setzen wollen. Die Petition richtet sich nicht nur an Studierende, sondern auch an Professor*innen, Universitätsmitarbeiter*innen sowie alle anderen Menschen, die das Anliegen unterstützen wollen.