• Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger

    at 16 Aug 2019 22:50

    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Philipp,

    Ihr Statement zur Ausrufung des Klimanotstands – „Es wird sich eine Menge ändern, und das wird schmerzhaft sein.“ widerspricht der Kritik von Herrn Jansen (BUND) bzgl. der „reinen“ Symbolik des Ausrufens des Klimanotstandes.

    Die Bürgerinitiative Luisenhöfe möchte aus diesem Grund hiermit nochmals eindringlich die Berücksichtigung ihrer Eingabe bzgl. Flächennutzungsplan, die eine erneute Abwägung zwischen den Belangen Klima/Natur/Wohnraumbedarf beinhaltet, fordern.
    Klimarelevante Flächen

    Es ist nicht vermittelbar, dass in Zeiten des Klimanotstands die wenigen teilweise sogar als klimarelevant ausgewiesenen noch existierenden innerstädtischen Grünflachen (Karte S. 35), die Jahrzehnte lang weitgehend naturbelassen wurden, im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens nach § 13a umgewidmet werden.

    Diese Grünflachen tragen mit einem großen Bestand an alten Bäumen, der bestehenden Fassadenbegrünung und der offenen Grasfläche mit Wildblumenbestand erheblich zur Verbesserung der Luftqualität und zum Erhalt der Artenvielfalt (Biodiversität) im innenstädtischen Bereich bei. Eine Verdichtung der Grünfläche mit Bäumen, die im Rahmen anderer Maßnahmen als Ausgleichspflanzung noch keinen Standort gefunden haben, anstelle einer Abholzung, wäre an dieser Stelle sehr zu begrüßen.

    Dieselfahrverbot

    Aus Sicht der Bürgerinitiative müssen vor dem Hintergrund des Urteils des Oberverwaltungsgericht Münster bzgl. Dieselfahrverbot gerade solche Flächen mit ihrem Beitrag zur Qualität der Luft, allgemein zum städtischen Klima, quantitativ erfasst, geschützt, erweitert und allgemein die Schaffung neuer innerstädtischen Freiflächen in Bereichen mit Grenzwertüberschreitungen und hoher Schadstoffkonzentrationen als Maßnahme in den Luftreinhalteplan aufgenommen werden.

    Fraglicher ökologischer Nutzen

    Das Bauvorhaben „Luisenhöfe“, würde auf einer Fläche von etwa 15400 m² zu einem Versiegelungsgrad von ungefähr 50 % führen (Bauantrag). Die „Dachbegrünung“ trägt zu einem erheblichen Anteil zu diesen 50 % bei, deren ökologischer Nutzen im Vergleich zum jetzigen Bestand marginal sein wird. Die Gesamtversiegelung des überplanten Bereichs würde sogar die 50 % Marke überschreiten, da die bebaute Fläche der Bestandbebauung Boxgraben 73 und 73 A nicht in die Berechnung einbezogen wurde, aber aus unserer Sicht bei der Beurteilung der Umweltauswirkung auf das Quartier berücksichtigt werden müsste.

    Beeinträchtigung des Stadtklimas

    Bei einer Beeinträchtigung des Stadtklimas, sei es durch extrem hohe Temperaturen, Schadstoffe, Lärm, Licht etc. ist aus unserer Sicht nicht hinreichend berücksichtigt worden, dass die überplante Fläche unmittelbar an eine städtische Kindertagesstätte, die Reumontschule und die städtischen Turnhallen angrenzt und somit die Belange von besonders schutzbedürftigen Personen, die von einer Grenzwertüberschreitung betroffen wären, nicht hinreichend berücksichtigt sind. In direkter Nachbarschaft befinden sich zudem noch Altenheime, das Haus Kadenbach als Rehazentrum und das Luisenhospital, wo Personen, die gesetzlich als besonders schutzbedürftig benannt sind, wohnen bzw. behandelt werden.

    Wir halten deshalb eine Umweltverträglichkeitsprüfung des Bauvorhabens „Luisenhöfe“ für unerlässlich.

    Große Anzahl an Bauvorhaben

    Ergänzend möchten wir darauf hinweisen, dass es aufgrund der Bauvorhaben FH Aachen an der Hohenstaufenalle, der Umsetzung des Bauvorhabens „Blue Gate“, des geplanten Neubaus des Verwaltungsgebäudes an der Lagerhausstrasse, der Baustelle an der Lütticherstr, der kommenden Großbaustelle Vaalserstr., dem Vorhaben Franzstrasse, der Baustelle Kasernenstrasse, der Baustelle Elisbethstrasse, dem Vorhaben Weberstrasse, der kommenden Baustelle FH Boxgraben zu einer Erhöhung der Konzentration an Feinstaub und aufgrund der Baumaschinen zu einem erhöhten Eintrag an NOx in die Luft kommen wird und Grenzwertüberschreitungen wahrscheinlich sind. Hier ist aus unserer Sicht eine Abwägung der zeitgleiche Genehmigung und Umsetzung weiterer großen Bauvorhaben gegen das Risiko der aufgrund von Grenzwertüberschreitungen (besonders schutzbedürftige Personengruppen) dann einzuleitenden Maßnahmen bis hin zu Dieselfahrverboten durchzuführen.

