17.09.2026, 01:09
Auslassungen, die zu Missverständnissen führen,
14. Oktober in 14. September geändert
Neue Begründung:
Mit dem neuen Schuljahr trat der neue Busfahrplan mit weiteren Beeinträchtigungen für die FahrschülerInnen nach Uelzen, aus Wrestedt, Stederdorf zur Oberschule nach Bad Bodenteich und zur KGS nach Clenze in Kraft:
- Busse sind häufig verspätet,
- Umstiege können nicht erreicht werden,
- Kinder sind seit Schulbeginn wiederholt zu spät zum Unterricht gekommen: Stress für die Kinder und erhebliche Auswirkungen auf den Schulbetrieb, denn bei nur 50% Anwesenheit in den Klassen kann der Stoff nicht wie geplant unterrichtet werden.
Vielfach haben wir Eltern die Fahrten übernommen, wenn Umstiege nicht erreicht wurden und die Kinder anriefen "der Bus kommt nicht, ich muss doch zur Schule".
Die Aufgabe der Eltern ist es aber nicht, bei Fahrplanausfällen die Busse zu ersetzen. Es kann nicht die Erwartungshaltung des Schulträgers sein, dass Eltern dann ihre Kinder zur Schule bringen und Verdienstausfall, Sprit- und Fahrzeugkosten übernehmen. Die Einsparungen für den Schülertransport dürfen nicht auf Kosten der Eltern erfolgen!
Das Bild der FahrschülerInnen am Beispiel von Lüder zeichnet sich aktuell wie folgt: Aufstehen morgens um 5:30 Uhr, zur Bushaltestelle laufen um 6:15 Uhr, den Bus um 6:26 Uhr nehmen (der Bus wurde seit 14. OktoberSeptember um 10 Minuten in der Abfahrt vorverlegt, um Anschlusssicherheit zu gewährleisten - das geht auch über Echtzeitfahrtinformation, Kommunikation der Fahrer und vor allem: Festlegung in den Vergabekriterien!), Ankunft in Uelzen um 7:24 Uhr.
Bei Besuch der KGS in Clenze Umsteigen in Bad Bodenteich Neustädter Str., 19 Minuten warten ohne Wetterschutz, Ankunft Clenze KGS 7:34 Uhr.
Schulschluss am HEG nach der 6. Stunde um 12:50 Uhr, Abfahrt um 13:20 Uhr Ankunft Lüder Grundschule um 14:10 Uhr - zu Hause 14:25 Uhr.
6 Schulstunden bedeuten schon ab der 5. Klasse einen 8-Stunden-Tag außer Haus. Wie ein Arbeitstag!
Unsere FahrschülerInnen erleben durch die Gestaltung des Busverkehrs eine so große Erschwernis, dass die Situation als diskriminierend bezeichnet werden kann. Wie sollen morgens gute Schulleistungen oder auch nur die Aufnahmefähigkeit zum Lernen möglich sein nach so langer Anreisezeit? Klassenarbeiten in den ersten Schulstunden werden zum Stress, wenn der Bus wie häufig Verspätung hat.
Gegenüber den Stadtkindern werden den Fahrschülerinnen am Tag mehrere Stunden geraubt. Stunden, die Kraft kosten und erschöpfend sind.
Statt die Situation für die SchülerInnen und alle anderen Fahrgäste der Busse im Kreis Uelzen zu verbessern, hat der neue Busfahrplan zu einer gravierenden Verschlechterung geführt.
Statt durch ein attraktives ÖPNV-Angebot die SchülerInnen vom Busverkehr zu überzeugen und damit die Verkehrswende auch im ländlichen Raum zu fördern, werden die Busse so unattraktiv gemacht, dass jede/r SchülerIn mit dem Führerschein gerne aufs Auto umsteigen wird, sofern sie es sich leisten können. Wer fährt 80 Minuten von Haus-zu-Haus mit dem Bus, wenn es mit dem Auto 30 Minuten dauert?
Schlechter öffentlicher Nahverkehr grenzt Menschen aus, die nicht mobil sind. Kurzfristig Kosten für den öffentlichen Nahverkehr zu sparen führt zu gesellschaftlichen Folgekosten.
Niemand wird auf die Dörfer in unserem Landkreis ziehen, die gesamte Infrastruktur wird weniger, die Orte überaltern und beginnen zu verwahrlosen...die politischen Folgen davon sehen wir in Sachsen-Anhalt.
Statt den Nahverkehr rein aus der Kostenbrille zu planen, lohnt sich langfristig ein attraktives Angebot: Ein guter Nahverkehr ist eine Investition - nicht nur in die Zukunft unserer Kinder, weil wir ihnen mehr Lebensqualität während der Schulzeit schenken, sondern insbesondere in die Zukunft unseres Landkreises und unserer Umwelt.
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 11 (11 in Uelzen)