Region: Mannheim

Für die Beibehaltung eines strikten Zutrittsverbots für Hunde im Luisenpark Mannheim

Petition is addressed to
Stadtpark Mannheim gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung

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News

02/11/2026, 10:46

Rein redaktionelle Anpassung in den letzten beiden Absätzen zur besseren Lesbarkeit.


Neue Begründung:

Viele bislang begeisterte Nutzerinnen und Nutzer des Luisenparks (insbesondere Familien mit Kindern, aber auch freiwillige Gärtnerinnen und Gärtner des Luisenparks) beobachten die aktuelle Entwicklung der Stadtparkverwaltung des Luisenparks in Bezug auf eine Zutrittsöffnung des Parks für Hunde mit großer Sorge.

Der Luisenpark wird geschätzt von Klein und Groß für seine Arten- und Pflanzenvielfalt in friedlicher Koexistenz. Und er hat eine große Besonderheit, die mittlerweile zur absoluten Seltenheit in Mannheim geworden ist: Es gilt eine strikte Zutrittsbeschränkung für Hunde. Diese Zutrittsbeschränkung soll derzeit im Rahmen eines nicht-repräsentativen Feldversuches mit Blick in die Zukunft gelockert werden.

Dabei zeigt sich gerade der Luisenpark (wie auch der Herzogenriedpark) angesichts der nachfolgenden Gründe für eine solche Zutrittserweiterung für Hunde sowie zur Erreichung der damit von der Parkverwaltung zugleich erhofften zusätzlichen Einnahmen als ungeeignet:

  • Keine hinreichende Kontroll- und Vollzugsmöglichkeit: Der Park ist sehr weitläufig. Für die Kontrolle und den Vollzug der Regeleinhaltung wie bspw. der Leinenpflicht sowie der Beseitigung von Hundekot kann keine hinreichende Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefunden werden, die auch nur in einem gesunden Verhältnis zu den (erhofften) Mehreinnahmen steht.
  • Keine hinreichende Hygieneeinhaltung möglich: Einer hinreichend hygienischen Beseitigung von Hinterlassenschaften auf Wegen und den vielen Wiesen (für diese besteht ausweislich der Pressemitteilung kein Betretungsverbot) gerade im Falle der Mitnutzung durch Kinder, Kleinkinder und (krabbelnde) Kleinstkinder kann auch durch die regeltreuesten Hundehalterinnen und Hundehalter nicht vollumfänglich entsprochen werden. Dies gilt insbesondere für Verunreinigungen durch Urin sowie auch für Kot auf Wegen, Büschen und insbesondere im Rasen, da sich (ggf. auch witterungsbedingt) dort Hinterlassenschaften gerade nicht vollständig beseitigen lassen.
  • Keine hinreichende Aussagekraft des Feldversuchs: Die Aussage, einen exemplarischen Tag als evidenzbasiertes Beispiel für eine hinreichende Regeleinhaltung heranzuziehen, stößt auf Unverständnis. Vielerorts zeigt sich, dass möglicherweise der Großteil an Hundehalterinnen und Hundehalter die geltenden Regelungen einhalten. Leider reicht es aber aus, dass es Halterinnen und Halter gibt, die den bestehenden Mininalregelungen nicht nachkommen. Hier ist bedauerlicherweise eine Beratungsresitenz zu verzeichnen, sogar wenn andere regeltreue Hundebesitzerinnen und -besitzer darauf hinweisen.
  • Kein hinreichender Schutz von Tieren und Menschen: Wenn und soweit nicht zwingend von einer Regeleinhaltung aller Hundehalterinnen und Hundehaltern im Einzelfall sowie einer hinreichend hygienischen Beseitigung ausgegangen werden kann, stellt dies eine Beeinträchtigung für die anderen "Nutzergruppen" des Luisenparks dar. Dies meint die Tier- und Pflanzenwelt sowie auch die Menschen von Groß bis Klein einschließlich der freiwilligen (aber auch der angestellten) Gärtnerinnen und Gärtner.
  • Kein hinreichendes Erfordernis der Zutrittsöffnung für Hunde aufgrund bereits bestehenden umfangreichen und ebenso attraktiven Alternativen: Es ist nicht nachvollziehbar, warum es einer Zutrittsöffnung für Hunde im Luisenpark oder dem Herzogenriedpark bedarf. Es besteht mit dem oberen Luisenpark, dem Neckar- und dem Rheinufer sowie den vielen Wäldern auf Mannheimer Gemarkung genügend Bewegungsraum, den Hundehalterinnen und Hundehalter für ihre geliebten Vierbeiner bereits heute und auch unentgeltlich nutzen können. Zudem: wenn es unbedingt in einen solchen Park gehen soll, ist der nahe gelegene Schwetzinger Schlosspark für Hunde geöffnet.
  • Last but not least: Keine hinreichende Aussicht auf Mehreinnahmen: Auch die Annahme, mit der Zutrittsöffnung für Hunde erhebliche Mehreinnahmen zu generieren, geht fehl. In den Kommentaren der Internetpräsenz des Mannheimer Morgens wird die gesonderte Gebühr von 4 Euro für den Hund stark kritisiert. Was ist die Folge? Viele werden ggf. fernbleiben, aber manche könnten auch versuchen, ohne gesondertes Ticket den Park zu besuchen - zumindest wenn eine längerfristige Öffnung für Hunde erfolgt. Es zeigt sich hieran ganz deutlich, dass die weit überwiegenden Gründe gegen eine solche Zutrittsöffnung sprechen und auch die Aussicht auf etwaige Mehreinnahmen nicht im Ansatz aufwiegt.

Was beim Lesenbei der Befassung mit der Thematik möglicherweise zudem bitter aufstößt, ist der Blickwinkel der entscheidenden Personen der Parkverwaltung, die teilweise selbst Hunde haben:

Es sollte nicht um die Frage gehen, welche bislang mit guten Gründen geschützten Bereiche trotz aller bestehenden Alternativen für den Zutritt von Hunden geöffnet werden müssen, es sollte vielmehr um die Frage gehen, welche der wenigen noch bestehenden Schutzbereiche für Pflanzen, (andere) Tiere und Menschen (vor allem Familien) weiterhin Schutz verdienen.

Hierfür dient diese Petition.


Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 246


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