    Wir appellieren eindringlich an Sie, klimarelevante noch existierende innerstädtischen Grünflachen, wie die im gültigen FNP ausgewiesene Grünfläche im Blockinneren Boxgraben | Mariabrunnstraße | Reumontstraße | Südstraße zu schützen und diese Flächen als konkret und direkt umsetzbare Klimaschutzmaßnahme zu stärken.

    Mit freundlichen Grüßen

    Hans Poth, Joachim Palm, Heike Schütz, Christian Bauer, Ingrid Getz, Karsten Schellmat, Paul Dunkel, Karl Hamacher, Markus Steinberger

  • Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger

    at 02 Jul 2019 00:02

    Liebe Petitenten/-innen,

    Die Stadt Aachen ist zur Zeit in einem Verfahren zur Festlegung eines neuen Flächennutzungsplans (FNP*2030).

    www.aachen.de/de/stadt_buerger/planen_bauen/aachen2030/fnp_neu/index.html

    In diesem wird unter anderem im "Block" Boxgraben, Südstrasse, Reumontstrasse, Mariabrunnstrasse eine seit 1980 im Flächenutzungsplan ausgewiesene Grünfläche mit einer Größe von über 5.000 qm und einer großen Bedeutung für das lokale Stadtklima durch potentielles Bauland mit einer "Gemischten Baufläche " abgeschafft.

    Was könnt Ihr tun:

    Mit einer Stellungnahme bis zum 12.07.2019 könnt Ihr / können Sie auf die mit dem zukünftigen FNP*2030 geplanten Maßnahmen Einfluss nehmen. Der Einfluss steigt potentiell mit jeder persönlichen und sachgemäßen Stellungnahme.

    4 Möglichkeiten gibt es!

    1. Über unseren Blog luisenhoefe-aachen.de/2019/07/01/noch-bis-zum-12-7-zum-flaechennutzungsplan-stellung-nehmen/

    2. Online über egov.regioit.de/clients/stadtac/feedback/feedback.asp?rec=2

    3. Per E-Mail an vorbereitende.bauleitplanung@mail.aachen.de

    4. Mit einem Brief an "Verwaltungsgebäude Am Marschiertor, Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen, Lagerhausstraße 20, 52058 Aachen"

    Selbstverständlich könnt Ihr/Sie auch selbst eine Eingabe verfassen!

    UND GANZ WICHTIG: DIESE MAIL BITTE WEITERVERTEILEN!!!

    Anbei ein inhaltlicher Vorschlag zur Stellungnahme mit der Forderung zum der Erhalt der o.g. Grünfläche.

    Grüße die
    Bürgerinitiative Luisenhöfe
    luisenhoefe-aachen.de

    --- Vorschlag zur Stellungnahme ---
    Betreff: Stellungnahme zum öffentlich ausgelegten „Flächennutzungsplan Aachen*2030“

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Im Folgenden meine Stellungnahme zum „Flächennutzungsplan Aachen*2030“ (FNP) - insbesondere mit Bezug zum Plangebiet „Boxgraben, Südstrasse, Reumontstrasse, Mariabrunnstrasse“.

    Kritik:

    Die seit 1980 in allen Flächennutzungsplänen ausgewiesene „Grünfläche“ im Blockinneren des o.g. Plangebietes ist im aktuellen FNP ersatzlos durch vollständige Ausweisung als „Gemischte Baufläche“ entfernt worden. Und dies obwohl die Fläche in ihrer aktuell rechtsgültigen Größe die zur Aufnahme im neuen FNP erforderlichen Mindestgröße vom 5.000 qm erreicht.
    Insbesondere obwohl:

    - Die damit nicht mehr durch die ausgewiesene Grünfläche geschützten mehr als 30 Bäume durch Neupflanzung in Ihrer CO2-bindenen Wirkung erst wieder in ca. 25 Jahre ersetzen würden und

    - Auch nur annähernd adäquate Kompensationsmaßnahmen bzgl. der Begrünung im Nahbereich nicht mehr möglich sind.

    - Die 4- bis 5-geschossigen Bebauungen des in der Aufstellung befindlichen Bebauungsplans, die Durchlüftung massiv einschränken und

    - Sich damit das Klima in dem Plangebiet und darüber hinaus ganz erheblich verschlechtern wird - Insbesondere hinsichtlich der Luft-Qualität und der Belastungen bei hohen Temperaturen.

    - Von dieser Belastung insbesondere auch zahlreiche Kinder und Jugendlichen der anliegenden Schul- und Betreuungseinrichtungen betroffen sind.

    - Die älteren Anwohner und Anwohnerinnen immer größere Probleme mit den Hitzeinseln in der Innenstadt (siehe Klimaschutzbereich im Entwurf des FNP*2030) bekommen.

    - Die Stadt Aachen, wie viele andere Städte, Regionen und Länder in Europa den Klimanotstadt ausgerufen hat.

    - Klimaschutz ein höchst aktuelles und relevantes politisches Thema ist.

