05.06.2026, 12:17
Änderung nach E-Mail ihrer Mitarbeiterin
Neue Begründung:
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Zeil am Main zeichnet sich durch seine harmonische Einbettung in die Natur des Abt-Degen-Weintals aus. Besonders die Hanglagen, die sich nordwärts in Richtung des bedeutenden Naturschutzgebietes Hohe Wann erstrecken, besitzen einen unschätzbaren Wert für das Stadtklima, das Landschaftsbild und unsere Lebensqualität.
Leider lässt sich im gesamten Bereich der betroffenen Wohngebiete ein besorgniserregender Trend beobachten: Unabhängig vom Alter der Immobilien entstehen durch Umbauten, Nachverdichtungen und Neuanlagen zunehmend hermetisch abgeriegelte Grundstücke. Massiver Einsatz von Steingärten, unüberwindbare Betonmauern, hohe Gabionenwände und lückenlose Metallzäune verwandeln private Areale in käfigartige Privatfestungen.
Dabei wird völlig ignoriert, dass für diese Hang- und Übergangsbereiche bereits bei ihrer Erschließung in den 1970er-Jahren weitsichtige und strenge Bauvorgaben verankert wurden. Diese historisch etablierten Regeln sollten gezielt garantieren, dass die Grundstücke zur Straße und zur Landschaft hin offen und gemeinschaftlich wirken. Doch dieser städtebauliche Grundgedanke wird heute zunehmend missachtet. Besonders der Bau von Zäunen und massiven Hoftoren direkt auf einer Garagenzufahrt schafft hier aktuell einen gefährlichen Präzedenzfall: Wird diese rechtswidrige Abschottung von der Stadt geduldet, ermöglicht dies im Wege der Gleichbehandlung auch allen anderen Eigentümern, ebenfalls Hoftore vor ihren Einfahrten zu errichten.
Besonders fatal für das Vertrauen in unsere lokale Demokratie:
Hier steht der neue Bürgermeister Marcus Fröhlich in der Pflicht. Während normale Bürger oft strenge Auflagen einhalten müssen, scheinen für bestimmte Personen andere Maßstäbe zu gelten.
Gefälligkeiten, mangelnde Kontrollen und das bewusste Wegsehen bei Verstößen. Dies musste ich persönlich leider direkt miterleben, da bei meinem direktem Nachbarn ohne vorheriger Begehung der Örtlichkeiten, vom Bauamt der Stadt Zeil oder Prüfung der geltenden Baubedingungen der Errichtung eines Hoftores ( vorerst mündlich) erlaubt wurde, obwohl der Bebauungsplan dies eindeutig regelt. Bei diesem Nachbarn handelt es sich um ein aktuelles Stadtratsmitglied und zudem Mitarbeiter der Stadt. Selbst bei einer dem Stadtrat vorgelegten Baubefreiung wird diese ohne unsere Mitsprache/Kenntnisnahme durch den Stadtrat, durch die Verbandelung von Freunden, Kollegen, und Vereinsmitgliedern genehmigt werden. Einen Namen, werde ich aus Datenschutzrechtlichen Gründen nicht nennen.
Wenn politische Mandatsträger und Verwaltungsmitarbeiter ihre Positionen nutzen, um persönliche Bauwünsche entgegen dem Gemeinwohl und geltenden Gestaltungszielen durchzudrücken, untergräbt dies das Vertrauen in die gesamte Stadtpolitik. Korruption und die Bevorzugung von Insidern dürfen in Zeil am Main keinen Platz haben!
Was wir konkret fordern
Um die Luftigkeit unseres Landschaftsbildes dauerhaft zu sichern und Fairness für alle Bürger zu garantieren, fordern wir von der Stadtverwaltung die verbindliche Festlegung und flächendeckende Überwachung folgender Kriterien:
1. Die strikte Einhaltung der ursprünglichen Gestaltungsbestimmungen der Bebauungspläne für die Wohngebiete Richtung Hohe Wann. Dazu gehört insbesondere das konsequente Verbot der Errichtung von Zäunen und Hoftoren vor Garagen sowie auf deren Zufahrten. Bereits errichtete, vorschriftswidrige Tore und Zäune in diesen Bereichen dürfen nicht geduldet werden, um eine fatale Vorbildwirkung („Bezugsfall“) für das gesamte Viertel abzuwenden.
2. Verbot von Abschottungsbauten: Ein striktes Verbot von blickdichten Großmauern, geschlossenen Gabionenwänden und massiven Kunststoff-Sichtschutzzäunen an den Grundstücksgrenzen. Erlaubt sein dürfen nur transparente Zäune und lebende Hecken.
.3 Gleiches Recht für alle – Keine Bevorzugung: Eine bindende Selbstverpflichtung der Stadtverwaltung, dass alle Bauanträge und Befreiungsgesuche von Stadtratsmitgliedern und Stadtangestellten einer besonders transparenten, unabhängigen Prüfung unterzogen werden. Jede Gewährung von Ausnahmen für diesen Personenkreis muss öffentlich im Stadtrat lückenlos begründet werden.
4. Transparenz: Offenlegung aller genehmigten von Bebauungsplänen in den sensiblen Übergangsbereichen. Ein faires Bauamt schaut bei Verstößen von Amtsträgern genauso genau hin wie bei jedem anderen Bürger auch. Rückbauverpflichtungen bei unzulässigen Mauern oder vorschriftswidrigen Toren müssen ohne Ansehen der Person konsequent durchgesetzt werden.
5. Maximalhöhen und Durchgrünung: Strikte Kontrollen gegen das Anlegen von reinen Schotter- und Steingärten im gesamten Planungsraum. Der Übergang zu unserem Naturpark darf weder hinter Festungsmauern verschwinden, noch zum rechtsfreien Raum für Privilegierte werden! Wir fordern Transparenz, absolute Chancengleichheit, die Durchsetzung bestehenden Baurechts und den Erhalt unserer lebenswerten, offenen Heimat!Heimat.
Ihre Unterschrift fürFür ein faires, transparentes und grünes Zeil am Main!
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 13 (6 in Zeil am Main)