02.05.2026, 04:27
Sehr geehrte Unterstützende,
da die Petition nicht weiterverfolgt wurde, weil der bayerische Petitionsausschuss die eindeutig kita- und schulpolitisch ausgerichtete Petition zum zweiten Mal schon zur zur Beratung an den Umweltausschuss abgegeben hatte, und weil selbst in unserem Team die Meinung war, die Petition gehöre inhaltlich überarbeitet. Und eine Meinung war auch, sie mehr hinsichtlich der neurokognitiven Wirkungen auszulegen, und weniger wegen der Strahlenbelastung. Nicht zuletzt ist sie auch aus Krankheitsgründen nicht weiterverfolgt worden.
Persönlich halte ich die Einreichung einer solchen Petition in Bayern für nutzlos, weil sich die hiesige CSU- und Freie-Wähler-Politik sich weiter als absolute und grenzenlose Digitalbeschleuniger und damit gleichzeitig auch als Mobilfunkterroristen gebärdet und ihre Parlamentarier auf allen Kanälen versuchen, ihre Politik, was die Gesundheitsauswirkungen angeht, weiter umzusetzen. Parlamentarische Verfahren kommen an eine Grenze, wenn eine Partei nunmehr schon 80 Jahre lang erfolgreiche Filzpolitik betreiben konnte (mit Auswirkungen auf Exekutive, Judikative, Legislative UND erlahmter Zivilgesellschaft). Orban mit seiner Fidesz hat es dagegen nur 16 Jahre geschafft, Ungarn umzubauen.
Sinnvoller wäre es, wenn Menschen in anderen Bundesländern mit demokratischeren Strukturen die Einreichung überarbeiteter Petitionen zum Strahlenschutz UND Gehirnschutz übernehmen.
Eine - leider inhaltlich eingeschränkte- Petition zum alleinigen Thema Smartphoneverbot in Schulen wegen des Gehirnschutzes hat mittlerweile fast 80.000 UnterstützerInnen:
https://www.change.org/p/smartphonefreie-schulen-jetzt?redirect_reason=guest_user
Das würde aber gar nichts bringen, wenn die alleinige Ursache für die neurokognitiven Schäden allein den "Bildschirmen" und deren "Ablenkung" zugeschrieben würde, und nicht auch der Strahlenbelastung.
Hierzu: Interview mit der Neurobiologin Dr. Keren Grafen über Studienergebnisse zu Auswirkungen von HF-EMF auf die (nicht nur) kindliche Gehirnentwicklung:
https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail?newsid=2186
Man muss diese Einschränkung aber nicht perpetuieren, sondern es bleibt notwendig, nicht nur in Schulen ein Smartphoneverbot für unter 14 - oder 16-Jährige einzuführen, sondern umso mehr in Kitas.
Ein solches Verbot wäre nur etwas wert, wenn es durch ein klares FUNKverbot für über 14- oder 16-Jährige flankiert würde, und der Erlaubnis, ausschließlich per Kabellösungen z.B. über Smartphone-Adapter ins Internet zu gehen. Telefonieren dürften die Schüler dann nur außer Reichweite von MitschülerInnen im Außenbereich, um ihre MitschülerInnen damit nicht mehr mit Funkstrahlen zu belasten. Außerdem gehören alle WLAN-Systeme in Schulklassen und Aufenthaltsräumen abgeschafft, bis dahin dürfen sie nicht in einem Dauer-Standby-Betrieb laufen, sondern sie müssten ausschaltbar sein, und das OFF-Niveau muss die Norm sein ! und nicht umgekehrt, und die Geräte müssten auf leistungsgeregelter ECO-WLAN-Technik basieren.
Besser wäre es aber, gleich auf LIFI-Systeme umzustellen:
https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail&newsid=2165
Zum Schluss folgt hier der erneute Aufruf, hier weiterzumachen und neue Petitionen (oder auch andere politische Initiativen) in den einzelnen Bundesländern zu starten. Bildungspolitik ist nunmal leider Ländersache!
Herzliche Grüße
Th v. Pet.team