    Mich macht es fassungslos, dass trotz laufender Proteste von Bürgerinnen und Bürgern, der aktuelle politische Debatten und der für den Klimaschutz auch in diesem Maßstab dringend angezeigten Handlungsbedarfe, für das genannte Plangebiet offensichtlich ohne entsprechende Berücksichtigung und geeignete Abwägung gegenteilige Festlegungen im FNP erfolgen sollen. Ich halte diese hinsichtlich des Klimaschutzes für kontraproduktiv.

    Die gewinnorientierten Interessen der Investoren scheinen dem Gemeinwohl untergeordnet zu sein. Und dies obwohl der Erhalt dieser Grünfläche einer bedarfsgerechten Wohnbebauung insgesamt für Aachen nicht entgegensteht.

    Aus diesen Gründen bitte ich Sie, abweichend vom aktuell offengelegten Entwurf des FNP*2030 im Zuge der Festlegung den vollständigen Erhalt der genannten Grünfläche aus dem aktuell rechtsgültigen FNP fort zuschreiben.

    Vielen Dank im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen

  • Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger

    at 18 May 2019 18:42

    Leider haben uns noch weitere 37 Unterschriften zu spät erreicht. Mit diesen Unterschriften haben 520 Unterzeichner sich für unser Anliegen ausgesprochen. Da die Petition abgeschlossen ist, sind diese Unterschriften leider nicht mehr über OpenPetition hochzuladen. Wir werden sie, trotz Überschreitung der Eingabefrist, dennoch noch an die Stadt überreichen.

    Die Städte Konstanz, Kiel und Ludwigslust haben den Klimanotstand ausgerufen. Kleve soll im Juni folgen. Mit unserem Engagement verfolgen wir letztendlich Maßnahmen, welche helfen sollen Maßnahmen gegen den Klimawandel auf lokaler Ebene umzusetzen. Mit dem jetzt in Aufstellung begriffenen Bebauungsplan hat die Stadt Aachen ganz konkret ein Mittel in der Hand, um Klimaschutzmaßnahmen jetzt zu ergreifen sowie die Chance eine nachhaltige Stadt- und Verkehrsplanung zu initiieren. Unsere Vorschläge hierzu liegen auf dem Tisch. Wir sind weiterhin bereit für den Dialog und möchten unser Engagement zum Vorteil der Stadt und ihrer Einwohner einbringen.

    Aufstellung des Bebauungsplans Luisenhöfe = Instrument gegen den Klimawandel

    P.S. Um über den weiteren Verlauf informiert zu bleiben, ist auch möglich sich für den newsletter auf www.luisenhoefe-aachen.de einzutragen. Für alle Facebook Nutzer gibt es zusätzlich noch die Möglichkeit sich über www.facebook.com/luisenhoefe/ zu informieren.

  • Die Petition wurde eingereicht

    at 14 Apr 2019 23:11

    483 Anwohner und interessierte Bürger haben die Positionen der BI mit Ihren Unterschriften bekräftigt. Am letzten Freitag den 12.04.2019 ist die Frist zur Einreichung von Eingaben zum laufenden Bebauungsplanverfahren abgelaufen. Die Listen mit 483 Unterschriften sind an die Stadtverwaltung übergeben worden. AZ und AN berichten am heutigen 14.04.2019 unter dem Titel: Anwohner kämpfen für ein lebenswertes Viertel

    Darüber hinaus haben viele Bürger selbst noch Eingaben bei der Stadt eingereicht. Um auch diese Eingaben öffentlich in Diskussion einzubringen, werden wir diese Eingaben hier veröffentlichen. Wer seine Eingabe hier publik machen möchte, kann diese an info@luisenhoefe-aachen.de senden.
    Bürgerwerkstätten

    Schon in der Bürgeranhörung vom 14.03.2019 als auch im Zusammenhang mit der Unterschriftensammlung gab es deutliche Forderungen in Bezug auf eine wirkliche Beteiligung der Anwohner im aktuellen Prozess.

    Deshalb fordern wir als Bürgerinitiative Luisenhöfe ein Partizipationsverfahren, das diesen Namen auch verdient. Hier sollte als Basis für Bürgerwerkstätten das durch die Stadt Köln (Helios Forum) für das Heliosgelände durchgeführte Verfahren dienen.
    Dank

    Wir möchten uns ganz herzlich für die Unterstützung bei der Unterschriftensammlung Herrn Held bedanken. Sein Kiosk ist so wichtig für das Viertel. Ebenso gilt unser Dank Recht auf Stadt Aachen sowie dem Aachener Baumbündnis und den umliegenden Geschäften, die ebenfalls viele Unterschriften gesammelt haben.

    Ganz besonders möchten wir uns aber bei allen bedanken, die mit Ihrer Unterschrift die von uns formulierten Anliegen unterstützen. Für uns ist dies eine tolle Rückmeldung und zeigt, dass wir mit unseren Ideen für das Viertel auf dem richtigen Weg sind.

Help us to strengthen citizen participation. We want your petition to get attention and stay independent.

Donate now