Region: Offenburg

Erhalt des Offenburger Flugfeldes in seiner gesamten Größe.

Petition is addressed to
Stadt Offenburg, Gemeinderat

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03/22/2026, 11:44

OFFENBLATT
Das Offenblatt ist das Amtsblatt der Stadt Offenburg.


03/10/2026, 12:07


Die gelben Stimmzettel des Bürgerentscheids landen im Historischen Rathaus auf einem
Auszähltisch.
FOTO:: RALF BURGMAIER
Von Ralf Burgmaier
OFFENBURG Es ist, wie Offenburgs Oberbürgermeister Marco Steffens noch während der
Wahlauszählung am Sonntagabend einräumte. Der Bürgerentscheid zur Zukunft des
Flugplatzes sorgte für Klarheit. Nach der Auszählung von 60 Wahllokalen in Offenburg
haben die Wählerinnen und Wähler dem von der Stadtspitze und einer knappen
Gemeinderatsmehrheit angestrebten Gewerbegebiet auf dem Flupplatzareal eine Absage
erteilt und damit den Fortbestand des Flugplatzes mit ihrem Bürgerwillen bekräftigt.
11.944 stimmten mit Ja für die Entwicklung eines Gewerbegebiets, 15.741 mit Nein. Die
Wahlbeteiligung lag bei 60,5 Prozent der rund 47.000 Wahlberechtigten. Sie war damit
niedriger als bei der gleichzeitig stattfindenden Landtagswahl, bei der 64 Prozent der
Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben.
In nur zehn Wahllokalen von 60 gab es mehrheitlich ein Ja für die auf dem gelben
Wahlzettel zu beantwortende Frage: „Sind Sie für die Entwicklung des Sonderlandeplatzes
(Flugplatz) zu einem Gewerbegebiet auf Offenburger Gemarkung?“ . In 50 Wahllokalen gab
es ein Nein zum Gewerbegebiet.
Bemerkenswert war, dass die Zustimmung zum von der Stadtspitze favorisierten
Gewerbegebiet – für die Entwicklungsmöglichkeiten Offenburger Unternehmen, für Arbeits-
und Ausbildungsplätze, für eine stabile Gewerbesteuerentwicklung – in Wahllokalen rund
ums Offenburger Rathaus konzentriert waren. So stimmte eine Mehrheit in Salzhaus 1, 4
und 6, im historischen Rathaus 3, im Marktcenter 1, im Ritterhausmuseum, im Technischen
Rathaus und in der Immobilienbewertung mehr oder weniger knapp für die von der Stadt
favorisierte Entwicklung. Auch im Wahllokal Stadtteil-und Familienzentrum Oststadt 2
obsiegten die Ja-Stimmen, ebenso im Ortsteil Bühl – dort mit 251 zu 201 Stimmen am
deutlichsten – und in Rammersweier 2.
Am ausgewogensten wurde in Windschläg, weit weg vom Flugplatz, abgestimmt. Dort
hielten sich die Pros und Contras ungefähr die Waage.
Der Mehrzahl der Wahllokale registrierte eine mehr oder weniger klare Ablehnung der
städtischen Flugplatzbeendigungs- beziehungsweise -entwicklungspläne. Am deutlichsten
im Stadtteil- und Familienzentrum Uffhofen in Nachbarschaft zum Flugplatz. 256 Nein-
Stimmen standen hier 125 Ja-Stimmen gegenüber. Hier zog offenbar das Argument des
Bürgervereins, dass man nicht noch mehr mit städtischer Infrastruktur belastet werden
wolle: B 3, B 33 und der Gefängnisneubau von 2009 seien schon genug.
Wie geht es nun weiter? Der Flugplatz im Besitz der Stadt Offenburg kann weiterhin von der
Fliegergruppe Offenburg genutzt werden. Das Votum des Bürgerentscheids muss nun
mindestens drei Jahre unangetastet bleiben. Erst nach dieser Frist könnte der Gemeinderat
den Gegenstand des Entscheids erneut aufgreifen. Theoretisch wäre es dem jetzigen
Offenburger Gemeinderat möglich, noch kurz vor der nächsten Kommunalwahl im Sommer
2029 das heiße Eisen erneut anzufassen. Denn die Finanzsituation der Stadt wird sich bis
dahin kaum verbessert haben. Sie hat zwar auch ein Entschuldungskonzept, aber sie
steuert bis 2032 auf Bankverbindlichkeiten von 200 Millionen Euro hin. Aber so ein Schritt
wäre eine grobe Missachtung des nun ausgedrückten Wählerwillens.
Sollte sich allerdings die Finanzsituation der Stadt so verschlechtern, dass über weitere
Gebührenerhöhungen, Einschnitte bei der „Sozialen Stadt“ oder gar Schließungen
öffentlicher Einrichtungen nachgedacht werden muss, ist auch das nicht ausgeschlossen.
Die Industrie- und Handelskammer Freiburg appelliert in einer Pressemitteilung an die
Offenburger Politik und Verwaltung, nun zügig alternative Lösungen für ansiedlungswillige
Unternehmen zu entwickeln.
Ralf Burgmaier


