Änderungen an der Petition

02.11.2016 13:54 Uhr

Nur der titel wurde prägnanter, entschuldigt die zusätzliche Email :)


Neuer Titel: Divestment in Sachsen-Anhalt - Pensionsfonds Sachsen-Anhalt Landespensionsfonds ökologisch und ökonomisch sinnvoll inves
investieren


Änderungen an der Petition

01.11.2016 14:03 Uhr

Ich habe am Anfang einige Fehler und Doppelungen übersehen, diese habe ich rausgenommen, bzw berichtigt. An der Petition ändernt sich dadurch eigentlich nichts.


Neuer Titel: Divestment in Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt - Pensionsfonds Sachsen-Anhalt ökologisch und ökonomisch sinnvoll inves


Neuer Petitionstext: Sehr geehrter Herr Finanzminister Schröder,
Wir wenden uns an Sie, da das Pensiondsfondsgesetz, welches die Zuständigkeit und Anlagengrundsätze definiert, in Ihrem Zuständigkeitsbereich liegt.
Der Pensionsfonds des Landes Sachsen-Anhalts hat mehr als 700 Millionen Euro in Kapitalanlagen investiert. Im letzten Jahr veröffentlichte das gemeinnützige Recherchezentrum Correctiv die genauen Anlagen.
Wir freuen uns sehr über diesen Schritt, da wir fest davon überzeugt sind, dass die durch den Staat getätigten Investitionen von öffentllichem Interesse sind. Durch die Veröffentlichung ist es uns möglich, die Anlagen konkret zu bewerten und konstruktive Vorschläge zu machen.
Das Pariser Klimaabkommen wurde im Oktober 2016 durch die Bundesregierung und die EU ratifiziert. Es wird im November in Kraft treten. Die Ziele dieses Abkommens können nur erreicht werden wenn die Nutzung fossiler Energien in Zukunft drastisch reduziert wird. Damit werden Firmen deren Geschäftsmodell auf fossilen Energien beruht wirtschaftlich unter Druck geraten. Bereits im April hat einer der vormals weltgrößten Kohleabbaukonzerne (Peabody) Insolvenz angemeldet während in Deutschland RWE mit seiner ungewissen Zukunft immer wieder in den Schlagzeilen ist. Diese Anlässe haben uns dazu gebracht uns mit den Investionen des Pensionsfonds des Landes zu beschäftigen und fordern daher:
- Die Veröffentlichung der Anlagekriterien.
- Den Verkauf von Kapitalanlagen jeder Art von Firmen deren Geschäftsmodell auf der Ausbeutung fossiler Energien basiert. (bspw. Total, BP, Shell, Statoil, Rio Tinto, Saudi Electricity)


Neue Begründung: Der Pensionsfonds des Landes Sachsen-Anhalts hat mehr als 700 Millionen Euro in Kapitalanlagen investiert. Im letzten Jahr veröffentlichte das gemeinnützige Recherchezentrum Correctiv die genauen Anlagen.
Wir freuen uns sehr über diesen Schritt, da wir fest davon überzeugt sind, dass die durch den Staat getätigten Investitionen von öffentllichem Interesse sind. Durch die Veröffentlichung ist es uns möglich, die Anlagen konkret zu bewerten und konstruktive Vorschläge zu machen.
Aus unserer Sicht sollten Investitionen der öffentlichen Hand ökologisch und ökonomisch nachhaltig und verantwortungsvoll getätigt werden.
Bei den Geldanlagen der Firmen: Total, BP, Shell, Statoil sehen wir dies nicht gegeben.
Überall auf der Welt verursachen Kohle- und Ölfirmen in jeder Phase der Verarbeitung ökologisch schwerwiegende und langfristige Verschmutzungen:
- Die Öl-Katastrophe der BP-Bohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexico 2010: www.deutschlandfunk.de/sechs-jahre-nach-deepwater-horizon-ein-schrecken-ohne-ende.697.de.html?dram:article_id=352833
- Die durch den Kohleabbau in Kolumbien verursachte Umweltverschmutzung: www.deutschlandfunk.de/billige-kohle-aus-kolumbien-umweltverschmutzung-und-ein.697.de.html?dram:article_id=283052
- Das durch Shell-Öl verseuchte Niger-Delta www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/147161/index.html
- und leider noch viele viele mehr...
Trotz jahrzehntelangen und immer noch anhaltenden Subventionen für fossile Energien stellen Investionen in diesem Bereich ein immer größeres ökonomisches Risiko dar.Die dar. Die Zeit berichtete schon im Februar 2014, dass die Bank of England sich sorgen darüber macht, dass eine Kohlenstoffblase zu einer neuen Finanzkrise führen könnte. www.zeit.de/2014/08/carbon-bubble-rohstoff-blase/komplettansicht Mit dem Klimavertrag von Paris hat sich die Weltgemeinschaft darauf geeinigt, die menschengemachte Erderwärmung auf 1,5° begrenzen zu wollen.
Dieses Ziel wird nur erreichbar sein, wenn der Verbrauch von fossilen Energien weltweit drastisch zurückgeht. Dies wird die Geschäftsgrundlage der Firmen in diesem Bereich entziehen und die Werte dieser Firmen werden einbrechen. Einige große Kapitalgemeinschaften haben bereits auf dieses Szenario reagiert. Sachsen Anhalt darf diese Entwicklung nicht verpassen.
- Die Versicherungsgruppe Allianz hat angekündigt alle Kapitalanlagen in Firmen zurückzuziehen, deren Umsatz zu mehr als 30% mit Kohlegeschäften erfolgt: www.allianz.com/de/presse/news/finanzen/beteiligungen/150923_allianz-steigt-aus-kohlefinanzierung-aus/
- Der Rockfeller Brothers Fund hat angekündigt, ihr Portfolio von Investitionen in fossilen Energien zu befreien: www.rbf.org/about/divestment
- u.v.m (u.a. Stadt Münster und der weltgrößte Pensionsfonds: Norwegian Sovereign Funds)
Was eine verfehlte Anlagepolitik anrichten kann, haben Städte wie Essen und Oberhausen in den letzten Jahren erfahren müssen, nachdem die RWE-Aktie massiv an Wert verloren hat und die Dividende für das Jahr 2016 gestrichen wurde. Die Stadt Düsseldorf dagegen verkaufte ihre Anteile zu Beginn des 00er Jahre und war so von dem Kursverfall nicht betroffen. Wie bereits erwähnt, ging im letzten Jahr eines der weltweit vormals größten Kohleunternehmen in die Insolvenz.
- Beispiel Peabody: www.marketwatch.com/story/bankrupt-peabodys-stock-plunge-to-around-1-in-one-chart-2016-04-13
Weitere Pleiten sind nur eine Frage der Zeit und Sachsen-Anhalt sollte in einigen Jahrzehnten nicht das Schicksal von Essen und Oberhausen teilen.
Das nachhaltige Anlagekriterien nicht zu Lasten der Performance gehen zeigen mittlerweile auch Studien namhafter Universitäten wie z.B. der Oxford Universität. Weitere Studien sind in diesem Artikel zitiert:
www.blog.gruenesgeld.net/schlagwort/ethisch-oekologische-investments/
Unser Ziel ist es, dass der Pensionsfonds des Landes Sachsen-Anhalt ökologisch verantwortungsbewusst und ökonomisch weitsichtig investiert. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Forderungen zu diesem Ziel beitragen.
Hochachtungsvoll,
Valentin Burghard
Initiative Divestment Sachsen-Anhalt