• Änderungen an der Petition

    at 31 Jul 2021 20:41

    Laut Torsten Reiter (erneuerbarer Heizungsbauer) sind Wärme Pumpen nicht immer die ökologischste Variante für alle Wohnungen deshalb die Präzision der Forderung.


    Neuer Petitionstext:

    Wir, das Klimacamp Siegen, fordern die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens (1,5° Grad Ziel) und die klimagerechte Umsetzung in der Stadt Siegen und dem Kreis Siegen Wittgenstein.

    Die Stadt Siegen muss sich ein lokales CO2-Budget von 3,6 Millionen Tonnen CO2, der Kreis ein Budget von 9,7 Mio. Tonne CO2 setzen.

    Wir fordern ein klimaneutrales Siegen und einen klimaneutralen Kreis ab dem Jahre 2035.

    Die Stadt und der Kreis müssen einen Reduktionspfad vorlegen, welcher die kommunalen Gegebenheiten berücksichtigt. Eine Wirtschaftsweise und Gesellschaftsform, die das Wohlergehen aller zum Ziel hat und die ökologischen Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen erhält, ist nicht diskutabel und muss oberste Priorität in der Politik haben. Mit den Begriffen „Stadt Siegen“ oder „Kreis Siegen- Wittgenstein“ sind im Folgenden nicht ausschließlich die Körperschaft, sondern alles, was sich im Stadtgebiet oder Kreisgebiet befindet, gemeint.

    1. Allgemeines

    • Der Klimawandel ist eine existenzbedrohende Krise. Entscheidungen zum Klimaschutz müssen oberste Priorität haben und bei allen Entscheidungen ein
    • ausschlaggebendes Kriterium sein
    • Subventionierungen klimaschädlicher Projekte und wirtschaftsweisen müssen sofort gestoppt werden
    • Die Ziele, Fortschritte und Rückschläge der Stadt in ihren Vorhaben müssen klar und transparent nach außen kommuniziert werden
    • Die Siegener(-Wittgensteiner) Bürger*innen müssen in die Transformationsprozesse mit eingebunden werden und niedrigschwellige Möglichkeiten zur Beteiligung und Partizipation haben
    • Die Maßnahmen müssen sozial Gerecht umgesetzt werden und dürfen nicht einseitig zulasten von Menschen mit geringem Einkommen oder künftiger Generationen
    • getroffen werden
    • Die Stadt Siegen und der Kreis rufen den Klimanotstand aus

    2. Klimafreundliche Mobilität:

    • ÖPNV, Fuß- und Radverkehr müssen priorisiert und massiv ausgebaut werden
    • Autofreie Innenstadt und Wohngebiete
    • Der motorisierte Individualverkehr muss innerhalb des Stadtgebietes unattraktiv werden. Dazu müssen Park and Ride Angebote eingerichtet werden
    • Projekte zum Neu- oder Ausbau von Kraftfahrstraßen wie die B 508n (Route 57) müssen mit sofortiger Wirkung gestoppt werden
    • Energieberatung und verpflichtende Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen bei Unternehmen und Haushalten müssen durchgesetzt werden

    3. Erneuerbare Energien:

    • Bis zum Jahre 2035 muss die Stadt 100% erneuerbare Energien nutzen
    • Für geeignete Flächen für Windkraftanlagen muss umgehend Baurecht geschaffen werden
    • Für alle Neubauten muss eine Solarpflicht eingeführt werden4. Klimaneutrale Industrie:
    • Unternehmen müssen verpflichtend Plänen zur Klimaneutralität bis 2035 aufstellen
    • Kommunaler Subventionen müssen an oben genannte Pläne gekoppelt werden

    5. Klimaneutrales Bauen und Wohnen:

    • Neubauten dürfen ausschließlich mit ökologischen Baustoffen, vorzugsweise aus Recyclingmaterial, gebaut werden und müssen hohe energetische Standards haben
    • DieGeheizt gesamten Wärmeversorgungwerden muss durchmit dem für das Objekt geeigneten CO₂ neutralen Technologie-Mix.
    • Wärme die in der Industrie anfällt muss über Fernwärme undverteilt Wärmepumpenwerden, biswenn 2030es dekarbonisiertin werdenweniger als 20 Jahren in der CO₂ Bilanz amortisiert. Wirtschaftlichkeit ist nicht zu beachten.

    6. Schutz und Schaffung von Treibhausgassenken:

    • Flächenversieglung und Zerstörung von Naturräumen, wie das Bauprojekt am Wellersberg, muss sofort gestoppt werden
    • Renaturierung, Wiederaufforstung und Umgestaltung von nicht versiegelten Flächen müssen in großem Maße angegangen werden

    7. Agrarwende

    • Unterstützung lokaler und ökologischer Landwirtschaft
    • Entwicklung eines Konzeptes zur Lebensmittelversorgungssicherheit
    • Förderung von Lebensmitteln als Gemein- und Kulturgut
    • Bildung eines Ernärungsrat

    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 17 (13 in Kreis Siegen-Wittgenstein)

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