03/10/2026, 12:02


ANALYSE BÜRGERENTSCHEID In nur zehn von 60 Wahllokalen hat
eine Mehrheit am Sonntag beim Offenburger Bürgerentscheid für ein
Gewerbegebiet auf dem Flugplatz gestimmt. Das Thema bleibt jetzt
mindestens drei Jahre lang unangetastet.
Die gelben Stimmzettel des Bürgerentscheids landen im Historischen Rathaus auf einem
Auszähltisch.
FOTO:: RALF BURGMAIER
Von Ralf Burgmaier
OFFENBURG Es ist, wie Offenburgs Oberbürgermeister Marco Steffens noch während der
Wahlauszählung am Sonntagabend einräumte. Der Bürgerentscheid zur Zukunft des
Flugplatzes sorgte für Klarheit. Nach der Auszählung von 60 Wahllokalen in Offenburg
haben die Wählerinnen und Wähler dem von der Stadtspitze und einer knappen
Gemeinderatsmehrheit angestrebten Gewerbegebiet auf dem Flupplatzareal eine Absage
erteilt und damit den Fortbestand des Flugplatzes mit ihrem Bürgerwillen bekräftigt.
11.944 stimmten mit Ja für die Entwicklung eines Gewerbegebiets, 15.741 mit Nein. Die
Wahlbeteiligung lag bei 60,5 Prozent der rund 47.000 Wahlberechtigten. Sie war damit
niedriger als bei der gleichzeitig stattfindenden Landtagswahl, bei der 64 Prozent der
Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben.
In nur zehn Wahllokalen von 60 gab es mehrheitlich ein Ja für die auf dem gelben
Wahlzettel zu beantwortende Frage: „Sind Sie für die Entwicklung des Sonderlandeplatzes
(Flugplatz) zu einem Gewerbegebiet auf Offenburger Gemarkung?“ . In 50 Wahllokalen gab
es ein Nein zum Gewerbegebiet.
Bemerkenswert war, dass die Zustimmung zum von der Stadtspitze favorisierten
Gewerbegebiet – für die Entwicklungsmöglichkeiten Offenburger Unternehmen, für Arbeits-
und Ausbildungsplätze, für eine stabile Gewerbesteuerentwicklung – in Wahllokalen rund
ums Offenburger Rathaus konzentriert waren. So stimmte eine Mehrheit in Salzhaus 1, 4
und 6, im historischen Rathaus 3, im Marktcenter 1, im Ritterhausmuseum, im Technischen
Rathaus und in der Immobilienbewertung mehr oder weniger knapp für die von der Stadt
favorisierte Entwicklung. Auch im Wahllokal Stadtteil-und Familienzentrum Oststadt 2
obsiegten die Ja-Stimmen, ebenso im Ortsteil Bühl – dort mit 251 zu 201 Stimmen am
deutlichsten – und in Rammersweier 2.
Am ausgewogensten wurde in Windschläg, weit weg vom Flugplatz, abgestimmt. Dort
hielten sich die Pros und Contras ungefähr die Waage.
Der Mehrzahl der Wahllokale registrierte eine mehr oder weniger klare Ablehnung der
städtischen Flugplatzbeendigungs- beziehungsweise -entwicklungspläne. Am deutlichsten
im Stadtteil- und Familienzentrum Uffhofen in Nachbarschaft zum Flugplatz. 256 Nein-
Stimmen standen hier 125 Ja-Stimmen gegenüber. Hier zog offenbar das Argument des
Bürgervereins, dass man nicht noch mehr mit städtischer Infrastruktur belastet werden
wolle: B 3, B 33 und der Gefängnisneubau von 2009 seien schon genug.
Wie geht es nun weiter? Der Flugplatz im Besitz der Stadt Offenburg kann weiterhin von der
Fliegergruppe Offenburg genutzt werden. Das Votum des Bürgerentscheids muss nun
mindestens drei Jahre unangetastet bleiben. Erst nach dieser Frist könnte der Gemeinderat
den Gegenstand des Entscheids erneut aufgreifen. Theoretisch wäre es dem jetzigen
Offenburger Gemeinderat möglich, noch kurz vor der nächsten Kommunalwahl im Sommer
2029 das heiße Eisen erneut anzufassen. Denn die Finanzsituation der Stadt wird sich bis
dahin kaum verbessert haben. Sie hat zwar auch ein Entschuldungskonzept, aber sie
steuert bis 2032 auf Bankverbindlichkeiten von 200 Millionen Euro hin. Aber so ein Schritt
wäre eine grobe Missachtung des nun ausgedrückten Wählerwillens.
Sollte sich allerdings die Finanzsituation der Stadt so verschlechtern, dass über weitere
Gebührenerhöhungen, Einschnitte bei der „Sozialen Stadt“ oder gar Schließungen
öffentlicher Einrichtungen nachgedacht werden muss, ist auch das nicht ausgeschlossen.
Die Industrie- und Handelskammer Freiburg appelliert in einer Pressemitteilung an die
Offenburger Politik und Verwaltung, nun zügig alternative Lösungen für ansiedlungswillige
Unternehmen zu entwickeln.
Ralf Burgmaier


