Region: Mannheim

Für die Beibehaltung eines strikten Zutrittsverbots für Hunde im Luisenpark Mannheim

Petition is addressed to
Stadtpark Mannheim gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung

2,624 Signatures

Collection finished

2,624 Signatures

Collection finished

  1. Launched 07/02/2026
  2. Collection finished
  3. Prepare submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

News

02/20/2026, 01:08

"An den Geschäftsführer der Stadtpark Mannheim gemeinnützige GmbH
Herrn Michael Schnellbach
per Mail: info@stadtpark-mannheim.de

Ihre beabsichtigte Öffnung des Luisenparks für Hunde

Sehr geehrter Herr Schnellbach,

als Geschäftsführer der Stadtpark Mannheim gGmbH haben Sie beschlossen, am kommenden Sonntag den Luisenpark „erstmals in der Geschichte der Parkanlage“ für Hunde zu öffnen. Sie möchten damit ein Pilotprojekt lancieren, das die „Prüfung eines zeitlich begrenzten Hundezugangs unter kontrollierten Bedingungen“ zum Ziel hat und für Wiederholungen offen ist – also eine regelmäßige(re) Öffnung für Hunde. Sie haben in finanziell klammen Zeiten diesen Ansatz gewählt, weil Sie „immer wieder Fragen erreicht“ hätten, „weshalb man mit Hunden nicht in den Park dürfe“.

Gründe für ein solches Zutrittsverbot gibt es haufenweise (dieses Wortspiel sei erlaubt). Sehr ernstzunehmende Gründe werden in der Petition „Für die Beibehaltung eines strikten Zutrittsverbots für Hunde im Luisenpark Mannheim“ mit aktuell knapp 1.500 Unterzeichnenden angeführt. Die Kommentare, in denen die Unterzeichnenden (teils selbst Hundebesitzer) in sachlich differenzierender Weise gegen eine solche Öffnung votieren, sprechen eine eindeutige Sprache: Sorgen um einen konfliktfreien, ungestörten Aufenthalt von Besuchenden wie Kleinstkindern, Kindern, Eltern, Großeltern, Senioren, Erholung Suchenden sowie Allergikern und Menschen mit Angst vor Hunden, aber auch Sorgen um den Schutz von Wildtieren und Pflanzen im Luisenpark. Diese Sorgen werden vielfach belegt durch negative Erfahrungen im restlichen Stadtgebiet in Bezug auf Verschmutzungen durch Hinterlassenschaften sowie fehlender Regeltreue (insbesondere Leinenpflicht).

Um das in aller Deutlichkeit festzuhalten: Die Mehrheit der Hundehalterinnen und Hundehalter hält sich an bestehende Regelungen und leidet selbst darunter, dass es jedoch auch solche gibt, für die Regeltreue nicht selbstverständlich ist. Aber auch diese werden den Weg in den Luisenpark finden.
Bei allem Verständnis für die Not zur Generierung von Mehreinnahmen: Ist dieser Weg die Lösung? Die Kosten für den Mehraufwand der erforderlichen Kontrollen und zusätzlichen Pflege der Anlage werden die etwaigen Mehreinnahmen aller Wahrscheinlichkeit nach übersteigen. Aber vor allem: Sie setzen damit die weit überwiegende Anzahl an Besucherinnen und Besuchern, die beständig Jahreskarten löst, einem Konflikt aus, den diese im Luisenpark gerade nicht suchen. Hat es nicht erheblich größere finanzielle Auswirkungen, wenn auch nur einige von diesen ausblieben – neben all den bereits benannten Nachteilen für Flora, Fauna und den Stress und die Gefahren für die dort lebenden (Wild-)Tiere?

Während es in Mannheim unzählige günstigere Gelegenheiten für eine Runde Gassi in der Natur gibt, ist der Luisenpark (neben dem Herzogenriedpark) der letzte (!) Rückzugsraum in öffentlicher Hand, der hundefrei ist und auch bleiben sollte. Einziges Argument der Befürwortenden einer Öffnung lautet: „Ich möchte aber mit Hund“. Und das soll ausreichen, ein sachlich durchgreifend begründetes und jahrzehntelang bewährtes Zutrittsverbot bei mangelnder Aussicht auf Mehreinnahmen aufzuheben? Einmal an diesem letzten Rückzugsort gerüttelt und wie von Ihnen Begehrlichkeiten auch für die Zukunft bekräftigt, bekommen Sie das nicht mehr eingefangen – geschweige denn kontrolliert.

Im Namen von aktuell knapp 1.500 Unterzeichnenden halten wir Sie daher an, die beabsichtigte Öffnung für Hunde zu verwerfen. Widrigenfalls ist der Aufsichtsrat der Stadtparkgesellschaft um Frau Prof. Dr. Pretzell als Vorsitzende in der Verantwortung, diesem Vorhaben ein (vorzeitiges) Ende zu setzen und in Ansehung einer solchen (fehlgeleiteten) strategischen Entwicklungsplanung von seinem satzungsgemäßen Zustimmungsvorbehalt Gebrauch zu machen. Vielversprechendere Lösungsansätze für Mehreinnahmen finden sich auch in den Kommentaren der Petition – nicht zuletzt deswegen empfiehlt sich deren Lektüre.

Wir halten die Petition offen – um auch weiterhin denjenigen eine Stimme zu geben, die gegen eine Öffnung des Luisenparks für Hunde sind und das Alleinstellungsmerkmal sowie den einmaligen Charakter des Luisenparks nicht aufgegeben wissen wollen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Initiatoren


Help us to strengthen citizen participation. We want to support your petition to get the attention it deserves while remaining an independent platform.

Donate now