03/09/2026, 15:45

Diesen Erfolg hatte die BI Pro Flugplatz Offenburg mit den vielen Unterstützer
aus allen Stadtteilen nicht erwartet. 
Das ist ein Signal – gegen Macht, Arroganz und Geldsäckel – das allen Beteiligten eine Lehre sein sollte.
Die vortrefflich gesteuerte Kampagne mit Steuergeldern ist vortrefflich gescheitert.
Vielen Dank für dieses Ergebnis, Wir danken allen, die uns in den letzten zwanzig Jahren unterstützt haben.
Vielen Dank an die Fliegergruppe, Nabu und Bund, Bürgergemeinschaften von
Uffhofen und Hildboltsweier, AKA Süd und KfUTD und BI VO Hohberg.
Der Bürgerentscheid zeigt: Die Menschen in Offenburg wollen bei wichtigen
Entscheidungen über ihre Stadt mitbestimmen.
„Für uns als Bürgerinitiative bedeutet dieses Ergebnis, dass der Flugplatz als
Sonderlandeplatz dauerhaft erhalten bleiben muss. Entscheidend ist nun, den
Betrieb des Sonderlandeplatzes mit den beiden Flugaffinen Betrieben
weiterzuführen, daß Flugplatzrestaurant zu renovieren und wieder zu öffnen,
den Betreibern z.B. die Fliegergruppe verlässlich über einen langfristigen
Pachtvertrag klare Rahmenbedingungen für einen Flugbetrieb und
Flugwerften zu schaffen. Der Flugplatz ist nicht nur Fläche – er ist
„Infrastruktur, Ausbildungsort und Teil der Offenburger Identität.“
Flugplatz Offenburg, Zukunft und Heimat.
Rolf Leonhardt, BI Pro Flugplatz Offenburg


03/09/2026, 07:26

Eine klare Mehrheit der Wählerinnen und Wähler in Offenburg hat sich beim Bürgerentscheid am Sonntag für den Erhalt des Offenburger Flugplatzes ausgesprochen. Fast 15.000 Offenburgerinnen und Offenburger haben mit ihrem Votum einem Fortbestand der 115-jährigen Fliegertradition in der Stadt zugestimmt. Knapp 11.500 votierten für die Entwicklung eines Gewerbegebiets auf dem Flugplatzareal, wie von der Stadtspitze und einer knappen Gemeinderatsmehrheit gewollt. In beiden Lagern wurde das Quorum von 20 Prozent der rund 47.000 Wahlberechtigten erreicht. Aber die Mehrheit wählte den Flugplatz und nicht das Gewerbegebiet.

Offenburgs OB Marco Steffens und eine knappe Gemeinderatsmehrheit hatten intensiv für das Gewerbegebiet, für Erweiterungsmöglichkeiten für heimische Betriebe und eine Sicherung der Zukunft durch zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen geworben. Ein Bündnis aus der Fliegergruppe, Naturschutzverbänden und Bürgergemeinschaften konnte mit ihren Natur- und Artenschutzargumenten aber durchdringen. In einem von guten Argumenten, aber auch Emotionen geprägten Meinungsbildungsprozess haben sich die Offenburger letztlich mehrheitlich gegen den Flächenverbrauch entschieden.




03/09/2026, 07:23

Diesen Erfolg hatte die BI Pro Flugplatz Offenburg mit den vielen Unterstützer aus allen Stadtteilen nicht erwartet.Wir danken allen, die uns in den letzten zwanzig Jahren unterstützt haben. Vielen Dank an die Fliegergruppe, Nabu und Bund, Bürgergemeinschaften von Uffhofen und Hildboltsweier, AKA Süd und KfUTD und BI VO Hohberg.
Der Bürgerentscheid zeigt: Die Menschen in Offenburg wollen bei wichtigen Entscheidungen über ihre Stadt mitbestimmen.
„Für uns als Bürgerinitiative bedeutet dieses Ergebnis, dass der Flugplatz als Sonderlandeplatz dauerhaft erhalten bleiben muss. Entscheidend ist nun, den Betrieb des Sonderlandeplatzes mit den beiden Flugaffinen Betrieben weiterzuführen, daß Flugplatzrestaurant zu renovieren und wieder zu öffnen, den Betreibern z.B. die Fliegergruppe verlässlich über einen langfristigen Pachtvertrag klare Rahmenbedingungen für einen Flugbetrieb und Flugwerften zu schaffen. Der Flugplatz ist nicht nur Fläche – er ist Infrastruktur, Ausbildungsort und Teil der Offenburger Identität.“
Flugplatz Offenburg Zukunft und Heimat.
Rolf Leonhardt, BI Pro Flugplatz Offenburg



03/01/2026, 14:50

Franziska Heck
Offenburg
Sie ist seit 2023 Lokalredakteurin in Offenburg. Mittelbadische Presse, ( Offenburger Tageblatt )
Es war die dritte Infoveranstaltung zum anstehenden Bürgerentscheid, es war die größte – und die letzte. In sechs Tagen ist es schon so weit, dann dürfen 47.000 Abstimmungsberechtigte in Offenburg ein Kreuzchen setzen. Mindestens 9400 davon müssen entweder mit Ja stimmen, also für die Entwicklung des Sonderlandeplatzes zu einem Gewerbegebiet, oder mit Nein, damit das Ergebnis bindend ist. Wie auch immer dieses Ergebnis ausfällt: "Es gibt auch einen 9. März", erinnerte OB Marco Steffens am Freitagabend in der Oberrheinhalle, "und da sollten sich alle noch in die Augen sehen können".
Von ungefähr kam diese Aussage nicht, denn bei der Infoveranstaltung wurde es hitzig. Schon bevor der offizielle Teil startete, diskutierten die interessierten Bürger an 20 Infotafeln herzhaft miteinander, die Wörter "Umweltschutz" und "Gewerbesteuer"schossen wie Ping Pong-Bälle durch die Luft, Hände fuchtelten wild herum, Notizen wurden gezückt.
Grünes Gewerbegebiet
Auf der Bühne präsentierte zunächst Leon Feuerlein, Abteilungsleiter Stadtplanung, den aktuellen Stand der Planung. Er musste selbst einräumen, dass die Gewerbegebiete in Offenburg aus den 1960er/1970er-Jahren "das Thema Grün nicht besonders ernst nehmen". Aber das wolle man bei diesem Vorhaben besser machen – Feuerlein sprach von einem grün gestalteten Gewerbegebiet mit vielen Baumpflanzungen.
Im Anschluss hatten neun Akteure jeweils dreieinhalb Minuten Zeit, ihren Standpunkt zu erläutern, um verschiedene Blickwinkel zu präsentieren (siehe Info unten). Danach konnten Zuhörer Fragen an das Podium stellen.
Kritik an Fliegergruppe
"Fliegen ist umweltschädigend, ich habe deswegen viel Lärm auf meiner Terrasse, und der Verein folgt keinem gemeinnützigen Zweck", wandte sich etwa ein Mann an Cynthia Huber von der Fliegergruppe. "Wie können Sie es gegenüber gemeinnützigen Vereinen verantworten, ein Gelände mit Millionenvermögen kostenlos zu nutzen?" Sichtlich überrumpelt von dieser Frage, konnte Huber darauf nichts erwidern.
Steffens schaltete sich ein und bemerkte, dass es in Offenburg in der Tat keinen Verein gebe, der so viel Fläche mit nur so wenigen Mitgliedern nutzt. "Unser Hobby passt eben nicht in einen Rucksack wie ein Tennisschläger", entgegnete Huber, und außerdem würden andere ja auch Emissionen verursachen, wenn sie etwa Auto fahren. "Es ist aber ein Unterschied, ob ich Auto fahre, um zur Arbeit zu kommen, oder zum reinen Vergnügen über Offenburg fliege", meinte ein anderer aus dem Publikum.
Warum so ein Wirbel?
Ein weiterer Zuhörer wandte sich an Steffens: "Das Gewerbegebiet auf dem Flugplatz entspricht bei der Gesamt-Gewerbefläche in Offenburg rund vier bis fünf Prozent, die dazukommen." Die Frage werde aber so hochstilisiert, als würde die ganze wirtschaftliche Zukunft der Stadt davon abhängen, dass jetzt an dieser Stelle ein Gebiet entwickelt wird. Steffens: "Die 20 wichtigsten Unternehmen dieser Stadt machen 80 Prozent der Einnahmen aus. Insofern hat das natürlich eine deutliche Wirkung!"
Wie viel die Gewerbesteuer eigentlich im städtischen Haushalt ausmacht, wollte ein anderer Bürger wissen. Laut Steffens waren das im vergangenen Jahr rund 100 Millionen Euro. "Davon bleiben rund 40 Millionen Euro bei uns. Das heißt auf zehn Jahre gerechnet: 400 Millionen Euro haben oder nicht haben."
Arten müssen geschützt werden
Eine Frau hatte recherchiert: "Zum Schutz der Arten ist es verboten, die Fläche zu bebauen, die Stadt muss erst eine Ausnahme beantragen." Laut Steffens sei das "daily business" (das tägliche Geschäft). Außerdem blieben mehr als zwei Drittel der Fläche "ja komplett unangetastet".
Eine andere Frage lautete, wie man das Gewerbegebiet denn möglichst umweltfreundlich gestalten könne. Steffens nannte die Fassaden- oder Dachflächenbegrünung, die die Temperatur im Inneren senken würde. "So wird weniger Energie benötigt, um das Gebäude zu kühlen oder beheizen."
Stephan Trahasch von der Hochschule ergänzte, dass auf Zufahrtswege geachtet würde, damit möglichst viele mit öffentlichem Nahverkehr kommen können. Und Werner Mäurer von Hiwin stellte klar: "Es ist nicht im Sinne der Industrie, einen Bauklotz zu bauen – kein Mensch will mehr in einem Bunker arbeiten, wir müssen attraktive Arbeitsplätze gestalten."
INFO: So argumentierte das Podium
Thomas Rothkegel, Vorstand der Einwohnergemeinschaft Offenburg-Hildboltsweier, kritisierte den Zeitdruck hinter der Maßnahme, denn nichts sei wirklich geplant, zu viel noch unklar. "Das ist wie ein Flugzeug, das ohne Kompass startet. Gefährlich und unsicher! Wer jetzt zustimmt, steigt ins Flugzeug in dem Wissen: Am Ziel gibt's noch keine Landebahn."
Rolf Leonhardt, Sprecher der Bürgerinitiative "Pro Flugplatz" erinnerte daran, weshalb Städtereisen so beliebt sind: "Wohl nicht, um triste Gewerbegebiete in Augenschein zu nehmen, sondern um Orte aufzusuchen, die eine Geschichte zu erzählen haben." Viel


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